Die malawische Fußballnationalmannschaft untersteht der Football Association of Malawi und repräsentiert den südafrikanischen Staat Malawi im Fußball. Seit den 1960er Jahren trägt der Verband Länderspiele aus. Vor 1966 gab es die Nationalmannschaft von Nyassaland.

Die größten Erfolge feierte die Mannschaft in den 1980er Jahren. Bis zur Teilnahme am Afrika-Cup 2010 konnte sich Malawi nur 1984 für diesen Wettbewerb qualifizieren. 1987 gewann die malawische Nationalelf die Bronzemedaille bei den All-Africa Games in Kenia. Für eine Weltmeisterschaft konnte sich das Land bisher noch nicht qualifizieren.

Der Deutsche Burkhard Ziese war von 2005 bis 2006 Nationaltrainer Malawis.

Turniere Weltmeisterschaft 1966 in England nicht teilgenommen 1970 in Mexiko nicht teilgenommen 1974 in Deutschland nicht teilgenommen 1978 in Argentinien nicht qualifiziert 1982 in Spanien nicht qualifiziert 1986 in Mexiko nicht qualifiziert 1990 in Italien nicht qualifiziert 1994 in den USA zurückgezogen 1998 in Frankreich nicht qualifiziert 2002 in Südkorea/Japan nicht qualifiziert 2006 in Deutschland nicht qualifiziert 2010 in Südafrika nicht qualifiziert 2014 in Brasilien nicht qualifiziert 2018 in Russland nicht qualifiziert 2022 in Katar nicht qualifiziert 2026 in Kanada/Mexiko/USA nicht qualifiziert

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Malawi auf Nigeria, Kenia und Namibia. Durch eine 0:2-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Nigeria verpasste Malawi den möglichen Gruppensieg und damit die Qualifikation erst am letzten Spieltag. Im Hinspiel hatte Malawi dem mehrfachen WM-Teilnehmer und Gruppenfavoriten Nigeria in Blantyre ein 1:1 abgetrotzt. Malawi beendete die Gruppe F mit einem Sieg (1:0 in Namibia), vier Remis und einer Niederlage.

Vier Jahre später verpasste Malawi die Qualifikation bereits in der ersten Runde gegen Tansania. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel reichte ein 1:0 vor heimischen Publikum nicht aus, um in die zweite Runde einzuziehen.

Afrika-Cup 1962 bis 1974: nicht teilgenommen 1976: nicht qualifiziert 1978: nicht qualifiziert 1980: nicht teilgenommen 1982: nicht qualifiziert 1984: Vorrunde 1986: nicht qualifiziert 1988: nicht teilgenommen 1990: nicht qualifiziert 1992: nicht teilgenommen 1994 bis 2008: nicht qualifiziert 2010: Vorrunde 2012 bis 2019: nicht qualifiziert 2022: Achtelfinale 2024: nicht qualifiziert 2025: nicht qualifiziert

Malawi qualifizierte sich zum ersten Mal 1984 für den Afrika-Cup, als nur acht Mannschaften das Turnier an der Elfenbeinküste bestritten. Nach einer 0:3-Niederlage gegen Algerien, den WM-Teilnehmer von 1982 und 1986, erkämpfte sich der Außenseiter in der zweiten Partie gegen den späteren Finalisten Nigeria ein 2:2. Durch ein 0:1 gegen Ghana beendete Malawi die Gruppenphase mit 1:5 Punkten als Tabellenletzter und schied aus dem Turnier aus.

Nach 26 Jahren nahm Malawi 2010 wieder an einer Afrikameisterschaft teil. Die Mannschaft profitierte davon, dass die kontinentale Ausscheidungsrunde zur WM in Südafrika gleichzeitig als Qualifikationsrunde für den Afrika-Cup diente. So reichte Malawi in den Gruppenspielen der dritten Runde der dritte Platz hinter der Auswahl der Côte d’Ivoire und Burkina Faso und eine Bilanz von nur vier Punkten und 4:11 Toren, um den Sprung zur kontinentalen Endrunde zu schaffen.

