mini|Stazerwald mit St. Moritz und St. Moritzersee im Hintergrund Der Stazerwald ( Aussprache: ) ist ein Waldgebiet im Schweizer Kanton Graubünden. Er liegt am nördlichen Hang der Rosatschgruppe im Oberengadin in einer Höhenlage von 1700 bis Der Wald gehört grösstenteils zur Gemeinde Celerina/Schlarigna, kleinere Teile zu St. Moritz und Pontresina.

Natur mini|Stazersee Die Landschaft wurde wesentlich durch die formende Tätigkeit der eiszeitlichen Gletscher geprägt. Neben Rundhöckern finden sich feuchte Senken, Flach- und Hochmoore. An Baumarten herrschen Lärche, Bergföhre und Arve vor.

Der Stazerwald gehört zum ökologischen Smaragd-Netzwerk, einem gesamteuropäischen Netzwerk zum Schutz von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen, und wurde ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) aufgenommen, das 1966 in Kraft trat. 1991 wurden mehrere Zonen ins Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore und 1994 ins Bundesinventar der Flachmoore aufgenommen. Grosse Teile des Stazerwaldes sind als Wildruhezone definiert.Website Wildruhezonen der Schweiz, aufgerufen am 15. Februar 2014.

Inmitten des Waldes liegt der etwa vier Hektar grosse Stazersee (Lej da Staz). Er liegt auf einer Höhe von und ist umgeben von Moorwiesen und Schilfbeständen. Auf dem knapp fünf Meter tiefen See schwimmt Fieberklee.

Tourismus Der Stazerwald ist durch Wanderwege und Langlaufloipen für Touristen und Sportler erschlossen. Durch den Stazerwald führt die Strecke des Engadin Skimarathons.Loipe Engadin Skimarathon (Maloja – S-chanf) Beschrieb auf engadin.stmoritz.ch, abgerufen am 6. Februar 2018 Ein Hotel-Restaurant in Seenähe ist während rund acht Monaten im Jahr geöffnet.

Bahnbau Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war zunächst vorgesehen, die als touristische Sommerbahn geplante Berninabahn durch den attraktiven Stazerwald zu bauen. Aus umweltschützerischen Gründen wurde jedoch am Ende das deutlich teurere Trassee um den Stazerwald herum durch die Charnadüra-Schlucht gewählt. Diese Teilstücke am Rande des Stazerwaldes wurden 1908 (Pontresina–Celerina) und 1909 (Celerina–St. Moritz) eröffnet.

Sport Während der Olympischen Winterspiele 1948 führten die Strecken der Langlaufwettkämpfe durch den Stazerwald.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Waldgebiet in der Schweiz Kategorie:Waldgebiet in Europa Kategorie:Wettkampfstätte der Olympischen Winterspiele 1948 Kategorie:Geographie (Kanton Graubünden) Kategorie:Oberengadin Kategorie:Celerina/Schlarigna Kategorie:Schutzgebietsgründung 1966