Mit dem § 1 des Gesetzes gegen die Neubildung von Parteien vom 14. Juli 1933 wurde die NSDAP zur einzigen im Deutschen Reich bestehenden Partei erklärt. Demzufolge bestand in dem am 10. April 1938 „gewählten“ Reichstag nur die Fraktion der NSDAP. Mit der Ergänzungswahl vom 4. Dezember 1938 traten auch Abgeordnete aus dem Sudetenland ein. Mitglieder des Reichstages, die nicht der NSDAP angehörten, wurden als Gäste der NSDAP-Fraktion geführt.

Insgesamt wurden laut offiziellem Wahlergebnis fast 49 Millionen Stimmen abgegeben (Wahlbeteiligung 99,6 %), davon 99,1 % für die Listen der NSDAP. Der Reichstag hatte damit 814 Mitglieder. Nach dem Eintritt der 41 Abgeordneten aus dem Sudetenland infolge der Ergänzungswahl vom 4. Dezember 1938 und der Aufnahme von Abgeordneten aus weiteren neu zum Reich gekommenen Gebieten, stieg die Zahl der Mitglieder auf 876.Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 771–772.

Der Reichstag trat nur zu acht Sitzungen zusammen, die letzte Sitzung fand am 26. April 1942 statt.

Präsidium Präsident des Reichstages: Hermann Göring Erster Stellvertreter: Hanns Kerrl Zweiter Stellvertreter: Hermann Esser Dritter Stellvertreter: Emil von Stauß

Das Präsidium wurde auf der ersten Sitzung am 30. Januar 1939 en bloc gewählt.

Mitglieder

A Josef Ackermann (1905–1997), Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier), eingetreten am 9. Dezember 1941 für Abg. Dern Georg Ahlemann (1870–1945), Wahlkreis 34 (Hamburg) Karl Ahorner (1889–1949), Land Österreich Erich Akt (1898–unbekannt), Wahlkreis 3 (Berlin Ost) Herbert Albrecht (1900–1945), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) Walter Aldinger (1904–1945), Wahlkreis 20 (Köln-Aachen) Eduard Altenburg (1894–1943), Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau), verstorben am 29. Dezember 1943 Werner Altendorf (1906–1945), Wahlkreis 35 (Mecklenburg), verstorben am 3. Mai 1945 Georg Altner (1901–1945), Wahlkreis 31 (Württemberg), verstorben am 12. April 1945 Ludolf von Alvensleben (1901–1970), Wahlkreis 31 (Württemberg) Max Amann (1891–1957), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben) Fritz Amreich (1895–1945), Sudetenland, eingetreten am 13. Mai 1943 für Abg. Schicketanz (Reichenberg) Otto Andres (1902–1975), Danzig-Westpreußen, eingetreten am 7. Juli 1940, Mandat erloschen am 26. Juli 1943 Johann Appler (1892–1978), Wahlkreis 26 (Franken) Günther Arndt (1894–1975), Wahlkreis 7 (Breslau) Alfred Arnold (1888–1960), Wahlkreis 31 (Württemberg) Artur Axmann (1913–1996), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), eingetreten am 6. Oktober 1941 für Abg. Usadel Georg Ay (1900–1997), Wahlkreis 10 (Magdeburg)

