Im Netz der Spinne (Originaltitel Along Came a Spider) ist ein US-amerikanischer Thriller nach James Pattersons Roman Morgen, Kinder, wird’s was geben. Es handelt sich nach … denn zum Küssen sind sie da um die zweite Patterson-Verfilmung mit Morgan Freeman als Kriminalpsychologe, prominentem Buchautor und Polizisten Alex Cross. Monica Potter und Michael Wincott sind in tragenden Rollen besetzt. Megan (Mika Boorem), die Tochter des Senators Hank Rose (Michael Moriarty) wird aus einer Privatschule entführt, obwohl sie unter dem Schutz des Secret Service stand. Wieder einmal ist die Hilfe von Alex Cross unerlässlich für die Aufklärung des Falles.

Handlung Megan ist die zwölfjährige Tochter des relativ unbekannten US-Senators Hank Rose. Sie besucht eine Eliteschule, in die auch der Sohn des russischen Präsidenten geht, mit dem sie befreundet ist. Eines Tages wird Megan während des Schulbesuchs von ihrem Lehrer Gary Soneji entführt. Soneji, der eine Latexmaske trägt und eigentlich gar kein Lehrer ist, entfernt diese und versteckt Megan auf einem High-Tech-Hausboot. Jezzie Flannigan, eine Agentin des Secret Service, die zum Schutz von Megan engagiert wurde und für die Sicherheit während des Unterrichts zuständig ist, konnte mit ihrem Team die Entführung nicht verhindern.

Der Polizist Alex Cross, der sich wegen einer missglückten Lockvogel-Aktion vor einigen Monaten eigentlich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen hat und immer noch darunter leidet, dass seine Kollegin bei einem Einsatz zu Tode kam, wird gegen seinen Willen in diesen Fall hineingezogen. Gary Soneji nimmt mit Cross telefonisch Kontakt auf. Ihm geht es, wie sich im Laufe der weiteren Ermittlungen herausstellt, nicht um Lösegeld, sondern um die Aufmerksamkeit der Medien und vor allem um die von Alex Cross, der als einer der besten Profiler gilt. Soneji ist davon besessen, ein Jahrhundertverbrechen zu begehen und so berühmt zu werden wie Bruno Richard Hauptmann, der mutmaßliche Entführer des Lindbergh-Babys. Cross beschließt zur Lösung des Falles mit Flannigan zusammenzuarbeiten, da er schnell erkannt hat, dass Soneji, ähnlich wie eine Spinne in ihrem Netz, die Fäden zieht. Gemeinsam können sie Soneji daran hindern, seinen eigentlichen Plan durchzuführen, mit Hilfe von Megan den Sohn des russischen Präsidenten zu entführen. Doch Flannigan spielt falsch – Soneji ist nur ein Werkzeug für ihre Pläne. Ihr Komplize gibt sich als Soneji aus, fordert und bekommt Diamanten im Wert von 10 Millionen US-Dollar als Lösegeld für Megan.

Als Cross mit Flannigan in deren Wohnung ist, taucht plötzlich der bewaffnete Soneji auf und führt ein kurzes Gespräch mit beiden. Dann eskaliert die Situation und Cross muss Soneji erschießen, als dieser ihn und Flannigan angreift. Damit scheint zunächst die einzige Möglichkeit zerstört, zu erfahren, wo Megan ist. Das Mädchen bleibt weiterhin verschwunden. Aber Cross hatte absichtlich unrichtig von 12 Millionen Lösegeld gesprochen, und Soneji dem nicht widersprochen. Für Cross ist das ein weiteres Zeichen, dass nicht Soneji die Lösegeldforderung gestellt hat. Er kommt dadurch Flannigan und ihrem Partner auf die Spur, die Megan nun in ihrer Gewalt haben. Cross kann den Aufenthaltsort der Entführer ermitteln. Dort hat Flannigan inzwischen ihren Komplizen erschossen, den sie als Alleinschuldigen dastehen lassen möchte. Als sie auch Megan töten will, kann Cross dies verhindern, indem er Flannigan erschießt. Cross bringt Megan zu ihren Eltern zurück.

