mini|hochkant=1.7|Lithographie Davenport Iowa, ca. 1860 Davenport ist die drittgrößte Stadt im Bundesstaat Iowa der Vereinigten Staaten (USA). Das U.S. Census Bureau hat bei der Volkszählung 2020 eine Einwohnerzahl von 101.724 ermittelt. Die Stadt ist Teil der so genannten Quad Cities von Iowa und Illinois. Bekannte Einrichtungen sind das Palmer College of Chiropractic und die Saint Ambrose University. Davenport ist Hauptort des Scott County.
Davenport macht regelmäßig Schlagzeilen, weil es die einzige Stadt am Mississippi River ist, die nicht über eine Flutsicherung oder über Deiche verfügt. Man bevorzugt den offenen Zugang zum Fluss, dafür muss jedes neu gebaute Gebäude oberhalb des 100-Jahres-Höchstwasserstandes liegen oder durch Flutmauern gesichert werden. Beispiele für flutsichere oder flutgesicherte Gebäude sind das John O’Donnell Stadium und das Figge Art Museum.
Einige recht bekannte Festivals finden hier statt, darunter das Mississippi Valley Blues Festival, die Mississippi Valley Fair und das Bix Beiderbecke Memorial Jazz Festival, das dem aus Davenport stammenden Bix Beiderbecke gewidmet ist.
Verkehrsanbindung Davenport liegt an den Autobahnen I-80, I-280 und I-74.
Der Davenport Municipal Airport kann nur von kleinen Maschinen angeflogen werden, der nächste kommerzielle Flugplatz ist der Quad Cities International Airport auf dem anderen Mississippi-Ufer in Moline (Illinois).
Davenport ist über die 1,17 km lange Rock Island Centennial Bridge mit Rock Island, Illinois verbunden.
Demografie Die Bevölkerung von Davenport hat sich gemäß den Ergebnissen der alle 10 Jahre stattfindenden Volkszählungen des United States Census Bureau wie folgt entwickelt:
Jahr Einwohnerzahl 1850 1.848 1860 11.267 1870 20.038 1880 21.831 1890 26.972 1900 35.254 1910 43.028 1920 56.727 1930 60.751 1940 66.039 1950 74.549 1960 88.981 1970 98.469 1980 103.264 1990 95.333 2000 98.359 2010 99.6852020101.724 Als Ergebnis der Volkszählung im Jahr 2000 wurde eine Bevölkerung von 98.359 Personen in 39.124 Haushalten und 24.804 für Davenport ermittelt. Dies ergibt eine Bevölkerungsdichte von 605 pro km2. Es wurden 41.350 Wohneinheiten gezählt. Die Bevölkerung setzte sich 2000 aus 83,68 % Weißen, 9,24 % Afroamerikanern, 0,37 % amerikanischen Indianern, 2,00 % Asiaten und 0,02 % aus der pazifischen Inselwelt zusammen; 2,32 % gaben andere ethnischen Zugehörigkeit an, 2,36 % gaben mehrfache ethnische Zugehörigkeit an. 5,36 % der Bevölkerung war spanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
Unter den 39.124 gezählten Haushalten hatten 31,8 % Kinder unter 18 Jahren; 46,0 % waren verheiratete zusammenlebende Paare. 29,5 % der Haushalte waren Single-Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße waren 2,44 Personen, die durchschnittliche Familiengröße betrug 3,03 Personen.
Nach Altersaufteilung bestand die Bevölkerung aus 26,2 % unter 18 Jahren, 10,7 % von 18 bis 24 Jahren, 30,1 % von 25 bis 44 Jahren, 20,9 % von 45 bis 64 Jahren und 12,1 % im Alter von 65 Jahren und darüber. Der Altersmedian betrug 34 Jahre.
Der Median des Haushaltseinkommens betrug 40.378 US-$. Das Prokopfeinkommen lag bei 18.828 US-$. Etwa 10,5 % der Familien und 14,1 % der Bevölkerung lebte unter der Armutsgrenze., Ergebnisse des United States Census 2000 bei factfinder.census.gov (englisch)
Sehenswürdigkeiten mini|Herz-Jesu-Kathedrale, Portalfassade German American Heritage Center, Museum im Germania House erbaut 1870 Kathedrale Herz Jesu erbaut 1891
Städtepartnerschaften Davenport hat Städtepartnerschaften mit Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz (1960), mit Ilhéus im brasilianischen Bundesstaat Bahia (2005), mit Carlow in Irland (2006) und mit Brandenburg an der Havel in Brandenburg (2013) geschlossen.
