Parageusie (, ‚gegen‘; , f. = ‚der Geschmack‘) bezeichnet eine Veränderung der Geschmackswahrnehmung. Dabei werden Geschmacksreize anders wahrgenommen als mit normalem Geschmacksempfinden.

Im Gegensatz zur Anosmie ist nicht der Geruchssinn, sondern sind die Geschmacksknospen im Mund betroffen, traditionell für die Geschmacksrichtungen bitter, süß, sauer und salzig verantwortlich. Das führt zu einem veränderten, schlechten, beispielsweise bitteren Geschmack im Mund.

Die möglichen Ursachen sind vielfältig, sie können als Nebenwirkung von Arzneimitteln, bei Magen-Darm-Erkrankungen (insbesondere durch Medizin gegen Helicobacter-Bakterien), Sodbrennen oder verdorbene Lebensmittel, wie durch Nüsse oder Kerne hervorgerufen werden.

Die Lebensqualität ist merklich beeinträchtigt, wenn beispielsweise alles bitter schmeckt. Eine Geschmacksstörung kann sich innerhalb weniger Tage oder Wochen reduzieren und ganz verschwinden.

Literatur

Weblinks Riech- und Schmeckstörungen bei der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie Schmeckstörungen in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bittere statt süße Erdbeertorte auf bmbf.de (PDF, S. 56.)

Einzelnachweise

Kategorie:Krankheitssymptom in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Kategorie:Schmecken