San Giacomo Filippo ist eine Gemeinde am Liro im Valle San Giacomo in der Provinz Sondrio in der Lombardei, Italien.

Lage und Einwohner San Giacomo Filippo liegt 65 Kilometer nordwestlich von der Provinzhauptstadt Sondrio und rund 4 Kilometer nordwestlich von Chiavenna an der Grenze zum Schweizer Kanton Graubünden. Zur Gemeinde zählen die Fraktionen Cimaganda, Gallivaggio, Lirone, Olmo, San Bernardo, Sommarovina und Vho. Die 62 km² große Gemeinde hat Einwohner (Stand ). Das Gebiet der Gemeinde erstreckt sich im Westen hinauf bis zum Pizzo Tambo () auf dem Alpenhauptkamm, der hier auch die Grenze zur Schweiz markiert.

Die Nachbargemeinden sind Campodolcino, Chiavenna, Gordona, Mese, Mesocco (CH-GR), Piuro und Soazza (CH-GR).

Bevölkerungsentwicklung Seit der Volkszählung von 1921 hat die Bevölkerung in den folgenden 100 Jahren um mehr als 75 % abgenommen. Dieser Abwärtstrend dauert bis in die heutige Zeit an.

Verkehrsanbindung Von der Schweiz ist San Giacomo Filippo über den 27 Kilometer entfernten Splügenpass erreichbar. Die Staatsstraße 36 führt weiter bis Mailand. Bei Piantedo verläuft die Straße als Staatsstraße 38 weiter bis Bozen. In Chiavenna führt die Staatsstraße 37 zum Malojapass. links|mini|270px|Wallfahrtskirche vom Gallivaggio mini|270px|Kirche von San Giacomo, 12. Jh.

Sehenswürdigkeiten Wallfahrtskirche Madonna della Misericordia di GallivaggioAdriano Caprioli, Antonio Rimoldi, Luciano Vaccaro: Diocesi di Como. Editrice La Scuola, Brescia 1986, S. 199, 207, 211, 235, 236.. Das Heiligtum von Gallivaggio wurde zum Gedenken an die Erscheinung der Jungfrau Maria errichtet, in der die Jungfrau Maria am 10. Oktober 1492 zwei Mädchen erschien, während sie Kastanien sammelten. Nach dem Felssturz von 29. Mai 2018 werden die wichtigsten Kunstwerke des Heiligtums an einen sicheren Ort gebracht, wo das Ende der Arbeiten erwartet wird. Im Innenraum sind Fresken (1605) von Domenico Caresana aus Cureglia, ein Gemälde Crocifisso e Santi von Cesare Ligari (1739), ein Gemälde Madonna incoronata dalla Santissima Trinità von Paolo Camillo Landriani (1606) und eine kleine vergoldete Statuengruppe Madonna mit Kind und zwei Mädchen auf den Hochaltar. Pfarrkirche Santi Giacomo e Filippo mit zwei wunderschönen, vergoldeten und bemalten, geschnitzten Holzgemälden (18. Jahrhundert) und Fresken von Giovan Battista Macolino (1644) und Antonio Caracciolo (1700). Wallfahrtskirche von San Guglielmo di Orenga (oder Orezia) (1613), ein Einsiedler, der im XIII. Jahrhundert lebte und 1290 starb, am rechten Ufer des Giessbaches Liro im Ortsteil Olmo gelegen. Sie bewahrt Fresken Storuie di San Guglielmo von Giovan Battista Macolino und Antonio Caracciolo. Schöne panoramische Fraktion San Bernardo ai Monti.

Literatur Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 411. Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, San Giacomo Filippo Online San Giacomo Filippo auf tuttitalia.it/lombardia

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Einzelnachweise

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