Ebersdorf ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Fürstenfeld bzw. Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark.

Geografie Geografische Lage Ebersdorf liegt an der Pöllauer Safen im oststeirischen Hügelland. Die Gemeinde befindet sich etwa zehn Kilometer südlich der Bezirkshauptstadt Hartberg und ca. 40 km nordöstlich der Landeshauptstadt Graz. Neben dem Pöllauer Safen wird die Gemeinde im Süden vom Nörningbach, einem Nebenfluss der Pöllauer Safens, im gleichnamigen Tal durchflossen. Die nördliche Gemeindegrenze wird vom Dombach, einem Nebenfluss der Hartberger Safen gebildet.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus folgenden Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften (Einwohner Stand ):

Ebersdorf () mit Ebersdorf-Steinfeld, Ebersdorfberg und Ebersdorfhöhe Nörning () mit Auffenberg, Harras und Schmiedbach Wagenbach () mit Dreihöf, Egg, Eichberg, Lichtenegg, Schmalzgrube und Waldviertel

Eingemeindungen 1968 wurden die selbständige Gemeinde Wagenbach und ein Teil der Gemeinde Neustift bei Sebersdorf mit Ebersdorf vereinigt.

Nachbargemeinden

Geschichte Eberhardsdorf wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt und deutet auf seinen Gründer Eberhard von Öblarn. Nörning wird 1255 als Nurdinch und Wagenbach im Jahr 1423 erstmals urkundlich genannt.

Im Jahr 1418 fielen die Ungarn ein, 1529 und 1532 die Türken. 1532 wurde das Dorf vollständig verwüstet. Mitte des 16. Jahrhunderts bestand das Dorf aus 17 Höfen und einer Mühle. 1605 zerstörten die Haiducken das Dorf großteils. 1705 brannten die Kuruzzen große Teile des Dorfs nieder. 1770 wurde Ebersdorf mit Ebersdorfberg eine eigene Katastralgemeinde, seit 1849 ist Ebersdorf eine eigene Ortsgemeinde.

Bevölkerungsentwicklung

mini|hochkant|Kirche Ebersdorf2026 lebten schon 1303 Menschen in Ebersdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Kultursaal finden Konzerte, Lesungen und Theatervorführungen statt. Der Saal kann auch für private Zwecke gemietet werden. Seit 2007 ist die Gemeinde Teil der Ökoregion Kaindorf.

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Ebersdorf liegt an der Landesstraße von Sebersdorf nach Kaindorf. Diese Straße bietet eine direkte Zufahrt zu den großen Hauptverkehrsstraßen: In Sebersdorf wird in etwa vier Kilometer die Süd Autobahn A 2 nach Wien und Graz an der Anschlussstelle Sebersdorf/Bad Waltersdorf (126) erreicht, in Kaindorf in etwa fünf Kilometer Entfernung die Wechsel Straße B 54 von Hartberg nach Gleisdorf.

Ebersdorf liegt an keiner Bahnlinie. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in etwa vier Kilometer Entfernung in Sebersdorf und bietet Zugang zur Thermenbahn mit zweistündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Wien und Fehring.

Der Flughafen Graz ist über die Süd Autobahn erreichbar und ca. 65 km entfernt.

Ansässige Unternehmen In Ebersdorf gibt es 50 Betriebe. Einige landwirtschaftliche Betriebe bieten Ab-Hof-Verkauf an.

Politik Bürgermeister Bürgermeister ist Dietmar Lang (ÖVP), Vizebürgermeisterin ist Maria Kröpfl (ÖVP). Gemeindekassier ist Wolfgang Höfler (ÖVP).

1990–2023 Gerald Maier seit 2023 Dietmar Lang

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2020 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

12 Mandate ÖVP 3 Mandate FPÖ

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten die folgenden Ergebnisse: Partei2020 2015 2010 2005 2000 1995 1990Sti.%M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. ÖVP5527912 579 66 10 633 77 12 549 74 11 507 69 11 471 66 11 453 63 10 SPÖnicht kandidiert 77 9 1 nicht kandidiert nicht kandidiert 90 12 2 159 22 3 91 13 2 FPÖ150213 222 25 4 193 23 3 190 26 4 134 18 2 52 7 1 50 7 1 Freie Liste Ebersdorfnicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 36 5 0 nicht kandidiert ÖVP-Wirtschaftslistenicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 129 18 2 Wahlbeteiligung66 % 84 % 85 % 80 % 86 % 89 % 93 %

Regionalpolitik Die Gemeinde gehört zur LEADER-Region Oststeirisches Kernland und ist seit 2007 Teil der Ökoregion Kaindorf.

Am 20. November 2011 stimmten die Wahlberechtigten der Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Großhart, Hartl, Hofkirchen bei Hartberg, Kaindorf und Tiefenbach bei Kaindorf darüber ab, ob diese sieben Gemeinden anlässlich der Gemeindestrukturreform der Steiermark 2010–2015 zu einer Großgemeinde zusammengelegt werden sollen. Bei einer Wahlbeteiligung von insgesamt 65,66 % wurden 3351 gültige Stimmen gezählt. Von diesen sprachen sich lediglich 436 Wähler (13 %) für eine Zusammenlegung der Gemeinden aus, während 2915 Wähler (87 %) gegen eine Fusion stimmten. Damit wurde den Plänen der Steiermärkischen Landesregierung eine deutliche Absage erteilt.Wiener Zeitung:

Ein Konzept von 2012/13 sieht Ebersdorf eigenständig vor. . Liste Endversion A01, 2012 (pdf, gemeindestrukturreform.steiermark.at; 97 kB).Karte in . kleinezeitung.at vom 21. Januar 2013. Stand der Karte: 13. Januar 2013.

Wappen 60px|links Das Gemeindewappen wird seit 23. März 1970 geführt.

Wappenbeschreibung: „In einem von Silber und zu grün gespaltenen Schild vorn drei rote goldbesamte Rosen, hinten ein silbernes Andreaskreuz.“

Die Rosen weisen auf das landwirtschaftlich geprägte Gemeindegebiet hin, das Kreuz des heiligen Andreas symbolisiert den Patron der Pfarrkirche Ebersdorf.

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1970: Josef Krainer (1903–1971), Landeshauptmann der Steiermark 1948–1971Südost-Tagespost, 6. Oktober 1970, S. 6. 1979 Friedrich Niederl (1920–2012), Landeshauptmann

Söhne und Töchter von Ebersdorf Josef Fink, 1941–1999 (Theologe, Künstler)

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Randgebirge östlich der Mur Kategorie:Ersterwähnung 1170