mini|Trachtenumzug am Tag der Niedersachsen 2009 in Hameln mit dem Rattenfänger von Hameln Der Tag der Niedersachsen (TdN) ist ein dreitägiges kulturelles Landesfest im Land Niedersachsen, das seit 1981 durchgeführt wird. Veranstaltungsort ist jeweils eine andere niedersächsische Stadt. Das Fest fand bis 2013 jährlich und danach vorübergehend alle zwei Jahre statt. Ab 2025 soll es wieder jährlich stattfinden.
Zweck Bei dem Fest präsentieren die Mitwirkenden die kulturelle Vielfalt des Landes und stellen sie einem großen Publikum vor. Die Veranstaltung soll ein Ort der Begegnung sein, auch für Jung und Alt. Weitere Zwecke des TdN sind die Festigung des Landesbewusstseins, die Identifikation mit dem eigenen Land und die Steigerung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Niedersachsen. Automatisch dient der TdN dem Ansehen von Niedersachsen und trägt auch zur Imagesteigerung der jeweils gastgebenden Stadt bei. Langfristig erhoffen sich die ausrichtenden Kommunen daraus eine Belebung des Tourismus.
Organisation Der TdN wird von der ausrichtenden Stadt und dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung organisiert. Weiterer Träger der Veranstaltung ist ein Kuratorium, das aus etwa 40 Landesdachverbänden, Vereinen, Radio- und Fernsehsendern sowie den ehemaligen Ausrichterstädten besteht.
Die Veranstaltung soll im Prinzip in den Folgejahren in einer zuvor noch nicht als Ausrichtungsstadt berücksichtigten Kommune stattfinden. Ausnahmen davon waren bisher Wolfsburg als Ausrichter 1983, 2005 und 2017, Hameln als Ausrichter 1986 und 2009, Celle als Ausrichter 1981 und 2010, Aurich als Ausrichter 1982 und 2011 und Goslar als Ausrichter 1989 und 2013. Bis 2013 fand der Tag der Niedersachsen jährlich statt. Im Jahr 2014 wurde der Tag der Niedersachsen nicht durchgeführt, weil das Land Niedersachsen in diesem Jahr die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hannover ausrichtete.Kein Tag der Niedersachsen 2014 in Goslarsche Zeitung vom 29. August 2013 Es war geplant, den so entstandenen Zwei-Jahres Rhythmus beizubehalten (mit Tagen der Niedersachsen in den ungeraden Jahren), was die ab 2020 auch in Niedersachsen aufgetretene COVID-19-Pandemie vereitelte. Deswegen wurde der für 2021 geplante Tag der Niedersachsen auf das Jahr 2022 verlegt. In den Jahren 2023 und 2024 gab es keine Tage der Niedersachsen. Im Jahr 2025 war Osnabrück, im Jahr 2026 Braunschweig Ausrichter des Tags der Niedersachsen.
Der 40. Tag der Niedersachsen wird 2028 in Emden stattfinden, zum zweiten Mal (zuvor 1993).
Obwohl es keine feste Regeln für die Bewerbung einer Kommune gibt, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört, dass die Ausrichterstadt eine Mindesteinwohnerzahl von 20.000 nicht unterschreitet. Die Stadt sollte ein großes Einzugsgebiet haben und über gute Verkehrsanbindungen (Straße, Schiene) verfügen. Die Örtlichkeiten der Stadt sollten für eine Großveranstaltung mit rund 200.000 Besuchern geeignet sein. Eine angespannte Haushaltslage einer Kommune hält das Niedersächsische Innenministerium für keinen Hinderungsgrund bei der Durchführung des TdN, weil die Veranstaltung von überregionalem Interesse ist.
Teilnehmer Am TdN nehmen viele öffentliche und private Einrichtungen teil, die in Niedersachsen aktiv sind sowie sich diesem Bundesland verbunden fühlen (wie Trachten- und Heimatvereine, Landtag, Landesämter und Ministerien, Polizei Niedersachsen, Bundespolizei, THW und Bundeswehr, Caritas, Diakonie). Zudem präsentieren sich alle bisherigen Ausrichterstädte des TdN mit eigenen Ständen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch verschiedene öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehsender (wie NDR, Radio ffn, Antenne Niedersachsen und Radio 21), die zum einen eigene Programmbühnen mit Musik- und Tanzaufführungen haben, zum anderen auch live vom Fest berichten.
Ausrichterstädte 1981: Celle 1982: Aurich 1983: Wolfsburg 1984: Hann. Münden 1985: Verden (Aller) 1986: Hameln 1987: Lingen (Ems) 1988: Uelzen 1989: Goslar 1990: Stade 1991: Rinteln 1992: Helmstedt 1993: Emden 1994: Munster 1995: Oldenburg 1996: Wolfenbüttel 1997: Nienburg 1998: Meppen 1999: Bückeburg 2000: Peine 2001: Lüneburg 2002: Northeim 2003: Leer 2004: Holzminden 2005: Wolfsburg 2006: Melle 2007: Cuxhaven 2008: Winsen (Luhe) 2009: Hameln 2010: Celle 2011: Aurich 2012: Duderstadt 2013: Goslar, Vienenburg und Kloster Wöltingerode 2015: Hildesheim 2017: Wolfsburg 2019: Wilhelmshaven 2022: Hannover 2025: Osnabrück 2026: BraunschweigTag der Niedersachsen 2026: Braunschweig sucht Aussteller auf nds.tourismusnetzwerk.info, abgerufen am 16. Oktober 2025. 2028: Emden
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Niedersachsenbuch (1981–2012) Von 1981 bis 1983 erschien jährlich ein Taschenbuch mit dem Titel Tag der Niedersachsen, von 1984 bis 2012 das Niedersachsenbuch. Nachdem in den Publikationen von 1981 bis 1992 verschiedenste niedersächsische Themen im Niedersachsenbuch bearbeitet wurden, konzentrierten sich die Aufsätze und Artikel ab dem Niedersachsenbuch '93. Emden. ausschließlich auf Themen, welche die ausrichtende Stadt betreffen.Gerhard Glogowski: Niedersachsenbuch. In: Niedersächsisches Innenministerium (Hrsg.): Niedersachsenbuch '93. Emden. CW Niemeyer-Druck, Hameln 1993, Seite 9.
Weblinks
Niedersachsenbücher zum Tag der Niedersachsen 1981–2010 Landesfest Tag der Niedersachsen auf www.mi.niedersachsen.de
Einzelnachweise
Kategorie:Feste und Brauchtum (Niedersachsen) Kategorie:Volksfest in Niedersachsen Kategorie:Erstveranstaltung 1981