Die tahitische Fußballnationalmannschaft ist das Auswahlteam des französischen Überseegebietes Französisch-Polynesien im Pazifik.

Geschichte Der Fußballverband von Tahiti ist seit 1990 Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA und des Regionalverbandes OFC. Bisher ist es der Mannschaft noch nicht gelungen, sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Bei der Fußball-Ozeanienmeisterschaft belegte die Mannschaft in den ersten drei Auflagen 1973, 1980 und 1996 jeweils den zweiten Platz, ehe sie 2012 erstmals Ozeanienmeister wurde.

Tahiti hat von allen Nationalmannschaften am häufigsten (zehnmal) mit 13 oder mehr Toren gewonnen und hielt vom 7. September 1963 bis zum 1. April 1966 durch ein 18:0 gegen die Salomonen und vom 2. September 1971 bis zum 11. April 2001 durch ein 30:0 gegen die Cookinseln den Rekord für die höchsten Länderspielsiege. Da Tahiti und die Gegner zum Zeitpunkt der Spiele nicht Mitglied der FIFA waren, fehlen diese Spiele in den FIFA-Listen.

Außerdem beteiligt sich die Nationalauswahl an der Coupe de l’Outre-Mer, dem in Frankreich stattfindenden Wettbewerb für Nationalmannschaften aus Frankreichs überseeischen Gebieten. Dabei konnte Tahiti sich bisher allerdings noch nicht platzieren, spielte dort aber erstmals gegen Mannschaften aus Südamerika (Französisch-Guayana), der Karibik (Martinique) und gegen Mayotte, eine Insel vor der Ostküste von Afrika.

Am 10. Juni 2012 wurde sie als erste pazifische Nationalmannschaft überhaupt Ozeanienmeister durch einen 1:0-Sieg gegen Neukaledonien im ersten Finale, an dem weder Australien (seit 2006 nicht mehr Mitglied des OFC) noch Neuseeland (verlor im Halbfinale gegen Neukaledonien) beteiligt waren. Der Favorit Neuseeland wurde nur Dritter. Tahiti war damit auch erstmals für den Konföderationen-Pokal qualifiziert und traf dort auf Welt- und Europameister Spanien, Südamerikameister Uruguay und den Afrikameister Nigeria. Für Tahiti waren dies die ersten Spiele in Südamerika und gegen Mannschaften der CAF, CONMEBOL und UEFA. Dabei unterlag die Mannschaft mit 1:6 gegen Nigeria, gegen Spanien 0:10 und verlor mit 0:8 gegen Uruguay.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften 1930 bis 1990 – nicht teilgenommen 1994 bis 2026 – nicht qualifiziert

Teilnahmen an der Ozeanienmeisterschaft 1973 – 2. Platz 1980 – 2. Platz 1996 – 2. Platz 1998 – 4. Platz 2000 – Vorrunde 2002 – 3. Platz 2004 – 5. Platz 2008 – nicht qualifiziert 2012 – Ozeanienmeister 2016 – Vorrunde 2020 – wg. COVID-19-Pandemie abgesagt 2024 – 3. Platz

Teilnahmen am Konföderationen-Pokal 1997 bis 2009 – nicht qualifiziert 2013 – Vorrunde 2017 – nicht qualifiziert

Teilnahmen an den Südpazifik- und Pazifikspielen Tahiti nahm an allen Austragungen teil und ist mit fünf Titeln die zweiterfolgreichste Mannschaft sowie die bisher einzige Mannschaft, die den Titel dreimal in Folge gewinnen konnte.

1963 – Dritter 1966 – Sieger 1969 – Zweiter 1971 – Dritter als Gastgeber 1975 – Sieger 1979 – Sieger 1983 – Sieger 1987 – Zweiter 1991 – Vorrunde 1995 – Sieger als Gastgeber 2003 – Vierter 2007 – Vorrunde 2011 – Dritter 2015 – Zweiter 2019 – Vorrunde 2023 – 5. Platz

Teilnahmen am Polynesien-Cup Tahiti konnte alle drei bisherigen Austragungen gewinnen.

1994 – Sieger 1998 – Sieger 2000 – Sieger

Coupe de l’Outre-Mer 2008: Siebter (von 7 Teilnehmern) – vertreten durch die Mannschaft von AS Manu-Ura 2010: Gruppenphase (die Plätze 5 bis 8 wurden nicht ausgespielt) 2012: Sechster

Trainer Francois Vernaudon (1973) Umberto Mottini (1995–1996) Gérard Kautai (1996) Richard Vansam (1997) Alain Rousseau / Eddy Rousseau (1997–1998) Leon Gardikiotis (1999–2000) Patrick Jacquemet (2001–2002) Gérard Kautai (2004–2007) Eddy Etaeta (2010–2015) Patrice Flaccadori (2015) Ludovic Graugnard (2015–2018) Naea Bennett (2018–2019) (2019–)

Siehe auch Liste der Länderspiele der tahitischen Fußballnationalmannschaft

Weblinks

Offizielle Website des Fußballverbands (französisch) Länderprofil auf der Website der FIFA Länderspiele der Nationalmannschaft bis 2004 bei RSSSF

Einzelnachweise

Tahiti

Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1952