Alphonsus ist ein Mondkrater mit 117 km Durchmesser am östlichen Rand des Mare Nubium, unmittelbar südlich des Kraters Ptolemaeus.

Die Wälle des Kraters erheben sich bis zu 3 km über den Kraterboden. Ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender, 15 km breiter, gratartiger Rücken teilt den Kraterboden und tangiert den etwa 2 km hohen Zentralberg. Auf dem weitgehend ebenen Kraterboden verläuft ein System von Mondrillen, die Rimae Alphonsus. Die Entstehungszeit des Kraters wird der nektarischen Periode zugerechnet.

1935 wurde der Krater von der Internationalen Astronomischen Union offiziell nach dem König Alfons X. von Kastilien benannt.

Der Astronom Nikolai Alexandrowitsch Kosyrew entdeckte bei Alphonsus 1958 das transiente Mondphänomen, eine rötliche Verschleierung, was er zunächst für Anzeichen von aktivem Vulkanismus hielt. Das wurde allerdings heftig bestritten und die Ursache dürfte in aus dem Mondgestein austretendem kalten Gas und der UV-Strahlung der Sonne liegen.

1965 schlug die Raumsonde Ranger 9 am Ende ihrer Mission im Nordosten des Kraters ein, nachdem sie bis zu ihrem Einschlag hochauflösende Bilder übermittelt hatte. In dieser Region wurden die nur etwa 1 bis 3 km großen Krater Chang-Ngo, Ravi, Monira, José und Soraya benannt.

mini|links|360px|Alphonsus mit beschrifteten Nebenkratern mini|links|360px|Alphonsus und seine Umgebung, von LROC (WAC) aufgenommen

Weblinks

SkyTrip: Alphonsus The Moon-wiki: Alphonsus (englisch) Krater Alphonsus im Digital Lunar Orbiter Photographic Atlas of the Moon, Bild iv_108_h2 Spektrum.de: Amateuraufnahmen 12345

Einzelnachweise

Kategorie:Einschlagkrater (Mond)