Beim Turnier in Angola sorgte das Team des einheimischen Trainers Kinnah Phiri für eine große Überraschung: Im ersten Gruppenspiel besiegte Malawi das für die WM qualifizierte Algerien mit 3:0. Zu den Torschützen gehörte Stürmer Russel Mwafulirwa, der zu dieser Zeit für den schwedischen Erstligisten IFK Norrköping unter Vertrag stand und damit einer von nur zwei in Europa aktiven Spieler des 23-Mann-Kaders war. Die zweite Partie verlor Malawi gegen Gastgeber Angola mit 0:2.

Zum erstmaligen Erreichen des Viertelfinales hätte Malawi im letzten Gruppenspiel ein Unentschieden gereicht. Jedoch verlor die Elf gegen Mali mit 1:3. Schon nach drei Minuten hatten die Malawier mit 0:2 in Rückstand gelegen, ein Tor von Mwafulirwa änderte nichts mehr am Ausscheiden der Mannschaft.

Afrikanische Nationenmeisterschaft 2009: nicht qualifiziert 2011: nicht qualifiziert 2014: nicht teilgenommen 2016: nicht teilgenommen 2018: nicht qualifiziert 2021: nicht qualifiziert 2023: nicht qualifiziert

Südafrikameisterschaft (COSAFA Cup) 1997: Fünfter 1998: nicht qualifiziert 1999: nicht qualifiziert 2000: Viertelfinale 2001: Halbfinale 2002: Zweiter 2003: Zweiter 2004: Viertelfinale 2005: nicht qualifiziert 2006: nicht qualifiziert 2007: nicht qualifiziert 2008: nicht qualifiziert 2009: Viertelfinale 2013: Siebter 2015: Fünfter 2016: Vorrunde 2017: Vorrunde 2018: Vorrunde 2019: Viertelfinale 2020: Turnier wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt 2021: Vorrunde 2022: Vorrunde

Ost-/Mittelafrikameisterschaft 1973 – nicht teilgenommen 1974 – nicht teilgenommen 1975 – Zweiter 1976 – Halbfinale 1977 – Dritter 1978 – Ost-/Mittelafrikameister 1979 – Ost-/Mittelafrikameister 1980 – Dritter 1981 – Vorrunde 1982 – Vorrunde 1983 – Vierter 1984 – Zweiter 1985 – Dritter 1987 – Rückzug in VorrundeCECAFA-Cup 1987 auf www.rsssf.org 1988 – Ost-/Mittelafrikameister 1989 – Zweiter 1990 – Vorrunde 1991 – Vorrunde 1992 – Vierter 1994 – nicht teilgenommen 1995 – nicht teilgenommen 1996 – nicht teilgenommen 1999 – nicht teilgenommen 2000 – nicht teilgenommen 2001 – nicht teilgenommen 2002 – nicht teilgenommen 2003 – nicht teilgenommen 2004 – nicht teilgenommen 2005 – nicht teilgenommen 2006 – Viertelfinale 2007 – nicht teilgenommen 2008 – nicht teilgenommen 2009 – nicht teilgenommen 2010 – Viertelfinale 2011 – Viertelfinale 2012 – Viertelfinale 2013 – nicht eingeladen 2015 – Viertelfinale 2017 – nicht eingeladen 2019 – nicht eingeladen 2021 – nicht eingeladen

