mini|rechts Die Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945 war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche in Form einer tragbaren Medaille verliehen wurde.

Stiftung und Verleihungsvoraussetzungen Die Medaille wurde am 22. Februar 1958 vom Ministerrat der DDR gestiftet. Ausgezeichnet wurden Beteiligte des Widerstandskampfes gegen den Nationalsozialismus, beispielsweise ehemalige Häftlinge in Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern und politische Emigranten sowie Angehörige der Internationalen Brigaden. Auch das Wirken gegen den Faschismus im Nationalkomitee Freies Deutschland wurde anerkannt, bspw. Generalleutnant Arno von Lenski (seit 1940 ehrenamtliches Mitglied des Volksgerichtshofes, später General der NVA) ebenso das Wirken in der Freien Deutschen Bewegung.

Die Medaille wurde nur einmalig und nur an Einzelpersonen verliehen. Zu ihrer Verleihung, die durch den Vorsitzenden des Ministerrats erfolgte, gehörte eine Urkunde. Alle Träger der Medaille erhielten seit 1964 ein jährliches Ehrengeld von 600 Mark.

Aussehen und Trageweise Die versilberte Medaille mit einem Durchmesser von 32 mm zeigt auf ihrem Avers die vom Betrachter aus gesehen links blickenden Kopfporträts von Rudolf Breitscheid und Ernst Thälmann (vorn). Umschlossen werden diese von der obigen halbkreisförmigen Umschrift: KÄMPFER GEGEN FASCHISMUS. Das Revers der Medaille zeigt dagegen mittig das Staatswappen der DDR umschlossen von der Umschrift: VORWÄRTS UND NICHT VERGESSEN (oben) und die Jahreszahl 1933 . 1945 (unten). Getragen wurde die Medaille an der linken oberen Brustseite an einer 28 mm breiten rechteckigen rot bezogenen Spange, die ab 1959 dann nur noch 24 mm breit war. In das Band war ein 7,5 mm hoher schwarz-rot-goldener Balken in waagerechter Positionierung eingewebt. Die dazugehörige Interimsspange war von gleicher Beschaffenheit.Günter Tautz: Orden und Medaillen. Staatliche Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik (= BI-Taschenlexikon). 2., verbesserte und ergänzte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1983, S. 74.Frank Bartel: Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Aufnahmen von Jürgen Karpinski. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1979, S. 157–158.

Bekannte Träger (Auswahl) 1958: Hermann Axen 1958: Martin Burkhardt 1958: Peter Florin 1958: Paul Fröhlich 1958: Walter Hähnel 1958: Greta Kuckhoff 1958: Charlotte Küter 1958: Arno von Lenski 1958: Paul Lewitt 1958: Arthur Lieberasch 1958: Paul Meuter 1958: Karl Raddatz 1958: Heinrich Rau 1958: Willi Stoph 1958: Elfriede Paul 1958: Erich Mielke 1958: Hannelore Willbrandt-Sieber-Ploog 1959: Ernst Sieber 1959: Otto Kleine 1962: Elisa Úriz Pi (1893–1979) 1963: Otto Herrmann Moritz 1963: Maria Berner 1965: Aleksander Kulisiewicz, Jovanka Broz 1967: Edith Braemer 1971: Doris Wetterhahn Jahr der Verleihung unbekannt: Paul Dessau (1894–1979) Gustav Artur Dorf (1908–1972) John Heartfield (1891–1968) Elisabeth Jäger (1924–2019) Jürgen Kuczynski (1904–1997) Hertha Gordon-Walcher (1894–1990) Betty Loewen-Zimmering (1909–1973) Gertrud Marx (1904–1989) Ilse Schaeffer (1899–1972) Hans Schnitzler (1908–1985) Fritz Schulz (1909–1993) Stanislaw Trabalski (1896–1985) Hedwig Voegt (1903–1988) Franz Franke (1901–1972) Klaus Zweiling (1900–1968) Walter Garbang (1911–1985)

Siehe auch Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer Verfolgter des Naziregimes

Literatur Günter Tautz: Orden und Medaillen. Staatliche Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik (= BI-Taschenlexikon). 2., verbesserte und ergänzte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1983.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (DDR) Kategorie:Widerstand gegen den Nationalsozialismus Kategorie:Erstverleihung 1958 Kategorie:Medaille