mini|Gabriel Chevallier Gabriel Chevallier (* 3. Mai 1895 in Lyon; † 6. April 1969 in Cannes) war ein französischer Journalist und Literat.
Leben
Chevallier wurde 1895 in Lyon als Sohn eines Notars geboren und besuchte verschiedene Schulen, ehe er 1911 in die École des Beaux-Arts aufgenommen wurde. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde er einberufen und ein Jahr später verwundet, wurde aber wieder an die Front zurückgesandt, wo er als Infanterist bis Kriegsende diente. Er erwarb dort das Croix de guerre und den Chevalier de la Legion d’Honneur.Notizen des Autors zur 1971 bei Penguin-Books erschienenen Ausgabe von Clochemerle Nach dem Krieg übernahm er verschiedene Jobs, darunter Kunstlehrer, Plakatmaler, Designer, Journalist und Handlungsreisender, ehe er 1925 mit dem Schreiben begann.http://www.cleargay.com/capitaine-nemo/39334/0/La-nuit-est-tombee.htm
Sein 1930 veröffentlichtes Werk La Peur (deutsch: Heldenangst) baute auf seinen Kriegserfahrungen auf und war eine Anklage gegen den Krieg. Chevallier ließ es 1938, als ein neuer Krieg mit Deutschland drohte, aus dem Verkehr ziehen, um nicht als Defätist zu gelten.Werner Fuld: Das Buch der verbotenen Bücher. Universalgeschichte des Verfolgten und Verfemten von der Antike bis heute. Galiani, Berlin 2012, S. 19. Sein bekanntester Roman, Clochemerle, entstand 1934, wurde in 26 Sprachen übersetzt und mehrere Millionen Mal verkauft. Das Buch wurde erstmals 1947 von Pierre Chenal verfilmt. Zu diesem Werk schrieb er zwei Fortsetzungen, Clochemerle wird Bad und Clochemerle – Babylon (ebenfalls verfilmt). Chevallier war verheiratet, hatte einen Sohn und starb 1969 in Cannes.
Werke
Durand voyageur de commerce, 1929 La peur, 1930 deutsch: Heldenangst. Nagel & Kimche, Zürich 2010. Übersetzer: Stefan Glock. Clarisse Vernon, 1933 Clochemerle, 1934 Propre à rien, 1936 Flegeljahre in Sainte-Colline, 1937 Meine kleine Freundin Pomme, 1940 Papas Erben, 1945 Le guerrier désœuvré, 1945 Chemins de solitude, 1945 Mascarade, 1948 Clochemerle Babylon, 1951 Der kleine General, 1953 Le Ravageur, 1953 Carrefours des hasards, 1956 Olympe oder Die erste Liebe, 1959 Les filles sont libres. Editions Flammarion Paris 1960. deutsch: Die Mädchen sind frei, übersetzt von Eugen Helmlé. Stahberg Verlag, Karlsruhe 1961; als Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-436-01621-7. Miss Taxi, 1961 Clochemerle wird Bad, 1963 L’envers de Clochemerle, 1966 Brumerives, 1968
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Journalist (Frankreich) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Frankreich, Person) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben 1969 Kategorie:Mann