32. G8-Gipfel Ort Sankt Petersburg, Konstantinpalast Beginn 15. Juli 2006 Ende 17. Juli 2006Teilnehmer Kanada – Stephen Harper Frankreich – Jacques Chirac Deutschland – Angela Merkel Italien – Romano Prodi Japan – Junichiro Koizumi Russland – Wladimir Putin Vereinigtes Königreich – Tony Blair USA – George W. BushWebsite mini|Offizielles Pressefoto der Teilnehmer des G8-Gipfels. Der 32. G8-Gipfel fand vom 15. bis zum 17. Juli 2006 nahe der russischen Stadt Sankt Petersburg im Konstantinpalast, am Finnischen Meerbusen, statt. Energieprobleme, Sicherheit und Entwicklung waren die Hauptthemen beim Gipfel der Gruppe der Acht.

Die Teilnehmer Kanada – Stephen Harper Frankreich – Jacques Chirac Deutschland – Angela Merkel Italien – Romano Prodi Japan – Junichiro Koizumi Russland – Wladimir Putin Vereinigtes Königreich – Tony Blair USA – George W. Bush

Eingeladene Repräsentanten (teilweise Teilnahme) Brasilien – Luiz Inácio Lula da Silva Indien – Manmohan Singh Mexiko – Vicente Fox Volksrepublik China – Hu Jintao Südafrika – Thabo Mbeki Afrikanische Union – Denis Sassou Nguesso 22px|EU Europäische Union – José Manuel Barroso 22px|GUS Gemeinschaft unabhängiger Staaten – Nursultan Nasarbajew 22px|IAEO Internationale Atomenergiebehörde – Mohammed el-Baradei Internationale Energiebehörde – Claude Mandil Vereinte Nationen – Kofi Annan 22px|UNESCO UNESCO – Kōichirō Matsuura Welthandelsorganisation – Generaldirektor Pascal Lamy Weltbank – Paul Wolfowitz 22px|WHO Weltgesundheitsorganisation – Anders Nordström

Energiepolitik mini|Arbeitssitzung der acht Regierungschefs Alle G8-Staaten außer Deutschland bekannten sich zur Nutzung der Atomenergie. Die Weiterentwicklung der Kernkraft könne zur globalen Energiesicherheit, zur Verminderung der Luftverschmutzung und zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Dieser Teil der Erklärung wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mitgetragen. In der Gipfelerklärung zum Thema Kernkraft hieß es: „Wir erkennen an, dass die G8-Mitglieder unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, um Energiesicherheit und die Klimaschutzziele zu erreichen.“ Übereinstimmung unter den G8-Ländern herrschte dagegen bei den übrigen Punkten der Erklärung zur Energiesicherheit: Die Nutzung möglichst vieler verschiedener Energiequellen, die Steigerung der Energieeffizienz und der Schutz von Kraftwerken und anderer Infrastruktur vor Terrorangriffen.

Israel-Libanon-Krise Der russische Präsident und Gastgeber des G8-Gipfels Wladimir Putin setzte die Israel-Libanon-Krise 2006, die am 12. Juli 2006 ausgebrochen war, auf die Agenda. Durch den Nahostkonflikt sind die anderen Themen in den Hintergrund getreten.

Am 16. Juli verabschieden die Gipfelteilnehmer ein gemeinsames Statement, in dem die Attacken der Hisbollah und von Teilen der Hamas auf Israel scharf verurteilt werden. „Diese Extremisten und diejenigen, die sie unterstützen, dürfen den Nahen Osten nicht ins Chaos stürzen und einen größeren Konflikt provozieren“, heißt es darin. Israel wird in der Erklärung dazu ermahnt, bei Militäraktionen zur Selbstverteidigung zurückhaltend vorzugehen.

Präsident Bush ließ in einem Gespräch im Rahmen des G8 Gipfels in Sankt Petersburg, zu dem britischen Premierminister Tony Blair verlauten, dass man den Druck auf Syrien erhöhen müsste, „dass es die Hisbollah dazu bringt, mit diesem Scheiß aufzuhören“.Spiegel Online: Mikrophonpanne: Bush verflucht den "Scheiß" der Hisbollah, 17. Juli 2006

Keine Einigung über Russlands WTO-Beitritt Beim G8-Gipfel in Sankt Petersburg konnten die beteiligten Vertreter sich nicht über einen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation einigen.MSNBC: , 15. Juli 2006

Protestaktionen Das Gipfeltreffen fand fast ohne nennenswerte Protestaktionen statt – aus Sicht der russischen Regierung ein Erfolg. Das Summit policing zeigte Wirkung: Eine Sitzblockade auf dem Prachtboulevard Newski-Prospekt wurde schon nach wenigen Minuten aufgelöst, bis zu 34 Demonstranten wurden festgenommen. Der Gegengipfel von Globalisierungskritikern in einem abgelegenen Stadion wurde von einem Ring von Sicherheitskräften isoliert. Schon im Vorfeld hatten Aktivisten Besuch von der Polizei erhalten, Hunderte von ihnen wurden vorsorglich in Gewahrsam genommen.

Quellen

Weblinks

Aktivisten gegen den G8-Gipfel

Kategorie:Politische Veranstaltung 2006 Kategorie:Geschichte Sankt Petersburgs Kategorie:Veranstaltung in Russland Sankt Petersburg