mini|Haupteingang des Museums mini|Das „Chandos-Porträt“ William Shakespeares__NOTOC__ Die National Portrait Gallery (NPG) ist ein Kunstmuseum am St Martin’s Place, London. Als sie 1856 eröffnet wurde, war sie die erste öffentliche Nationalgalerie der Welt, die dem Porträt gewidmet war. Sie beherbergt Porträts von historisch wichtigen und berühmten britischen Personen. Die Sammlung umfasst mehr als 220.000 Werke, darunter 150.000 Illustrationen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Hauptsammlung umfasst mehr als 12.700 Porträts. Davon sind mehr als 4.100 Gemälde, Skulpturen und Miniaturen. Hinzu kommen mehr als 8.500 lichtempfindliche Werke auf Papier, die abwechselnd ausgestellt werden, um eine übermäßige Lichteinwirkung zu vermeiden und so den Verfall und das Ausbleichen zu minimieren. Die Fotosammlung umfasst mehr als 250.000 Originalfotografien, davon mindestens 130.000 Originalnegative. Sie stammen aus der Zeit von 1840 bis heute. Die im Heinz-Archiv und in der Heinz-Bibliothek aufbewahrte Referenzsammlung umfasst mehr als 80.000 Porträts bedeutender und weniger bekannter Persönlichkeiten der britischen Geschichte. Die meisten dieser Porträts sind Drucke, aber die Sammlung umfasst auch Zeichnungen, Scherenschnitte, Karikaturen, Gemälde, Miniaturen, Medaillen und ähnliche Objekte.

Das Heinz Archiv und die Bibliothek in der Orange Street wurden 1993 von Königin Elisabeth II. eingeweiht. Drue Heinz (1915–2018) war Schauspielerin, Schriftstellerin, Herausgeberin von The Paris Review und Mitbegründerin von Ecco Press. Als Philanthropin und engagierte Förderin von Kunst und Kultur stiftete sie 1981 den Drue Heinz-Literaturpreis. Drue zeigte großes Interesse und Freude an der Arbeit der National Portrait Gallery und vermachte der Galerie bei ihrem Tod im Jahr 2018 eine weitere Schenkung, mit der sie weiterhin die Kernaktivitäten des Heinz-Archivs und der Bibliothek unterstützt.

Die Auswahl der Porträts erfolgt aufgrund der Bedeutung des Porträtierten, nicht des Künstlers, der das Werk geschaffen hat. Zur Sammlung gehören Fotografien, Karikaturen, Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen. In der Sammlung befinden sich auch Selbstporträts zum Beispiel von William Hogarth, Sir Joshua Reynolds und anderen berühmten britischen Künstlern. Seit 1969 sind auch Porträts von lebenden Persönlichkeiten zugelassen.

Das erste Bild, das das Museum bei seiner Gründung erhielt – und wohl bis heute das berühmteste – ist das so genannte Chandos-Porträt des William Shakespeare, das laut einer Untersuchung der NPG von 2006 unter den erhaltenen Bildern des Dichters als der wahrscheinlichste Kandidat für ein echtes Porträt gilt.Charlotte Higgins: . In: The Guardian, 2. März 2006

1896 zog die Galerie in ihr derzeitiges Gebäude direkt neben der National Gallery ein. Das Gebäude wurde seither zweimal erweitert.

Seit 1932 werden auch Fotografien gesammelt. Die erste Person, deren Fotografie nach kontroversen Diskussionen in die Sammlung aufgenommen wurde, war die Kochbuchautorin und Journalistin Isabella Beeton.

Neben den historischen Porträts zeigt das Museum eine Sammlung zeitgenössischer Werke sowie Sonderausstellungen zu einzelnen Künstlern und veranstaltet jährlich den Wettbewerb BP Portrait Award.

Die Sonderausstellungen werden von aufwändig gestalteten Publikationen begleitet.

2025 wurde die National Portrait Gallery von rund 1,52 Millionen Menschen besucht.

Sonderausstellungen (Auswahl) 2002: Mirror Mirror: Self-portraits by women artists 2004: Cecil Beaton Portraits 2008/2009: Annie Leibovitz: A Photographer’s Life, 1990–2005 2009: Constable Portraits: THE PAINTER & HIS CIRCLE 2012: Lucian Freud Portraits. 2012: The Queen: Art and Image 2013: Man Ray portraits 2013: George Catlin: American Indian portraits 2014: Virginia Woolf: art, life and vision 2015: Audrey Hepburn: Portraits of an Icon. 2015/2016: Giacometti: Pure Presence 2016: Russia and the Arts: The Age of Tolstoy and Tchaikovsky 2016: Vogue 100: A Century of Style 2016/2017: Picasso Portraits. 2017: The Encounter: Drawings from Leonardo to Rembrandt 2018: Michael Jackson: On the Wall 2019: Cindy Sherman 2019/2020: Elizabeth Peyton: Aire and Angels 2020: Pre-Raphaelite sisters 2020: Elizabeth Taylor: A Photographic Celebration 2020: David Hockney: Drawing from Life 2023: Paul McCartney. Photographs 1963–64. Eyes of the Storm

Direktoren 1857–1895 George Scharf 1895–1909 Lionel Cust 1909–1916 Charles Holmes 1917–1927 James Milner 1927–1951 Henry M. Hake 1951–1964 Charles Kingsley Adams 1964–1966 David Piper 1967–1973 Roy Strong 1974–1994 John Hayes 1994–2002 Charles Saumarez Smith 2002–2014 Sandy Nairne seit 2015 Nicholas Cullinan

Weblinks

Offizielle Website The new National Portrait Gallery review – ‘It’s the same old cocktail party’

Einzelnachweise

Kategorie:Kunstmuseum in London Kategorie:Porträtgalerie Kategorie:Grade-I-Bauwerk in Greater London Kategorie:Bauwerk in der City of Westminster Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren

Kategorie:Organisation (City of Westminster) Kategorie:Museumsgründung 1856