miniatur|Felix Semmelroth bei einer Podiumsdiskussion der FR (2007) Felix Semmelroth (* 30. August 1949 in Kassel; † 6. August 2026) war ein deutscher Kulturwissenschaftler und Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main.

Leben Semmelroth studierte Anglistik, Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft. Danach war er bei Radio Bremen und an der Technischen Hochschule Darmstadt tätig, wo er ab 1998 als Honorarprofessor für englische Literaturwissenschaft lehrte.

1989 holte Kulturdezernent Hilmar Hoffmann Semmelroth als Referenten für Literatur und Grundsatzangelegenheiten in das Frankfurter Kulturdezernat. Ab 1996 war er als Referent der Oberbürgermeisterin der Stadt, Petra Roth, tätig; ab 1999 arbeitete er als ihr Büroleiter. Ab Juli 2006 war er gewählter Kulturdezernent und Nachfolger von Hans-Bernhard Nordhoff. Kurz zuvor trat er aus der SPD aus und wurde Parteimitglied der CDU. In seine Amtszeit fielen neben dem Einsatz für den Verleib der Buchmesse in Frankfurt der Neubau des Historischen Museums, die Erweiterung des Jüdischen Museums, die Entwicklung des Deutschen Romantik-Museums, die Erweiterung und Sanierung des Städel-Museums und die Fertigstellung des Deutschen Filmmuseums.

Da 2016 aufgrund neuer Mehrheitsverhältnisse die bisherige schwarz-grüne Koalition im Frankfurter Römer nicht mehr weitergeführt werden konnte und die CDU das Kulturdezernat an ihren neuen Koalitionspartner SPD abgeben musste, erklärte Semmelroth Anfang Mai 2016 seinen Rücktritt zum 1. Juli 2016. Seine Nachfolgerin im Amt war Ina Hartwig von der SPD.Frankfurts Kulturdezernent erklärt seinen Rücktritt, Frankfurter Rundschau, 3. Mai 2016. Von 2018 bis 2019 war er der erste Antisemitismusbeauftragte der Hessischen Landesregierung.

Semmelroth erkrankte 2018 schwer und starb im August 2026 im Alter von 76 Jahren. Er wurde am 26. August 2026 auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.

Tätigkeiten (Auswahl) Mitglied der Fachjury für den Kinder- und Jugendtheaterpreis Karfunkel der Stadt Frankfurt am Main

Veröffentlichungen (Auswahl) Werner Bohne, Felix Semmelroth: Die künstlerische Objektivation des psychisch deformierten Individuums bei George Meredith. Minerva, München 1978, ISBN 3-597-10047-3. (zugl. Diss., Univ. Bremen 1977) Wozu diese dummen Fragen, Genossen?. In: Kursbuch, Rotbuch Verlag, Berlin, Nr. 55, März 1979. (Zeitschriftenaufsatz) Das Böse, das Grausame und das Häßliche. An Beispielen in der Jugend- und Populärkultur. In: Tausend und Ein Buch, Wien, Ausg. 1995 (2), S. 8–17. (Zeitschriftenaufsatz) Jean-Luc Godard, Felix Semmelroth (Red.): Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, Jean-Luc Godard . Amt für Wissenschaft und Kunst, Frankfurt am Main 1995. Felix Semmelroth u. a.: Olympische Spiele Frankfurt Rhein-Main 2012. Machbarkeitsstudie. Lembeck Verlag, Frankfurt am Main 2001. Cinzia Tacconi, Roberta Pieraccioli, Felix Semmelroth: Dietrich Klinge. Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-925782-60-2. (deutsch, italienisch)

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Einzelnachweise

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