Rekordspieler (Stand: 6. Juni 2025)Malawi – Record International Players, auf rsssf.org (englisch) + Rekordspielerrsssf.org: Colombiva – Record International Players (englisch) Spiele Spieler Zeitraum Tore 159 Young Chimodzi 1979–1995 13 133 Jack Chamangwana 1975–1985 10 129 Lawrence Waya 1982–1996 28 126 Harry Waya 1977–1987 8 117 Kinna Phiri 1973–1981 71 112 Gilbert Chirwa 1981–1993 4 110 Jonathan Billie 1978–1987 8 104 Joseph Kamwendo 2003–2017 6 103 Felix Nyirongo 1986–1997 2 102 Peter Mponda 1998–2011 2+ Rekordschützen Tore Spieler Zeitraum Spiele 71 Kinna Phiri 1973–1981 117 28 Lawrence Waya 1982–1996 129 Frank Sinalo 1981–1989 75 23 Stock Dandize 1977–1983 70 22 Essau Kanyenda 1999–2015 72 Chiukepo Msowoya 2006– 88 Yasin Osman 1966–1975 67 18 Peterkins Kayira 1983–1989 68 Gabadinho Mhango 2012– 70 17 Barnet Gondwe 1976–1981 66 Anmerkung: Von der FIFA werden Spiele gegen Sansibar und in der Qualifikation für die olympischen Fußballturniere nicht anerkannt. In der FIFA-Hunderterliste werden nur Joseph Kamwendo mit 102 und Peter Mponda mit 100 Spielen geführt.FIFA Century Club, auf resources.fifa.com (englisch) Von den 2025 eingesetzten Spielern hat John Banda die meisten Spiele (97) bestritten und Gabadinho Mhango die meisten Tore (18) erzielt.

Bekannte Spieler Stürmer Daniel Chitsulo ist der einzige malawische Fußballer, der in einer deutschen Profiliga spielte. Er bestritt für den VfL Osnabrück und Rot Weiss Ahlen insgesamt 24 Partien in der 2. Bundesliga. Dabei erzielte er ein Tor. In der Jugend spielte Chitsulo für den 1. FC Köln. Für den Afrika-Cup 2010 wurde er nicht berücksichtigt. Russel Mwafulirwa war jahrelang in Schweden aktiv. Der Angreifer erzielte bei der Afrika-Meisterschaft 2010 zwei Tore und war damit bester Scorer Malawis. Abwehrspieler Elvis Kafoteka stand in Hongkong und Ruanda unter Vertrag. Er traf 2010 beim überraschenden 3:0-Sieg gegen Algerien. Verteidiger Peter Mponda spielte in Kanada und lange in Südafrika. Er kam bei der Afrika-Meisterschaft 2010 in allen drei Partien über 90 Minuten zum Einsatz. Der ehemalige Nationalspieler Kinnah Phiri führte Malawi 2010 als Trainer zum ersten Mal seit 26 Jahren zur Afrika-Meisterschaft. Stürmer Essau Kanyenda stand 2003 mit dem FC Rostov im Finale des russischen Pokals. Später stand er auch bei Lokomotive Moskau unter Vertrag.

Trainer Jack Chamangwana (1998–1999) Young Chimodzi (1999–2000) Kim Splidsboel (2000–2001) Alan Gillett (2003) interim Edington Ng'onamo (2003–2004) John Kaputa (2004) Yassin Osman (2004–2005) Mike Hennigan (2005) interim Burkhard Ziese (2005–2006) Kinnah Phiri (2006–2007) interim Stephen Constantine (2007–2008) Kinnah Phiri (2008–2013) Edington Ng'onamo (2013) Tom Saintfiet (2013) Ernest Mtawali (2015–2016) Ramadhan Nsanzurwimo (2016–2017) Gerald Phiri (2017)Official: FAM appoint Gerald Phiri as Flames head coach (englisch), abgerufen am 15. Dezember 2024 Ronny Van Geneugden (2017–2019) Meke Mwase (2019–2021) Mario Marinică (2021–2023) Callisto Pasuwa (2023) Patrick Mabedi (seit 2023)

Siehe auch Liste der Länderspiele der malawischen Fußballnationalmannschaft

Weblinks

Die malawische Fussballnationalmannschaft in der Datenbank von transfermarkt.de Alle bisherigen Resultate Malawis Seite der malawischen FA

Einzelnachweise

Kategorie:Fußballnationalmannschaft (CAF) Fussball Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1962