Produktion Produktionsnotizen Dr. Alex Cross Morgan Freeman Klaus Sonnenschein Jezzie Flannigan Monica Potter Arianne Borbach Gary Soneji Michael Wincott Detlef Bierstedt FBI-Agent Ollie McArthur Dylan Baker Udo Schenk Megan Rose Mika Boorem Adak Azdasht Dimitri Starodubov Anton Yelchin Arda Vural Agentin Hickley Kim Hawthorne Sandra Schwittau FBI-Agent Kyle Craig Jay O. Sanders Lutz Riedel Ben Devine Billy Burke Bernd Vollbrecht Senator Hank Rose Michael Moriarty Gerd Grasse Elizabeth Rose Penelope Ann Miller Regine Albrecht Vickie Cross Anna Maria Horford Regina Lemnitz Floyd der Fischer Scott Heindl Jim Gelway Christopher Shyer Thomas Nero Wolff Tracie Fisher Jill Teed Christin Marquitan Missis Hume Samantha Ferris Anchorman Paul Carson Andreas Thieck Dr. Michael Fitzpatrick (ausEin Frauenherz vergißt nie) Joseph Cotten Karl John

Gedreht wurde von Ende Februar bis Mai 2000 in Baltimore, Vancouver und Washington.Along Came a Spider Drehdaten in der IMDbAlong Came a Spider Drehorte in der IMDb Der Schluss des Films wurde neu gedreht, da die erste Version beim Testpublikum nicht gut ankam.Along Came a Spider Trivia in der IMDb In der dritten Patterson-Verfilmung aus dem Jahr 2012 übernahm nicht mehr Morgan Freeman, sondern Tyler Perry die Rolle des Ermittlers Alex Cross. Die Szene der Lösegeldübergabe in der U-Bahn wurde dem Roman Roses Are Red entnommen.

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Bavaria Synchron in München. Dialogregie führte Lutz Riedel nach eigenem Dialogbuch.

Buch Die Geschichte lehnt sich eher locker an das Buch an. Eine wesentliche Änderung ist beispielsweise, dass die Figur Gary Soneij in vier der Bücher von James Patterson vorkommt und dieser unter ganz anderen Umständen zu Tode kommt, als in diesem Film. Auch werden im Buch zwei Kinder entführt, von denen eines stirbt. Das führt dazu, dass Jezzie Flannigan durch eine tödliche Injektion hingerichtet wird. Auch entfallen im Film die erotischen Szenen, die das Buch zwischen Cross und Flannigan gesponnen hat. Im Film erstreckt sich die Handlung über einige Tage, im Buch sind es über zwei Jahre.Im Netz der Spinne moviepilot.de. Abgerufen am 28. Juni 2021.

Wir erfahren im Film auch nicht, dass Cross’ Frau Maria drei Jahre zuvor bei einem Drive-by-Shooting gestorben ist. Auch wird Cross nie mit seinen beiden Kindern, dem sechsjährigen Damon und der vierjährigen Janelle gezeigt. Auch die im Buch „Nana Mama“ genannte schlaue Oma der Kinder, die sein Haus in Ordnung hält und ihn liebt und stützt, wird unterschlagen. Im Buch ist sein Partner zudem der 1,80 Meter große John Sampson.

In Cinema heißt es, dass noch „vier Dr.-Cross-Krimis auf ihre Verfilmung“ warten würden. Hauptdarsteller Freeman wolle weitere Einsätze von der Qualität der Drehbücher abhängig machen.

Veröffentlichung Der Film hatte am 2. April 2001 Premiere in Hollywood. Im selben Monat wurde er auch in den amerikanischen Kinos veröffentlicht sowie in Kanada, Mexiko, Argentinien, Finnland, im Vereinigten Königreich, in Irland, in Belgien, Frankreich, Dänemark, in den Niederlanden, in Hongkong, in Israel, Spanien, Island, Norwegen, Portugal, Bulgarien, Brasilien, Rumänien, im ehemaligen Jugoslawien, in der Tschechischen Republik, in Kunwait, auf den Philippinen, in Ungarn, in Russland, Kasachstan, Polen, Schweden, in der Türkei, in Australien, Kolumbien, Südkorea, Griechenland, Peru, Ägypten, Singapur, Venezuela, Malaysia, Italien und im Mai 2002 in Japan. In Indien wurde der Film im August 2018 übers Internet veröffentlicht. Veröffentlicht wurde er zudem in Estland, Litauen, Serbien, Slowenien und in der Ukraine.

In Deutschland kam der Film am 12. Juli 2001 in die Kinos ebenso in Österreich. In der Schweiz wurde er am 2. August 2001 erstmals in der Deutsch sprechenden Region veröffentlicht.

