mini|Gisela Werbezirk (1951) Gisela Werbezirk, auch Gisela Werbisek oder Giselle Werbisek (* 8. April 1875 in Pressburg, Österreich-Ungarn, heute Bratislava, Slowakei; † 10. April 1956 in Hollywood, Kalifornien, Vereinigte Staaten), war eine österreichische Theater-, Stumm- und Tonfilmschauspielerin.

Leben und Leistungen Sie begann ihre Karriere an einem Theater in Pressburg. Daraufhin folgten Anstellungen an Wiener Bühnen. Ab 1918 spielte sie auch in österreichischen Stummfilmen, wie etwa Die Stadt ohne Juden (1924), mit und trat auch auf Unterhaltungsbühnen und im Kabarett Simpl auf.

1938 musste sie in die Vereinigten Staaten emigrieren, und konnte dort nur noch in kleinen Rollen an Theaterbühnen in New York schauspielern. Dort nannte sie sich auch in Giselle Werbisek um. Es folgten Engagements für Film und Fernsehen, und sie spielte in Hollywood unter anderem in Die Braut des Gorilla (1951) mit.

Aus einem Nachruf

Filmografie (Auswahl) 1912: Liebesabenteuer am Attersee 1916: Sami, der Seefahrer 1917: Der Viererzug 1918: Jobbra én, balra te 1918: Das Kind meines Nächsten 1920: Kri-Kri, die Herzogin von Tarabac 1921: Exzellenz Unterrock 1924: Die Stadt ohne Juden 1927: Ein schwerer Fall 1930: Das Kabinett des Dr. Larifari 1932: Wenn die Liebe Mode macht 1939: Der Glöckner von Notre Dame (The Hunchback of Notre Dame) 1940: Paul Ehrlich – Ein Leben für die Forschung (Dr. Ehrlich’s Magic Bullet) 1940: Girls Under 21 1941: So Ends Our Night 1941: Ehekomödie (That Uncertain Feeling) 1943: Gefährliche Flitterwochen (Above Suspicion) 1944: Zeuge gesucht (Phantom Lady) 1944: The Hairy Ape 1944: Das siebte Kreuz (The Seventh Cross) 1945: Der Wundermann (Wonder Man) 1945: Das verlorene Wochenende (The Lost Weekend) 1946: Ein eleganter Gauner (A Scandal in Paris) 1946: Feind im Dunkel (The Dark Corner) 1947: Goldene Ohrringe (Golden Earrings) 1949: Der Spieler (The Great Sinner) 1951: Die Braut des Gorilla (Bride of the Gorilla) 1953: General Electric Theater (Fernsehserie, eine Folge)

Audio Hermann Leopoldi (Komponist, Interpret) et al.: Populäre jüdische Künstler. Musik & Entertainment 1903–1936. Wien. 1 CD, 1 Beilage (27 Seiten). Trikont, München 2001, OBV.

Literatur Birgit Peter: Komische Strategien – Weiblicher Witz. Die Schauspielerin Gisela Werbezirk: weiblicher/jüdischer/österreichischer Witz. In: Monika Bernold u. a. (Hrsg.): Screenwise. Film, Fernsehen, Feminismus. Dokumentation der Tagung „Screenwise. Standorte und Szenarien zeitgenössischer feministischer Film- und TV-Wissenschaften“, 15.–17. Mai 2003 in Wien. Schüren, Marburg 2004, ISBN 3-89472-387-4, S. 125–130. – Inhaltsverzeichnis online (PDF; 275 KB). Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 336. Kay Weniger: ‚Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …‘. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 533 f.

Weblinks

Gisela Werbezirk im Online-Archiv der Österreichischen Mediathek

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Person (Transleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Frau