B Heinrich Bachmann (1903–1945), Wahlkreis 11 (Merseburg) Erich von dem Bach-Zelewski (1899–1972), Wahlkreis 7 (Breslau) Heinrich Bär (1905–1977), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) Philipp Baetzner (1897–1961), Wahlkreis 31 (Württemberg) Victor Band (1897–1973), Land Österreich Paul Bang (1879–1945), Reichswahlvorschlag, Gast der NSDAP-Fraktion Emil Bannemann (1902–1957), Wahlkreis 13 (Schleswig-Holstein), eingetreten am 9. Dezember 1939 für Abg. Meyer-Quade Carl Freiherr von Bardolff (1865–1953), Land Österreich Kurt von Barisiani (1895–1970), Land Österreich Franz Barth (1886–1951), Wahlkreis 12 (Thüringen) Herbert Barthel (1895–1945), Wahlkreis 17 (Westfalen Nord) Josef Barwig (1909–1942), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938, gefallen am 26. Mai 1942 Viktor Bauer (1885–1977), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd), eingetreten am 18. April 1944 für Abg. Damson Franz Bauer (Dortmund) (1894–1966), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd) Robert Bauer (Dresden) (1898–1965), Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau) Josef Bauer (München) (1881–1958), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben) Hans Baumann (1875–1951), Wahlkreis 24 (Oberbayern-Schwaben) Helmut Baumert (1909–1980), Wahlkreis 31 (Württemberg) Willy Becker (Frankfurt) (1890–1945), Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau) Hellmuth Becker (Hamburg) (1902–1962), Wahlkreis 34 (Hamburg) Adolf Beckerle (1902–1976), Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau) Hans Beeck (1896–1983), Wahlkreis 13 (Schleswig-Holstein) Hermann Behrends (1907–1948), Land Österreich, eingetreten am 13. März 1939 für Abg. Klausner Erich Behrendt (1904–1941), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), gefallen am 27. Dezember 1941 Peter Bell (1889–1939), Wahlkreis 25 (Niederbayern), verstorben am 22. September 1939 Heinrich Bennecke (1902–1972), Wahlkreis 6 (Pommern) Joseph Berchtold (1897–1962), Wahlkreis 32 (Baden) Gottfried Bergener, siehe Gottfried Krczal Gottlob Berger (1896–1975), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost), eingetreten am 5. August 1943 für Abg. Pohl Theo Berkelmann (1894–1943), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen), verstorben am 27. Dezember 1943 Peter Berns (1907–1941), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost), gefallen am 3. Juli 1941 Gustav Bertram (1883–1963), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd), eingetreten am 12. März 1942 für Abg. Wagner (Bochum) Wilhelm Bertuleit (1900–1941), am 25. April 1939 als Abgeordneter des Memellandes berufen, gefallen am 22. Juli 1941 Hermann Bethke (1900–1940), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), eingetreten am 15. Oktober 1938 für Abg. von Walthausen, verstorben am 14. Januar 1940 Wilhelm Beyer (1885–1945), Wahlkreis 23 (Düsseldorf West), verstorben am 11. April 1945 Georg Biederer (1900–1967), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben) Bruno Biedermann (1904–1953), Wahlkreis 12 (Thüringen), eingetreten am 4. Juli 1940 für Abg. Haselwander Franz Bielefeld (1907–1989), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd), eingetreten am 3. November 1941 für Abg. Knickmann Paul Binus (1901–1981), Wahlkreis 9 (Oppeln) Franz Binz (1896–1965), Wahlkreis 20 (Köln-Aachen) Hubert Birke (1892–1950), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 Gottfried Graf von Bismarck-Schönhausen (1901–1949), Wahlkreis 6 (Pommern), Mandat am 29. August 1944 erloschen Wilhelm Bisse (1881–1946), Wahlkreis 31 (Württemberg) Hanns Blaschke (1896–1971), Land Österreich Willi Bloedorn (1887–1946), Wahlkreis 6 (Pommern) Kurt Blome (1894–1969), Wahlkreis 3 (Berlin Ost), eingetreten am 22. April 1939 für Abg. Wagner (München) Johannes Eberhard Bochmann (1899–1977), Wahlkreis 30 (Chemnitz-Zwickau), eingetreten am 10. November 1939 für Abg. Pillmayer Franz Bock (1905–1974), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost) Arthur Böckenhauer (1899–1953), Wahlkreis 16 (Südhannover–Braunschweig (Land)) Willi Boeckmann (1910–1943), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), gefallen am 28. Juli 1943 Helmut Böhme (1902–1945), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) Wilhelm Börger (1896–1962), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost) Erich Börger (Düsseldorf) (1899–1975), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost), eingetreten am 25. August 1941 für Abg. Berns Peter Börnsen (1896–1986), Wahlkreis 13 (Schleswig-Holstein) Wilhelm Bösing (1902–1949), Wahlkreis 27 (Rheinpfalz–Saarland) Erich Boetel (1904–1940), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), verstorben am 22. Mai 1940 Ernst Wilhelm Bohle (1903–1960), Wahlkreis 31 (Württemberg) Heinrich Bohnens (1891–1952), Wahlkreis 14 (Weser-Ems) Andreas Bolek (1894–1945), Wahlkreis 33 (Hessen) Karl Bombach (1891–1945), Wahlkreis 2 (Berlin West) Walter Borlinghaus (1906–1945), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd), eingetreten am 18. Februar 1944 für Abg. Riemenschneider, verstorben am 14. April 1945 Albert Bormann (Berlin) (1902–1989), Wahlkreis 2 (Berlin West) Martin Bormann (München) (1900–1945), Wahlkreis 5 (Frankfurt, Oder), verstorben am 2. Mai 1945 Otto Born (1892–1945), Wahlkreis 2 (Berlin West) Felix Bornemann (1894–1990), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 Friedrich Boschmann (1903–?), Wahlkreis 34 (Hamburg) Philipp Bouhler (1899–1945), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd) Fritz Bracht (1899–1945) Wahlkreis 7 (Breslau) Willi Brandner (1909–1944), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938, gefallen am 29. Dezember 1944 Otto Braß (1887–1945), Wahlkreis 2 (Berlin West) Rudolf Braun (1889–1975), Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau) Edmund Brauner (1899–1960), Land Österreich, eingetreten am 19. März 1943 für Abg. Honisch Reinhard Bredow (1872–1945), Wahlkreis 5 (Frankfurt, Oder) Emil Breitenstein (1899–1971), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben), eingetreten am 10. Dezember 1942 für Abg. Wenzl (München) Karl Breitenthaler (1879–1950), Land Österreich Helmut Breymann (1911–1944), Land Österreich, gefallen am 27. Juli 1944 Ralf Brockhausen (1898–1945), Wahlkreis 2 (Berlin West), gefallen am 26. April 1945 Hugo Bruckmann (1863–1941), Wahlkreis 32 (Baden), verstorben am 3. September 1941 Wilhelm Brückner (Berlin) (1884–1954), Wahlkreis 3 (Berlin Ost) Karl Brückner (Glogau) (1904–1945), Wahlkreis 8 (Liegnitz), gefallen am 3. April 1945 Paul Brusch (* 1884), Wahlkreis 15 (Osthannover) Karl Bubenzer (1900–1975), Wahlkreis 23 (Düsseldorf West), eingetreten am 25. April 1939 für Abg. Unger Walter Buch (1883–1949), Wahlkreis 29 (Leipzig) Franz Buchner (1898–1967), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben), Mandat am 20. August 1944 niedergelegt Kurt Budäus (1908–1963), Wahlkreis 35 (Mecklenburg), eingetreten am 14. Dezember 1943 für Abg. von Stauß Richard Büchner (1897–1941), Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau), verstorben am 13. Januar 1941 Josef Bürckel (1895–1944), Wahlkreis 27 (Rheinpfalz–Saarland), verstorben am 28. September 1944 Friedrich Bürger (1899–1972), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 Hanns Bunge (1898–1966), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben) Walter Burghardt (Dresden) (1885–1938), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen), verstorben am 17. August 1938 Hans Burkhardt (Fulda) (1891–1948), Wahlkreis 19 (Hessen-Nassau) Wilhelm Busch (1892–1968), Wahlkreis 12 (Thüringen) Wilhelm Buße (1878–1965), Reichswahlvorschlag, eingetreten am 27. November 1941 für Abg. Heß Rudolf Buttmann (1885–1947), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben)

