Der Sydney-Friedenspreis (auch Sydney Peace Prize) wird von der Sydney Peace Foundation, einer Organisation der Universität Sydney, verliehen. Der Preis ist der einzige internationale Friedenspreis, der in Australien vergeben wird. Die Stadt Sydney zählt hierbei zu den wichtigsten Förderern des Preises.
Jedes Jahr macht sich die siebenköpfige Jury, in der wirtschaftliche, mediale, akademische und soziale Interessen vertreten sind, innerhalb von drei Monaten ein Bild von den Anstrengungen der Nominierten, Frieden durch Gerechtigkeit zu fördern. Die Auszeichnung kann anschließend an eine Organisation oder eine Person vergeben werden.
In der Vergangenheit traf die Jury bereits kontroverse Entscheidungen. Ein Beispiel hierfür ist die Verleihung des Preises an Hanan Aschrawi im Jahr 2003. Aufgrund ihrer Tätigkeit als palästinensische Sprecherin im Nahostkonflikt kam es damals zu Protesten.
Preisträger (Quelle:) 1998 – Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank für Bedürftige 1999 – Desmond Tutu, früherer Nobelpreisträger 2000 – Xanana Gusmão, Dichter und Politiker aus Osttimor 2001 – William Deane, früherer Generalgouverneur von Australien 2002 – Mary Robinson, frühere Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte 2003 – Hanan Aschrawi, palästinensische Akademikerin und Initiatorin von Kampagnen für die Menschenrechte 2004 – Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Friedensaktivistin 2005 – Olara Otunnu, ugandischer UN-Untergeneralsekretär für Kinder und bewaffnete Konflikte 2006 – Irene Khan, Generalsekretärin von Amnesty International 2007 – Hans Blix, früherer Direktor der Waffenkontrollkommission der Vereinten Nationen 2008 – Patrick Dodson, Direktor der Lingiari-Stiftung 2009 – John Pilger, australischer Journalist, Autor und Filmemacher 2010 – Vandana Shiva, indische Wissenschaftlerin und Umweltaktivistin 2011 – Noam Chomsky, amerikanischer Linguist und Aktivist 2012 – Sekai Holland, Menschenrechtlerin und Senatorin aus Simbabwe 2013 – Cynthia Maung, Ärztin aus Myanmar, Gründerin der Mae Tao Clinic 2014 – Julian Burnside, australischer Menschenrechtsanwalt 2015 – George Gittoes, australischer Künstler und Aktivist 2016 – Naomi Klein, kanadische Journalistin und politische Aktivistin 2017 – Black Lives Matter, internationale Bewegung 2018 – Joseph E. Stiglitz, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler 2019 – Tarana Burke, US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Begründerin von MeToo, und Tracey Spicer
Goldmedaille für Frieden und Gerechtigkeit Die Sydney Peace Foundation vergab bisher viermal die Goldmedaille für Frieden und Gerechtigkeit. Preisträger waren Nelson Mandela, der 14. Dalai Lama, Daisaku Ikeda und 2011 Julian Assange.
Weblinks Website der Sydney Peace Foundation (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Friedenspreis Friedenspreis Kategorie:Erstverleihung 1998 Kategorie:Australische Auszeichnung