Die Dampflokomotivreihe kkStB 40 waren Güterzug-Schlepptenderlokomotiven der kkStB, die ursprünglich von der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn (LCJE), von der Galizischen Carl Ludwig-Bahn (CLB) und von der Böhmischen Westbahn (BWB) stammten.
kkStB 40.01–30 (Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn)
Diese Lokomotiven wurden von der LCJE 1866 bis 1887 beschafft. Sie bildeten die Reihe IVd. Die Betriebsnummern 68 und 69 der LCJE, die später kkStB 40.29–30 wurden, waren auf den Bukowinaer Lokalbahnen eingesetzt und hatten dort die Nummern 020 und 021. Bei der kkStB, die die verbliebenen Maschinen als 40.01–30 bezeichnete, erhielten sie zwischen 1880 und 1891 geringfügig stärkere Kessel.
Eine bis dato unbekannte Anzahl dieser Maschinen, die auf den Rumänischen Linien der LCJE eingesetzt waren, kamen zur CFR.
kkStB 40.51–65 (Galizische Carl Ludwig-Bahn)
Diese Maschinen wurden von der Galizische Carl Ludwig-Bahn (CLB) 1859 bis 1864 beschafft. Lieferanten waren die Wiener Neustädter Lokomotivfabrik und Sigl in Wien. Sie bildeten die Reihen IIIa,b,c, wobei die Kleinbuchstaben andere Kessel bedeuteten.
Als die CLB 1892 verstaatlicht wurde, reihte die kkStB die verbliebenen Maschinen als 40.51–65 ein. Die Maschinen wurden mit Kesseln der Reihe 18 versehen. Die Tabelle zeigt die Dimensionen der neuen Kesseln. Die 40.57 erhielt eine „gewellte Feuerbüchse“ und einen passenden Kessel, dessen Dimensionen in der Tabelle als zweiter Wert angegeben sind. Die unterschiedlichen Kesselbauarten hatten auch verschiedenen Dampfdruck bei den Lokomotiven zur Folge. Ab 1892 begann die Ausmusterung dieser Fahrzeuge.
kkStB 40.70–99 (Böhmische Westbahn) BWB II / BWB III / kkStB 40.70–99 / ČSD 312.4 300px|BWB Nr. 25 „Böhmerwald“ später kkStB 40.98 Technische Daten Bauart Cn2 Zylinder-Ø 435 mm 422 mm Kolbenhub 632 mm Treibrad-Ø 1258 mm Laufrad-Ø vorne – Laufrad-Ø hinten – fester Radstand 3318 mm Gesamtradstand 3318 mm Gesamtradstand + Tender 10186 mm Anz. d. Rohre 167 Heizfl. d. Rohre 110,5 m² Heizfl. d. Feuerbüchse 7,9 m² Rostfl. 1,63 m² Dampfdruck 10 Gewicht (leer) 31,3 t 33,8 t Adhäsionsgewicht 35,2 t 37,4 t Dienstgewicht 35,2 t 37,4 t Tender 22 Länge k. A. Höhe k. A. Vmax 45 km/h
Die BWB beschaffte 1861 bis 1872 30 Stück dreifach gekuppelter Maschinen für den Güterverkehr. Die Maschinen wurden zunächst von Sigl in Wien, später von der Lokomotiven- und Maschinenfabrik J.A. Maffei in München geliefert. Die von Sigl gelieferten Maschinen erhielten die Reihenbezeichnung II und die Nummern 4–8, 16–25 sowie 27. Die Maffei-Maschinen waren Reihe III mit den Nummern 28–41.
Nach der Verstaatlichung 1894 wurden sie kkStB 40.70–99.
Nach dem Ersten Weltkrieg kamen einige Maschinen zur BBÖ, wurden jedoch ausgeschieden, ohne in das BBÖ-Nummernschema aufgenommen worden zu sein. Zehn Exemplare kamen zur ČSD, die ihnen die Reihenbezeichnung 312.4 gab und sie bis 1931 ausmusterte.
Literatur
Verzeichnis der Lokomotiven, Tender, Wasserwagen und Triebwagen der k. k. österreichischen Staatsbahnen und der vom Staate betriebenen Privatbahnen nach dem Stande vom 30. Juni 1917, 14. Auflage, Verlag der k. k. österreichischen Staatsbahnen, Wien, 1918 Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918, Verlag Slezak, 1978, ISBN 3-900134-40-5 Griebl, Slezak, Sternhart: BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923–1938, Verlag Slezak, 1985, ISBN 3-85416-026-7
Johann Stocklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich, Verlag Slezak, Wien, 1979, ISBN 3-900134-41-3
KkStB 0400 KkStB 0400 Kategorie:Schienenfahrzeug (Wiener Neustädter Lokomotivfabrik)