Meguro (jap. ) ist einer der 23 [„Sonder-“]Bezirke ([tokubetsu-]ku; Bezirke mit Stadtstatus/stadtunabhängige Bezirke) im Osten der japanischen Hauptstadtpräfektur (-to) Tokio. Er liegt im Südwesten von Tokio, der auch als politisch aufgelöste Stadt immer noch de-facto-Hauptstadt Japans.
Geographie Meguro liegt zwischen Shibuya im Norden, Setagaya im Westen, Ōta im Süden und Shinagawa im Osten.
Der Bezirk ist vor allem ein Wohngebiet, aber auch ein Diplomatenviertel, da sich die Botschaften von Ägypten, Algerien, Bangladesch, Dschibuti, Gabun, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kuba, Nigeria, Polen, Senegal, Uganda und Usbekistan, sowie das Honorargeneralkonsulat von Island hier befinden.
Gliederung Hibusuma-Gebiet: Chūōchō Haramachi Higashigaoka Himonya Jiyūgaoka Kakinokizaka Megurohonchō Midorigaoka Minami Nakane Ōokayama Senzoku Tairamachi Takaban Yakumo Hirachō
Meguro-Gebiet: Aobadai Gohongi Higashiyama Kamimeguro Komaba Meguro Mita Nakachō Nakameguro Ōhashi Shimomeguro Yūtenji Sanda
Geschichte Die Gegend des heutigen Bezirks Meguro war bereits während der Steinzeit, der Jōmon-, der Yayoi- und der Kofun-Zeit besiedelt, wie Ausgrabungen am Higashiyama-Køkkenmøddinger gezeigt haben.
Aus dem 9. Jahrhundert stammen drei der Tempel und Schreine des Bezirks, der Ōtori-Schrein (, Ōtori-jinja), der Meguro-Fudōson und der Hōgan-ji (). Die schwarzen Augen (meguro) der Fudō-Statue haben dem Bezirk seinen Namen gegeben.
Der Stadtbezirk wurde am 1. Oktober 1932 geschaffen, als die Machi Meguro (, -machi) und Hibusuma (, -machi) nach Tokio eingemeindet und zum Stadtbezirk Meguro zusammengefasst wurden.
Verkehr Straße: Stadtautobahn Tokio Tamagawa-Straße (Nationalstraße 246), nach Chiyoda oder Numazu Zug: Tōkyū Tōyoko-Linie, von Naka-Meguro, Yūtenji, Gakugei Daigaku, Toritsu Daigaku oder Jiyūgaoka nach Shibuya oder Yokohama Tōkyū Ōimachi-Linie, von Jiyūgaoka, Midorigaoka oder Ōokayama nach Shinagawa oder Setagaya Tōkyū Meguro-Linie, von Ōokayama oder Senzoku nach Bahnhof Meguro oder Bahnhof Musashi-Kosugi Tōkyū Den’entoshi-Linie, von Ikejiri-Ōhashi nach Shibuya oder Yamato Keiō Inokashira-Linie, von Komaba-Tōdai-mae nach Shibuya oder Musashino Tōkyō Metro Hibiya-Linie, von Naka-Meguro nach Adachi
Der Bahnhof Meguro befindet sich nicht in Meguro, sondern in Shinagawa.
Einrichtungen Universitäten Der Komaba-Campus der Universität Tokio Das Tokyo Institute of Technology
Religiöse Einrichtungen Himonya-Kirche (katholisch) Himonya-Hachimon-Shrine Ōtori-Schrein Ryūsen-ji, auch als Meguro-Fudo-Tempel bezeichnet. Yūten-ji Taieizan-ryūzenji (), auch als Meguro-Fudōson () bezeichnet, ein Tempel der Tendai-Schule. Enyū-ji () bzw. Hōgan-ji ()
Politik
mini|links|Das Rathaus in Kami-Meguro („Ober-Meguro“) Der ehemalige demokratische Präfekturparlamentsabgeordnete Eiji Aoki wurde 2004 zum Bürgermeister von Meguro gewählt und zuletzt am 21. April 2024 bei 36 % Wahlbeteiligung mit rund 31 % der Stimmen gegen den Tomin-First-DVP-gestützten ehemaligen Präfekturparlamentsabgeordneten Yū Itō (25 %), den Mitte-links-gestützten (KDP, KPJ, SDP, Net) Ex-Präfekturparlamentsabgeordneten Tsubasa Nishizaki (24 %), die von der LDP unterstützte Ex-Bezirksparlamentsabgeordnete Yōko Kōno (15 %) und einen Unabhängigen für eine sechste Amtszeit bestätigt. Die regulär 36 Abgeordneten im Kommunalparlament wurden zuletzt bei den einheitlichen Regionalwahlen 2023 gewählt.
Ins Präfekturparlament wählte Meguro bei der Wahl 2021 je einen Kandidaten von Tomin First no Kai, Kōmeitō und KDP. Eine KPJ-Abgeordnete und zwei ehemalige LDP-Abgeordnete unterlagen.Tōkyō Shimbun: Wahlergebnisse Präfekturparlament Tokio 2021, Meguro-ku, abgerufen am 19. Februar 2022. Nach der Bürgermeisterwahl 2024 sind zwei Sitze vakant,Präfekturparlament Tokio: Abgeordnete nach Wahlkreis (japanisch), abgerufen am 23. April 2024. eine Zweimandatsnachwahl ist für den 26. Mai 2024 angesetzt.Präfekturverwaltung Tokio, Sekretariat der Wahlaufsichtskommission: Wahlkalender Reiwa 6=2024 (japanisch), abgerufen am 23. April 2024.
Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet der Bezirk Meguro seit 2024 zusammen mit einem Teil von Ōta den neuen 26. Wahlkreis der Präfektur, den bei der Wahl 2024 der unabhängige Ex-KDP-Abgeordnete Jin Matsubara (vorher Tokio 3) gewann.
Angrenzende Städte und Gemeinden mini|Farbholzschnitt von Hokusai mit einem Blick auf den Fujisan von Shimo-Meguro („Unter-Meguro“) Tokio: Stadtbezirke Shibuya, Setagaya, Shinagawa, Ōta
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtbezirk von Tokio