Die Burg Elmstein – anfangs Burg Elbstein – ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Spornburg auf einem 290 Meter hohen Bergsporn an der nördlichen Seite des Speyerbachtales im Pfälzerwald über dem Ort Elmstein im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.
Lage Die Burg befindet sich am Südwesthang des Schloßbergs oberhalb der gleichnamigen Ortsgemeinde. Zur einstigen Burganlage gehörten die unmittelbar südlich liegenden Straßen Burgweg und Berggasse. Die Anlage gliedert sich in eine ältere Kernburg und eine später hinzugekommene Vorburg.
Beschreibung
Von der einstigen Burganlage blieben Reste des Berings, Palas und der Schildmauer erhalten.
Geschichte Die Burg wurde vermutlich vor dem 13. Jahrhundert als Pfalzburg zur Sicherung des Talweges errichtet. Eine erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1194 nachgewiesen. Die Lehensleute hatten das Amt der Schenken inne. Die Burg war im Besitz der Kurpfalz. Zwischen 1220 und 1230 wurde die untere Ringmauer errichtet. Kaiser Ludwig der Bayer überließ die Burg 1329 seinem Vetter, dem Pfalzgrafen. Von 1419 bis 1437 war die Burg als pfalzgräfliches Lehen im Besitz des Grafen Johann V. von Sponheim. 1466 wurde die Burg von Kurfürst Friedrich I. an Erhard von Remchingen verpfändet.
1492, als sich die Besitzverhältnisse änderten, erhielt Heinrich von Pagk vom Kurfürsten Philipp die Burg als Lehen. Im Bauernkrieg (1525) wurde die Burg Elmstein beschädigt. Pfalzgraf Johann Casimir erbte die Burg 1576. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschädigt. 1689 wurde sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört und die Ruine ging in Privatbesitz über. Zudem wurden ihre Überreste von der örtlichen Bevölkerung als Steinbruch für den Häuserbau genutzt.
Das Gebäude ist die sechste Station der im März 2022 von der Verbandsgemeinde Lambrecht eingerichteten Audiotour „Felsenkönig“.
Literatur Arndt Hartung, Walter Hartung: Pfälzer Burgenbrevier: Aufbaustudien. 6. Auflage. Pfälzische Verlagsanstalt, Ludwigshafen 1985, ISBN 3-9801043-0-3, S. ?.
Walter Herrmann: Auf rotem Fels – Ein Führer zu den schönsten Burgen der Pfalz und des elsässischen Wasgau. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 2004, ISBN 3-7650-8286-4, S. 48–49.
Jürgen Keddigkeit, Alexander Thon, Karl Scheurer, Rolf Übel: Pfälzisches Burgenlexikon, Band 1: A-E. 2. Auflage, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde Kaiserslautern, Kaiserslautern 2003, ISBN 3-927754-51-X, S. 473–483. Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. Weidlich, Frankfurt/Main 1976, ISBN 3-8035-8356-X, S. ?. Alexander Thon (Hrsg.): Wie Schwalbennester an den Felsen geklebt. Burgen in der Nordpfalz. Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1674-4, S. 40–43. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Bad Dürkheim (PDF; 5,1 MB). Mainz 2023.
Weblinks
Rekonstruktionszeichnung von Wolfgang Braun
Einzelnachweise
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