Robert Malcolm „Bob“ Sapp (* 22. September 1973 in Colorado Springs, Colorado) ist ein US-amerikanischer Kickboxer, Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, Wrestler, Schauspieler und ehemaliger American-Football-Spieler.

Karriere American Football mini|Bob Sapp 2011 in Karlsruhe WKA WM Sapp begann seine sportliche Laufbahn als Footballspieler an der University of Washington. Dort spielte er in der Offensive Line und gewann den Morris Award. 1997 wurde Bob Sapp von den Chicago Bears als 69. Spieler in der dritten Runde der NFL Draft ausgewählt. Er erhielt einen Vier-Jahres-Vertrag, verließ die National Football League (NFL) jedoch nach einem positiven Test auf Steroide nach nur einem Jahr. Danach wandte Sapp sich dem Kampfsport zu.

Kampfsport Seinen ersten Kampf bestritt er im Rahmen einer von FX Network veranstalteten Fernsehsendung. Dort konnte er in einem Boxkampf William Perry besiegen.

2001 startete Bob Sapp wenig erfolgreich seine Wrestlingkarriere. Er unterschrieb bei World Championship Wrestling einen Aufbauvertrag, wurde aber nie eingesetzt. Nach dieser Enttäuschung wechselte er zum japanischen MMA-Veranstalter Pride. Dort bekam er nach einigen Siegen am 28. August 2002 die Chance den Weltmeistertitel zu erringen. Sapp musste sich aber dem damaligen Champion Antônio Rodrigo Nogueira nach 4:03 Minuten in der zweiten Runde nach einem Aufgabegriff (Armbar) geschlagen geben.

Seinen ersten K-1-Kampf bestritt er am 2. Juni 2002 gegen Tsuyoshi Nakasako, den er durch Disqualifikation in Runde 1 verlor. Seine drei folgenden Kämpfe konnte er gewinnen, u. a. schlug er in actionreichen Kämpfen zweimal den K-1-erfahrenen Kickboxer Ernesto Hoost vorzeitig. Anfang 2003 verlor er aber gegen Mirko Filipović durch K. o.

Im August 2003 forderte er den ehemaligen Boxweltmeister im Schwergewicht Mike Tyson zu einem Duell heraus, das jedoch nicht zustande kam.

Im Dezember 2003 gelang ihm ein K. o.-Sieg gegen den früheren Sumo-Ringer Akebono. Die beiden Kontrahenten brachten ein Gesamtgewicht von fast 400 kg in den Ring.

Am 21. September 2003 bestritt er seinen ersten K-1-Kampf nach MMA-Regeln, die seiner Körperkraft und seinem Kampfstil entgegenkommen, und besiegte Stefan Gamlin. 2004 bekam er aber auch in diesem Rahmen von Kazuyuki Fujita seine Grenzen aufgezeigt, welcher ihm technisch überlegen war und schließlich zur Aufgabe zwang.

Er unterschrieb zwischenzeitlich einen Vertrag bei New Japan Pro-Wrestling und holte sich Anfang 2005 den IWGP World Heavyweight Championtitel. Durch den Gewinn des K-1 Japan GP 2005 qualifizierte er sich für den 2005 K-1 World GP, musste sich jedoch in der Eliminations-Runde Choi Hong-man geschlagen geben. Zuvor hatte er im Juli 2005 den mehrfachen Weltmeister im Armdrücken Alan Karajew k.o. geschlagen.

Am 13. März 2006 sollte Bob Sapp Gegner des viermaligen K-1 Champions Ernesto Hoost in seinem letzten Kampf sein. Sapp, der vorher zweimal Hoost besiegen konnte, erschien zur Pressekonferenz, aber (laut Aussage von Sapp und K-1) nach gescheiterten Vertragsverhandlungen nicht zum Kampf. Dieses Verhalten von ihm hatte zur Folge, dass die K-1-Verantwortlichen den Kampf mit Sapp absagten und Hoost langjährigen Rivalen Peter Aerts als Ersatzgegner holten. Sapp wurde daraufhin aus seinem Vertrag entlassen.

Nach eineinhalbjähriger Abstinenz kehrte er am 23. Juni 2007 gegen Peter Aerts in den K1-Ring zurück, verlor aber nach einem Kniestoß an das Sonnengeflecht (Plexus solaris) bereits nach 24 Sekunden durch K. o.

Am 26. August 2011 verlor Bob Sapp im Kampf um die Thaibox-Weltmeisterschaft (WKA) in der Karlsruher Europahalle gegen Florian „Faust“ Pavic aus Deutschland durch Aufgabe in der 3. Runde.

Erfolge Sieger des K-1 Grand Prix Turniers 2005 in Hiroshima 1 × IWGP Heavyweight Championship

Schauspielkarriere Sapp ist in Japan ein Superstar. Er war in 23 Werbespots zu sehen und vermarktet mehr als 200 Produkte unter seinem Namen. Er ist Autor von vier Büchern und nahm eine CD mit dem Namen It’s Sapp Time auf.

Filmografie Bob Sapp spielte in folgenden Filmproduktionen mit: Jahr Film Rolle 2003 Bob Sapp: Sapp Time The Movie! sich selbst 2003 Taiho Shichauzo Bob Hage 2004 Izo 2005 Elektra Stone 2005 Devilman World Newscaster 2005 Spiel ohne Regeln Switowski 2007 Big Stan Big Raymond 2009 Frankenhood Frankie 2009 Blood and Bone Hammerman 2011 Blood Out Uncredited 2011 Conan (2011) Ukafa 2012 JourneyQuest (Serie) Karn, der Barbaren König 2013 Miss Pilot (Serie) Roy

Weblinks

Kämpferprofil auf K-1sport.de

Einzelnachweise

Kategorie:Dopingfall im American Football Kategorie:Doping (Vereinigte Staaten) Kategorie:American-Football-Spieler (Washington Huskies) Kategorie:American-Football-Spieler (Minnesota Vikings) Kategorie:Wrestler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Mixed-Martial-Arts-Kämpfer (Vereinigte Staaten) Kategorie:IWGP Heavyweight Champion Kategorie:K-1-Kämpfer Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann