Das Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi () wurde im Auftrag des Mongolen-Herrschers Timur zwischen 1389 und 1405 in der Stadt Yasi (heute Stadt Türkistan in Kasachstan) errichtet. Obwohl in Teilen unvollendet, ist es eines der größten und am besten erhaltenen Bauwerke aus der Zeit Timurs. Am Mausoleum von Yasawi erprobte er Bautechnik und Dekorkunst, die später in seiner Hauptstadt Samarkand erstrahlen sollte.
Geschichte Chodscha Ahmed Yasawi (auch Ahmet Yesevi; 1103–1165) gilt als ein bedeutender Vertreter des Sufismus (islamische Mystik), einer in Zentralasien weit verbreiteten Richtung des Islam. Die Sammlung seiner Manuskripte wurde 2003 zum Weltdokumentenerbe erklärt und findet sich heute in der Nationalbibliothek der Republik Kasachstan.
Im Mausoleum wurde 1781 der kasachische Khan der Mittleren Horde Ablai beigesetzt.
Seit 2003 ist das Mausoleum Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. wdl.org (Fotos)
Architektur mini|hochkant|Grundriss des Mausoleums Das Mausoleum ist ein rechteckiger Baukörper aus gebrannten Ziegeln, der etwa 46 × 63 Meter misst und eine Höhe von rund 39 Metern erreicht. Es liegt innerhalb der historischen Zitadelle von Yasi am nordöstlichen Rand der Altstadt und ist von Südosten nach Nordwesten ausgerichtet.
Der Bau gehört zum Typ der multifunktionalen Khanaqa, die Mausoleum, Moschee, Lehr- und Pilgerstätte in einem vereint. Im Inneren liegen mehr als 30 Räume um die große Mittelhalle Kazandyk mit ihrem monumentalen Bronzekessel, darunter Gebets- und Versammlungsräume, eine Bibliothek und Funktionsräume für die Sufi-Gemeinschaft.
Die Grabkammer Yasawis befindet sich auf der Mittelachse unter einer doppelschaligen Rippenkuppel, deren äußere Hülle mit grünen glasierten Fliesen und goldenen Mustern verkleidet ist. Die Außenwände und das große Portal des Mausoleums sind mit glasierten Ziegeln in Blau, Türkis und Weiß dekoriert und tragen Koranverse in kufischer und thuluthischer Schrift. Im Inneren haben sich Stuck-Muqarnas, ornamentale Muster und Wandmalereien erhalten.
Am unvollendet gebliebenen Mausoleum wurden innovative architektonische Lösungen erprobt, die später beim Bau der Hauptstadt Samarkand aufgegriffen wurden.
Literatur Mimaran-i Iran, by Zohreh Bozorg-nia, 2004, ISBN 964-7483-39-2
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Informationen über Stadt und Mausoleum
Einzelnachweise
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