Die Regensburger Hütte (, ladinisch Utia de Ncisles) ist eine Schutzhütte auf der Cislesalm in Gröden in den Südtiroler Dolomiten. Die im Naturpark Puez-Geisler gelegene Alm dient als Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren in der Geislergruppe und der Puezgruppe.

Namen Die heute üblichen deutschen und italienischen Namen der Hütte beziehen sich auf die früheren Besitzer der Hütte, die Sektion Regensburg des DuOeAV und die Sektion Florenz des CAI.

Geschichte Die Hütte wurde in den Jahren 1888/89 durch die Sektion Regensburg des Deutschen und Österreichischen Alpenverein erbaut. Es handelte sich um die erste Alpenvereinshütte in Gröden. Die Planung der Hütte erfolgte durch den Architekten Max Schultze, Fürstl. Thurn und Taxis’scher Oberbaurat aus Regensburg. Er trug die Kosten für den Bau, da der Sektion Regensburg für die Errichtung die finanziellen Mittel fehlten. 1906 übergab der Erbauer und Eigentümer die Hütte an die Sektion. 1921 wurde sie infolge des Ersten Weltkrieges durch Italien beschlagnahmt. Als Folge dessen wurde im Jahr 1930 die Neue Regensburger Hütte durch die Sektion Regensburg in den Stubaier Alpen erbaut. mini|Vor der Regensburger Hütte mini|Die Regensburger Hütte um 1900 mit Blick Richtung Langkofel

Die alte Regensburger Hütte fiel letztlich an die Sektion Florenz des CAI, der sie anschließend unter neuem Namen (Rifugio Firenze) betrieb. 1980 wurde die Hütte zuletzt renoviert und umgebaut.

Zusammen mit 24 weiteren vom Staat enteigneten Schutzhütten ging die Regensburger Hütte 1999 in das Eigentum der Südtiroler Landesverwaltung über; mit Jahresende 2010 lief die Konzession zu deren Führung durch den CAI aus. Seit 2015 wird das Land Südtirol bei der Verwaltung der Hütte (Vergabe an Pächter, Überwachung der Führung, Sanierungsmaßnahmen) durch eine paritätische Kommission unterstützt, in der neben der öffentlichen Hand auch der AVS und der CAI vertreten sind.

Touren Aufstieg Von St. Christina in Gröden (Gröden) () mit dem Lift über Col Raiser in ca. 15 Minuten Von der Talstation des Lifts Col Raiser in St. Christina in Gröden in ca. 1,5 Stunden Von Wolkenstein in Gröden () in ca. 1,5 Stunden Von St. Ulrich in Gröden () in ca. 2,5 Stunden

Übergänge Von der Fermeda-Hütte (Rifugio Fermeda) in ca. 0,5 Stunden Von der Brogleshütte (Rifugio Malga Brogles) über Weißbrunneck (Dosso di Fontana Bianca) und Mittag-Scharte (Forcella de Mesdì) () in ca. 3 Stunden Juac-Hütte (Rifugio Juac), 45 Minuten Puezhütte (Rifugio Puez) über Forcella Forces de Sielles () in 2,5–3 Stunden Schlüterhütte (), 4 Stunden Langkofelhütte (), 4,5 Stunden

Gipfel- und Tagestouren Sass Rigais (), 3 Stunden Piz Duleda (), 3 StundenRaphaela Moczynski: KOMPASS Wanderführer – Dolomiten 1: Grödental, Villnößtal, Seiser Alm, KOMPASS-Karten GmbH Innsbruck, 3. Auflage 2017, S. 56–58, ISBN 978-3-85026-953-7. Col dala Pieres (), 2 StundenRaphaela Moczynski: KOMPASS Wanderführer – Dolomiten 1: Grödental, Villnößtal, Seiser Alm, KOMPASS-Karten GmbH Innsbruck, 3. Auflage 2017, S. 69–72, ISBN 978-3-85026-953-7. Fermedatürme (), 3 Stunden

Literatur Festschrift zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum der Sektion Regensburg des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Nationale Verlagsanstalt Buch und Kunstdruckerei, Regensburg 1895 Hüttenporträt – 75 Jahre Neue Regensburger Hütte. In: Panorama – Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins, August 2006, S. 54–57, Resi Perathoner: Mein Leben auf der Hütte – Siebzig Jahre Bewirtschaftung der Familie Perathoner. Nous, Stezzano 2010, ISBN 978-88-95781-25-9

Weblinks

CAI, S. Firenze Rifugio Firenze in Cisles / Regensburger Hütte Regensburger Hütte

Einzelnachweise

Kategorie:Alpenhütte in Südtirol Kategorie:Geislergruppe Kategorie:Puezgruppe Kategorie:Naturpark Puez-Geisler Kategorie:Bauwerk in St. Christina in Gröden Kategorie:Schutzhütte des Landes Südtirol Kategorie:Ehemalige Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren