Die Grosse Entlen (auch Grosse EntleGrosse Entle gem. swisstopo.ch) ist ein fast 18 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Kleinen Emme im Kanton Luzern. Nach der Einmündung der Kleinen Entlen wird sie nur noch Entlen genannt. Sie ist der Namensgeber des Entlebuchs.

Name Der Name ist vermutlich keltischen Ursprungs. Es handelt sich wohl um eine l-Ableitung der keltischen Wurzel *and- für 'hervorkommen, hervorsprudeln'.

Geographie Verlauf Die Grosse Entlen entspringt an der Wasserfallenegg an der Nordflanke des Fürsteins auf einer Höhe von direkt an der Grenze zum Kanton Obwalden.

Auf einer Höhe von mündet von rechts der Entlebucher Rotbach in die Grosse Entlen. Hier befindet sich das national geschützte Amphibienlaichgebiet Gürmschmoos. Südlich des Weilers Brüedere, Entlebuch, mündet mit dem RischbachAlfred Helfenstein: Das Namengut des Pilatusgebietes. Keller, Luzern 1982, ISBN 3-85766-004-X, S. 52. der Älleggbach in die Entlen. Nur wenige Meter später mündet von rechts der Eibach. Auf mündet von links die Kleine Entlen in die Grosse Entlen. An ihrem ganzen Bachlauf bildet die Grosse Entlen die Grenze von Hasle und Entlebuch. Ein weiterer Zufluss ist der Gretebach. Die Zone zwischen der Mündung des Älleggbachs bis zum Äntleport ist als Entlental im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung verzeichnet und steht unter Naturschutz.

Sie mündet schliesslich aus dem Süden kommend am Nordwestrand von Entlebuch auf einer Höhe von in einem spitzen Winkel von rechts in die aus dem Südsüdwesten heranziehende Kleine Emme.

Der etwa 17,67 km lange Lauf der Grossen Entlen endet ungefähr 1042 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von circa 59 ‰.

Einzugsgebiet Das 65,75 km² grosse Einzugsgebiet der Grossen Entlen liegt in den Emmentaler Alpen und wird durch sie über die Kleine Emme, die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 43,7 % aus bestockter Fläche, zu 45,8 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 2,2 % aus Siedlungsfläche und zu 8,4 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt

Zuflüsse Von der Quelle zur Mündung. Namen nach dem Geoportal des Kantons Luzern

Grosse Entlen Wasserfallebach (links) Grosse Entle (rechts) Lanzigebach (links) Rotbach (rechts) Älleggbach (rechts) Eibach (rechts) Ruchbach (links) Gfellenbach (rechts) Gfellenschiltbach (rechts) Lipperebach (rechts) Kleine Entle (links) Entlen Stöckligraben (rechts) Nachzelbach (links) Gretenebach (links) Burggraben (rechts) Schlichbach (links) Grabelochbach (rechts)

Hydrologie Bei der Mündung der Grossen Entlen in die Kleine Emme beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,60 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist nival de transition Abrufbar unter , und ihre AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 19.

Brücken Auf ihrem Weg führen etwa zwölf Brücken und Stege über die Grosse Entlen.

Zwei denkmalgeschützte gedeckte Holzbrücken überqueren den Fluss: die Farbschachenbrücke (erstellt 1856) und die Zwischenwassernbrücke (erstellt 1888).

Kurz vor der Mündung in die Kleine Emme überqueren die Strassenbrücke der Hauptstrasse 10 sowie die SBB-Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Bern–Luzern den Fluss.

Weblinks

Verlauf der Grossen Entlen auf dem Geoportal des Kantons Luzern

Einzelnachweise

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