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Stadt
Henry Carter Adams (1851–1921), Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler Ida Henrietta Hyde (1857–1945), Physiologin und Hochschullehrerin Paul Shorey (1857–1934), Klassischer Philologe James Joseph Hartley (1858–1944), römisch-katholischer Geistlicher, Bischof von Columbus Joseph R. Lane (1858–1931), Politiker Samuel Franklin Cody (1867–1913), Wildwest-Show-Darsteller und Flugpionier Henry Vollmer (1867–1930), Politiker Josephine Elizabeth Tilden (1869–1957), Botanikerin, Illustratorin und Hochschullehrerin Susan Glaspell (1876–1948), Autorin Joe R. Hanley (1876–1961), Rechtsanwalt und Politiker Carl J. Wiggers (1883–1963), Physiologe Worth Mitten (1884–1940), Radrennfahrer und Fahrradbauer Eugene Burton Ely (1886–1911), Luftfahrt-Pionier Alice Braunlich (1888–1989), Klassische Philologin Florizel von Reuter (1890–1985), Violinvirtuose und Komponist Remington Kellogg (1892–1969), Mammaloge Paul Streeper Helmick (1893–1990), Physiker Waddy Kuehl (1893–1967), American-Football-Spieler Nat Pendleton (1895–1967), Ringer und Schauspieler Eloise Blaine Cram (1896–1957), Zoologin und Parasitologin Gilbert Dalldorf (1900–1979), Virologe und Pathologe Bix Beiderbecke (1903–1931), Jazz-Musiker Elmer Layden (1903–1973), American-Football-Spieler, Sportfunktionär Alma Macrorie (1904–1970), Filmeditorin Paul Ziffren (1913–1991), Anwalt und Politiker Bob Karstens (1915–2004), Basketballspieler der Harlem Globetrotters Patricia Barry (1922–2016), Schauspielerin James Philbrook (1924–1982), Schauspieler William D. Middleton (1928–2011), Eisenbahn-Autor, -Fotograf und -Historiker Russel W. Meyer Jr. (* 1932), Anwalt, Kampfpilot und Vorstandsvorsitzender der Cessna Aircraft Company Charles A. Horner (* 1936), General der United States Air Force Stuart Margolin (1940–2022), Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Mary Beth Peil (* 1940), Schauspielerin und Opernsängerin Jim Leach (1942–2024), Politiker Joan Spero (* 1944), Diplomatin Arlene Blum (* 1945), Bergsteigerin, Schriftstellerin und Umweltwissenschaftlerin John Bishop (1946–2011), R&B- und Jazz-Gitarrist John Getz (* 1946), Schauspieler Sue Lyon (1946–2019), Schauspielerin Christopher Kriesa (* 1947), Schauspieler Randy Shilts (1951–1994), Journalist und Autor Linnea Quigley (* 1958), Schauspielerin Pat Ahern (* 1960), Nordischer Kombinierer Roger Craig (* 1960), American-Football-Spieler Michael Nunn (* 1963), Boxer Frank Fritz (1963–2024), Schauspieler und Trödelsammler Lara Flynn Boyle (* 1970), Schauspielerin Hynden Walch (* 1971), Sängerin, Filmschauspielerin und Sprecherin Dana Davis (* 1978), Schauspielerin Bryan Woods (* 1984), Drehbuchautor, Filmproduzent und -regisseur Seth Rollins (* 1986), Wrestler Amanda Weir (* 1986), Schwimmerin Julia Michaels (* 1993), Popsängerin und Songwriterin
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben Fritz Georg Clausen (1848–1940), deutsch-amerikanischer Architekt Ricky Davis (* 1979), NBA-Profi (besuchte die North High School in Davenport) Cary Grant (1904–1986), Schauspieler (ist hier verstorben) Anne Marie Howard (* 1960), Schauspielerin (zog im Alter von 14 Jahren mit ihrer Familie nach Davenport) Heinrich Matthey (1825–1913), deutsch-amerikanischer Publizist Theodor Olshausen (1802–1869), deutscher Politiker, Journalist und Zeitungsverleger Charles Christopher Parry, Botaniker
Einzelnachweise
Weblinks
City of Davenport (englisch) DavenportOne (englisch) Davenport Iowa News News Reference (englisch) Davenport reference The Columbia Gazetteer of North America 2000 (englisch) Quad Cities Alive - Local Restaurant/Bar Reviews (englisch)
Kategorie:County Seat in Iowa Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt in den Vereinigten Staaten Kategorie:Ort am Mississippi Kategorie:Gemeindegründung 1836