Der Film entwickelte sich zu einem Erfolg an den Kinokassen. Gegenüber einem geschätzten Budget von 28 Mio. US-DollarAlong Came a Spider In: JP’s Boxoffice (englisch) spielte er weltweit etwa 105 Mio. US-Dollar (Inflationsbereinigt ca.  Mio. US-Dollar) ein.Along Came a Spider Box Office Mojo in der IMDb (englisch) Am Startwochenende spielte der Film in den Vereinigten Staaten mit 17,1 Mio. US-Dollar etwa 4 Mio. Dollar mehr ein als … denn zum Küssen sind sie da.ara: Im Netz der Spinne auf kino.de. Abgerufen am 28. Juni 2021.

Paramount Pictures (Universal Pictures) veröffentlichte den Film am 1. Januar 2005 mit einer deutschen Tonspur auf DVD und Blu-ray.Im Netz der Spinne Abb. DVD-Hülle

Rezeption Überblick

Das Presseecho fiel eher schlecht aus, was sich auch in den Auswertungen von US-Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich kritische Besprechungen und ordnet Im Netz der Spinne damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.

Kritik

US-Starkritiker Roger Ebert meinte, einige logische Lücken könne er verzeihen. Wenn eine Handlung aber mit ihnen durchsetzt sei, werde sie unglaubwürdig und das lenke vom Geschehen ab. Zwar sei niemand besser als Morgan Freeman darin, ruhig und ernst zu sein und auch banale Dinge zu sagen. Auch sei der Film ähnlich wie … denn zum Küssen sind sie da voller Atmosphäre und erinnere an die dunstige, feuchte Düsternis einer kühlen Jahreszeit, was aber die Logiklöcher nicht entschuldigen könne. Für Morgan Freeman als Filmschauspieler sei kein Lob zu hoch gegriffen. Vielleicht sollten Schauspieler aber Oscars nicht für die guten Filme bekommen, in denen sie triumphierten, sondern für die schwachen Filme, die sie überleben. Ebert lobte Regisseur Tamahori und Kameramann Matthew F. Leonetti, die mit der Wahl des Ortes für ihre Aufnahmen überzeugen würden, auch sei Michael Wincott ein zufriedenstellender Bösewicht.Roger Ebert: Along Came a Spider rogerebert.com, 6. April 2001 (englisch). Abgerufen am 28. Juni 2021.

Susan Wloszczyna bewertete den Film für USA Today und stellte überrascht fest, dass dieser Mystery-Thriller wohl einer der höflichsten Filme auf der Leinwand seit Agatha Christies Blütezeit sein müsse. Zu Morgan Freeman passe zudem die vornehme Art, in der der Film gedreht sei. Süffisant merkte Wloszczyna an, dass die einzige Gefahr eines rasenden Pulses nicht für die Zuschauer, sondern für Freeman bestehe, der auf eine sinnlose Jagd zu verschiedenen Touristenattraktionen geschickt werde. Regisseur Tamahori und Autor Moss versuchten zwar ein Netz der Verwirrung zu spinnen, jedoch habe dieses zu viele Löcher und verlasse sich lieber auf einige schlecht gewebte Zufälle. Freeman in seiner noblen Autorität lasse die Geschichte faszinierender erscheinen, als sie tatsächlich sei. Ähnlich wie ein Spontankauf, sei dieser Film ein Zeitkiller, der weder das Gehirn strapaziere, noch das Gedächtnis besonders fordere. Er werde verschlungen und schnell vergessen.Susan Wloszczyna: „Spider“ crawls along without enough venom In: USA Today30, 6. April 2001 (englisch). Abgerufen am 28. Juni 2021.

Andrea Niederfriniger von Filmreporter.de meinte, zwar sei der Film an den Kinokassen erfolgreich gewesen und habe die Produktionskosten von 28 Millionen Dollar fünffach wieder eingespielt, sei bei den Kritikern jedoch auf wenig Begeisterung gestoßen. Selbst Freeman habe seine Figur eher hölzern verkörpert, sei das vernichtende Urteil gewesen. Einzig Michael Wincott als Bösewicht Soneji habe mit seiner schauspielerischen Leistung überzeugen können.Andrea Niederfriniger: Morgan Freeman erneut als Profiler Alex Cross In: Filmreporter.de. Abgerufen am 28. Juni 2021.