C Karl Camphausen (1896–1962), Wahlkreis 23 (Düsseldorf West) Otto Christandl (1909–1946), Land Österreich Oluf Christensen (1904–1957), WK 5 (Frankfurt, Oder), eingetreten am 29. November 1941 für Abg. Manthey Edmund Christoph (1901–1961), Land Österreich Heinrich Claß (1868–1953), Reichswahlvorschlag, Gast der NSDAP-Fraktion Robert Claussen (1909–1941), Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier), gefallen am 3. August 1941 Carl Eduard Herzog von Coburg (1884–1954), Reichswahlvorschlag Leonardo Conti (1900–1945), Land Österreich, eingetreten am 27. August 1941 für Abg. Leopold Walther von Corswant (1886–1942), Wahlkreis 6 (Pommern), verstorben am 12. Dezember 1942 Carl Croneiß (1891–1973), Reichswahlvorschlag Bruno Czarnowski (1902–1988), Wahlkreis 11 (Merseburg)

D Otto Dahlem (1891–1980), Wahlkreis 23 (Düsseldorf West) Paul Dahm (1904–1974), Wahlkreis 22 (Düsseldorf Ost), eingetreten am 1. August 1940 für Abg. Weitzel Werner Daitz (1884–1945), Wahlkreis 20 (Köln-Aachen), verstorben am 5. Mai 1945 Kurt Daluege (1897–1946), Wahlkreis 3 (Berlin Ost) Wilhelm Dame (1895–1966), Wahlkreis 1 (Ostpreußen), eingetreten am 31. März 1942 für Abg. Behrendt Leopold Damian (1895–1971), Wahlkreis 32 (Baden), eingetreten am 28. April 1942 für Abg. Ziegler Willy Damson (1894–1944), Wahlkreis 18 (Westfalen Süd), Mandat am 22. März 1944 erloschen Paul Dargel (* 1903), Wahlkreis 1 (Ostpreußen) Walther Darré (1895–1953), Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) Hans Dauser (1877–1969), Wahlkreis 24 (Oberbayern–Schwaben) Herbert David (1900–1985), Reichswahlvorschlag für die sudetendeutschen Gebiete, eingetreten nach der Ergänzungswahl am 4. Dezember 1938 Georg Dechant (1893–1978), Wahlkreis 26 (Franken), eingetreten am 26. Februar 1944 für Abg. von Obernitz