Hălmeag [] (, ) ist ein Dorf in der Gemeinde Șercaia (Schirkanyen) in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|Hălmeag (Halmágy) in der Josephinischen Landaufnahme von 1769 bis 1773. Hălmeag liegt im Tal des Flusses Olt (Alt) östlich von Făgăraș (dt. Fogarasch, ung. Fagaras). An der Kreisstraße (drum județean) DJ 131C ist der Ort über die Alt-Brücke mit dem vier Kilometer südlich gelegenem Gemeindezentrum verbunden.
Geschichte Hălmeag wurde erstmals 1211 als sächsische Siedlung urkundlich erwähnt. Zur Zeit der Türkenkriege wurde der Ort weitestgehend entvölkert und 1488 mehrheitlich mit Magyaren besiedelt. Eine Besiedlung des Ortes deutet nach archäologischen Funde jedoch in die Latènezeit zurück. Die evangelische Kirche mit den Resten der Kirchenburgbefestigung gehört mit jener in Kerz und Michelsberg zu den ältesten Kirchen in Siebenbürgen und Osteuropa. Die Kirche wurde zuletzt 1979 restauriert.
Bevölkerung Die Bevölkerung in Hălmeag entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1389 185 1129 - 75 1920 1090 235 851 1 3 1941 1019 121 802 - 96 1966 744 146 595 3 - 1992 659 320 280 - 59 2002 562 312 213 - 37 2011Varga E. Árpád: Volkszählungen 1852–2011 in Siebenbürgen bei nepszamlalas.adatbank.ro (ungarisch). 508 299 184 2 23 Seit 1850 wurde in Hălmeag die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1850 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1992, die der Roma (91) 1977 und die der Rumäniendeutschen (15) wurde 1890 ermittelt.
Religion In Halmagen gibt es eine orthodoxe sowie eine ca. 200 Gläubige zählende evangelisch-lutherische Gemeinde.
Sehenswürdigkeiten Die evangelische KircheAngaben zur evangelischen Kirche in Hălmeag bei biserici.org, abgerufen am 20. Juni 2021 (rumänisch). und deren Glockenturm im 13. Jahrhundert errichtet und im 15. erneuert, stehen nach Angaben des Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Das Portal und eine Nische der Kirche im romanischen Stil deuten ins Mittelalter.
Die Büste der Sisi von Halmagen, 1906 errichtet, steht auf dem Friedhof von Halmagen in der Nähe der Gruft des Michael Fronius.Angaben zur Sisi von Halmagen bei siebenbuerger.de, abgerufen am 19. Juni 2021. Auf dem Gebiet des Dorfes und dem des Nachbardorfes Șona (Schönen) der Gemeinde Mândra (Kladendorf) befinden sich mehrere Hügelgruppen die noch nicht erforscht wurden – vermutlich Hügelgräber.Dan Nedelea: Die "Pyramiden" von Șona und Hălmeag, bei rumaenienadventskalender.de, abgerufen am 20. Juni 2021.
Persönlichkeiten
Michael Fronius (1727–1799), hier gestorben, war Politiker und Stadtrichter in Kronstadt.Angaben zu Michael Fronius bei mek.oszk.hu, abgerufen am 19. Juni 2021 (ungarisch). Katalin Varga (1802–1852), war in den 1840er Jahren eine ungarische Führerin einer siebenbürgischen Bergarbeiterbewegung.Angaben zu Katalin Varga bei mek.oszk.hu, abgerufen am 20. Juni 2021 (ungarisch).Simona Suciu: Ecaterina Varga, femeia care a ajuns la Viena pentru viața țăranilor români. bei adevarul.ro, abgerufen am 20. Juni 2021 (PDF; 396 kB; rumänisch).
Weblinks
Einzelnachweise