Sucé-sur-Erdre () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire.

Geografie Sucé-sur-Erdre liegt etwa 15 Kilometer nördlich von Nantes am Ufer der Erdre. An der südwestlichen Gemeindegrenze verläuft ihr Zufluss Boire de Nay. Die Gemeinde verfügt über einen Hafen der Erdre, der sich wenige Kilometer nördlich zum Lac de Mazerolles erweitert, an dessen Westufer das 11,3 km² große Moor von Mazerolles beginnt.

Geschichte Der erstmals im 10. Jahrhundert erwähnte Name der Gemeinde kommt vom lateinischen Sulcus, zu deutsch Ackerfurche, und vom keltischen Erdam, was kleiner Fluss bedeutet.

Sucé war im 16. und 17. Jahrhundert eine Hochburg calvinistischer Prediger. Unter Karl IX., während des ersten Hugenottenkrieges, zogen sich Hugenotten, denen in Nantes die Ausübung ihrer Religion verboten wurde, nach Sucé zurück und errichteten dort einen befestigten Versammlungsort, von dem heute nur noch der Tour Gaillard besteht. Der Bischof von Nantes ordnete 1677 dessen Zerstörung an.

Seit Anfang der 1970er Jahre kann Sucé-sur-Erdre ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum verzeichnen. 1973 benannte sich die Gemeinde in Sucé-sur-Erdre um.

Bevölkerungsentwicklungcartesfrance.fr – Historique de la population de Sucé-sur-Erdre de 1968 à 2007, abgerufen am 20. Mai 2019 Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017 Einwohner 1696 2346 4135 4806 5868 6141 7023

Sehenswürdigkeiten mini|Schloss Launay Das Château de Launay mit sehenswerter Fassade und Dach ist als Inscrit Monument Historique klassifiziert.

Gemeindepartnerschaften Sucé-sur-Erdre pflegt eine Partnerschaft mit Bliesransbach im Saarland.

Verkehr Der Ort hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Nantes–Châteaubriant.

Literatur Le Patrimoine des Communes de la Loire-Atlantique. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-040-X, S. 248–253.

Einzelnachweise

Weblinks

Kategorie:Ort in Pays de la Loire