Die gekaufte Frau (Originaltitel: Gebroken Spiegels) ist ein Kinofilm der niederländischen Regisseurin Marleen Gorris aus dem Jahre 1984.

Handlung Der Film beschreibt auf beklemmende Art und Weise das Leben von Prostituierten in dem Bordell Happy House in Amsterdam. Die Regisseurin Marleen Gorris zeigt den Bordellalltag für die Frauen – Freud und Leid geteilt als Freundinnen und Rivalinnen. Als zweiter Handlungsstrang wird die Entführung und brutal erniedrigende Behandlung einer Frau gezeigt, die mit ihrer Ermordung endet. Der Täter ist ein – gern gesehener – Besucher des Bordells, bis die Frauen ihn enttarnen.

Kritiken Lexikon des internationalen Films: „Weniger an Einzelschicksalen als an der Darstellung alltäglicher Gewalt gegen Frauen interessiert, fängt der Film ein menschenverachtendes Milieu präzise ein; die Regisseurin inszeniert bewußt plakativ-trivial, ohne die „Enthüllungen“ spekulativ auszuschlachten und versucht, ein großes Maß an Schockwirkung und Betroffenheit zu erzielen.“

Im Fischer Film Almanach 1986 heißt es, die Geschichte zeige „ehrlich“ und „überzeugend“ ein „deprimierendes Stück Realität“. Sie nehme „ohne Rücksicht auf Tabus ganz offensichtlich aus Betroffenheit Partei“, verfalle jedoch nicht in „die Bereiche männerfeindlicher Ideologie“.

Die New York Times lobt in ihrer Ausgabe vom 4. März 1987 vor allem die schauspielerischen Leistungen. Der Rezensent, Vincent Canby, unterstellt der Regisseurin die Annahme: Entführung und Mord von Frauen und die Prostitution von Frauen sei im Prinzip dasselbe, nur graduell unterschiedlich. Er hält diese Mutmaßung über das älteste Gewerbe allerdings für falsch.

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Einzelnachweise

Kategorie:Niederländischer Film Kategorie:Thriller Kategorie:Filmtitel 1984