miniatur|hochkant|Steinsdorf vom Mosen-Turm aus gesehen
Steinsdorf ist ein Stadtteil von Plauen im Stadtgebiet Nord und wurde 1999 zusammen mit Jößnitz und Röttis eingemeindet.
Geographie Steinsdorf liegt im Norden Plauens und grenzt an einen weiteren Stadtteil Plauens, an zwei Ortsteile zweier Gemeinden des Vogtlandkreises und an zwei Stadtteile einer Stadt des thüringischen Landkreises Greiz. Unmittelbar westlich von Steinsdorf verläuft die B 92 von Plauen nach Greiz. Durch Steinsdorf verläuft der Elster-Radweg.
Die Fläche der Ortschaft besteht zu 80,6 % aus Landwirtschaftlicher Nutzfläche und zu 11,6 % aus Wald. Die restliche Fläche sind Straßen, Wohn- und Industrieflächen.Gerd Kramer: Stadtentwicklung Plauen, Seite 64–65 in: Brigitte Unger, Werner Pöllmann u. a. (Hrsg.): Der Vogtlandatlas. Regionalatlas zur Natur, Geschichte, Bevölkerung, Wirtschaft und Kultur des Sächsischen Vogtlandes. 3. Auflage. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2007, ISBN 978-3-937386-18-8
Geschichte Steinsdorf wurde erstmals im Jahre 1418 in vier Schreibweisen als Stawstorff, Stanßdorff, Stensdorff und Steinstorff erwähnt und war lange Zeit kaum mehr als ein kleines Rittergut, das von ein paar Bauerngehöften umgeben war. Der Ort unterstand politisch zunächst den Vögten von Plauen und ab 1559 dem albertinischen Kurfürstentum Sachsen (Amt Plauen). Die Gemeinde gehörte später zur Amtshauptmannschaft Plauen und anschließend zum Landkreis Plauen, bis sie am 1. April 1993 nach Jößnitz eingemeindet wurde. Am 1. Januar 1999 wurde Jößnitz inklusive Steinsdorf und Röttis in die damals noch kreisfreie Stadt Plauen eingemeindet. Steinsdorf ist spätestens seit 2006 staatlich anerkannter Erholungsort.Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Liste der Sächsischen Kur- und Erholungsorte gemäß § 3 Abs. 5 SächsKurG vom 9. Februar 2006 (SächsABl. S. 185) auf: revosax.sachsen.de
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl1557 18 besessene Mann, 2 Häusler, 15 Inwohner1764 17 besessene Mann, 3 Häusler, 5 5/6 Hufen je 30 Scheffel Jahr Einwohnerzahl1990 1641991 1531992 150 Jahr Einwohnerzahl2002 1792011 175
Politik Ortschaftsrat Der Ortschaftsrat für Steinsdorf, Jößnitz und Röttis besteht seit der letzten Wahl am 26. Mai 2019 aus acht Mitgliedern mit Vertretern der CDU, der SG Jößnitz und der FDP.
Ehrenamtlicher Ortsvorsteher ist Michael Findeisen (CDU).
Die Ortschaftsratswahlen von 1999 bis 2019 hatten folgende Ergebnisse (zum Vergleich ist auch noch die letzte Wahl zum Gemeinderat 1994 mit aufgeführt):
Parteien und Wählergemeinschaften201920142009 2004 1999 19941994 fand die letzte Wahl zum Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde statt. % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % SitzeSG J e. V.Sportgemeinschaft Jößnitz e. V.42,1427,1319,5221,0213,1110,21CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands40,8342,1318,2217,1224,5312,81FDPFreie Demokratische Partei17,1117,1126,3321,4219,1244,85LinkeDie LinkeBis 2004 als Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS).----13,7121,8222,5218,1214,41FVSJFörderverein Schloß Jößnitz e. V.--------8,5011,1115,019,71DSU Deutsche Soziale Union--------5,706,9010,118,11Gesamt100810081009100999,9Die restlichen Stimmen zu 100 % entfielen auf einen Einzelbewerber.910010Wahlbeteiligung in %69,154,848,746,454,275,3
Öffentlicher Nahverkehr Steinsdorf ist mehrmals täglich mit der Linie 40 des Verkehrsverbunds Vogtland mit dem Oberen Bahnhof Plauen verbunden. Am Albertplatz existiert Umsteigemöglichkeit zur Straßenbahn Plauen und zum Stadtbus.
Kultur und Sehenswürdigkeiten miniatur|hochkant|Die Kirche in Steinsdorf Bedeutendstes Bauwerk des Ortes ist die evangelisch-lutherische Dorfkirche mit einem Altar des sächsischen Bildschnitzers Peter Breuer aus dem Jahr 1497. Die alte Schule von Steinsdorf steht unter Denkmalschutz, dient allerdings seit 1999 nach kompletter Sanierung als Wohnhaus.
Vereine Über Steinsdorf hinaus bekannt ist vor allem der Golfclub Plauen. 2007 wurde der Kultur- und Sportverein Plauen-Steinsdorf gegründet. Ende 2007 wurde der Kultur- und Schmiedeverein zu Steinsdorf e. V. gegründet und hat derzeit 10 Mitglieder. Seine Hauptaufgabe sieht er in der Pflege des Brauchtums und des alten Schmiedehandwerks. Im Jahr 2009 gründete sich der Heimatverein Alberthöhe.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Steinsdorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogtlandkreis) Kategorie:Gemeindeauflösung 1993 Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Sachsen