zentriert|350px|Schlacht von Ingavi Die Schlacht von Ingavi beendet mit einem Sieg Boliviens den Peruanisch-Bolivianischen Krieg. zentriert|177px|John Tyler, Bild von James Reid Lambdin, 1841 John Tyler wird Präsident der Vereinigten Staaten, nachdem William Henry Harrison als erster Präsident im Amt stirbt. zentriert|163px|Marie Lafarge in ihren 1841 erschienenen Memoiren Marie Lafarge wird auf der Grundlage eines toxikologisch-chemischen Beweises des Mordes überführt. 1841 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1289/90 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1833/34 (10./11. September) Bengalischer Solarkalender 1246/47 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2384/85 (südlicher Buddhismus); 2383/84 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 75. (76.) Zyklus Jahr des Metall-Büffels 辛丑 (am Beginn des Jahres Metall-Ratte 庚子) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1203/04 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4174/75 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1219/20 Islamischer Kalender 1256/1257 (Jahreswechsel 22./23. Februar) Jüdischer Kalender 5601/02 (15./16. September) Koptischer Kalender 1557/58 (10./11. September) Malayalam-Kalender 1016/17 Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1256/57 (1. März) Seleukidische Ära Babylon: 2151/52 (Jahreswechsel April) Syrien: 2152/53 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1897/98 (April)
Ereignisse Politik und Weltgeschehen Eidgenossenschaft
10. Januar: Die Verhaftung der Mitglieder des katholisch-konservativen Bünzer Komitees führt zu einem bewaffneten Aufstand im Freiamt im Schweizer Kanton Aargau. 13. Januar: Die Aufhebung aller Klöster im Schweizer Kanton Aargau führt zum Aargauer Klosterstreit.
Weitere Ereignisse in Europa
4. Juni: Im britischen Unterhaus wird ein Misstrauensvotum gegen die Regierung von Premierminister Lord Melbourne mit einer einzigen Stimme Mehrheit (312 zu 311) angenommen. Wenig später werden Neuwahlen ausgeschrieben. 13. Juli: Im Dardanellen-Vertrag der europäischen Großmächte mit dem Osmanischen Reich wird die Passage von Kriegsschiffen durch die Dardanellen verboten, ausgenommen türkische Kriegsschiffe und – im Kriegsfall – Schiffe der Verbündeten des Sultans. 2. Oktober: Nach dem kinderlosen Tod von Honoré V. wird sein Bruder Florestan Fürst von Monaco aus dem Haus Grimaldi. 20. Dezember: In London wird der Quintupelvertrag unterzeichnet, welcher auf die Unterdrückung von Sklavenhandel abzielt. Während Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland den Vertrag anschließend ratifizieren, geschieht dies in Frankreich nicht.
Erster Opiumkrieg in China
7. Januar: In der Schlacht von Chuenpi greifen britische Schiffe und Bodentruppen die chinesische Küstenverteidigung im Bocca Tigris vor der Stadt Kanton an. Die britischen Kräfte fügen den chinesischen Verteidigern schwere Verluste zu. Als Resultat stimmt der chinesische Oberbefehlshaber Qishan Verhandlungen mit den Briten zu, die allerdings an der Ablehnung des Kaisers Daoguang scheitern. 20. Januar: Großbritannien besetzt die chinesische Stadt Hongkong. Erster Gouverneur wird Henry Pottinger. Dieser erobert im August auch noch die Städte Xiamen, Ningbo und Zhoushan. 23. bis 26. Februar: In der Schlacht am Humen gelingt es der britischen Expeditionsflotte unter Charles Elliot, die Küstenbefestigungen am Schifffahrtsweg zur südchinesischen Stadt Kanton unter ihre Kontrolle zu bringen. 18. März: In der Erste Schlacht bei Kanton erobert die britische Expeditionsflotte die Dreizehn Faktoreien in Kanton, welche bis zur Unterbrechung der Handelsbeziehungen als Exporthafen für die europäischen Kaufleute gedient haben. Zum Zeitpunkt der Schlacht hat bereits 90 % der Bevölkerung die Stadt entgegen den Befehlen des Qing-Militärs verlassen. Nach der Schlacht wendet sich Elliot an Yang Fang und fordert ihn auf, den Kantonhandel wieder zuzulassen, ansonsten würden sich die britischen Truppen nicht wieder aus der Stadt entfernen. Entgegen den Befehlen des Kaisers lässt Yang Fang den Handel ab dem 21. März wieder zu. 21. bis 26. Mai: In der zweiten Schlacht bei Kanton zerschlagen britische Truppen den organisierten Widerstand chinesischer Truppen bei Kanton nach einem gescheiterten Angriff des Qing-Militärs. Der Befehlshaber der Chinesen wird durch die militärische Lage zum Abschluss eines Waffenstillstands mit den Briten gezwungen. Nach dessen Erfüllung räumen die Briten die direkte Umgebung der Stadt gegen diplomatische Zugeständnisse wieder. 30./31. Mai: Sanyuanli-Vorfall 26./27. August: Schlacht von Amoy 29. September bis 1. Oktober: Eroberung von Chusan 10. Oktober: Schlacht von Zhenhai
Erster Anglo-Afghanischer Krieg
Frühjahr: William George Keith Elphinstone übernimmt von Willoughby Cotton den Oberbefehl der britischen Truppen in Kabul. William Nott befehligt den gesamten Bereich Sindh und den Süden Afghanistans. Sein Hauptquartier hat er seit Januar in Kandahar. August: Die britische Regierung unter Robert Peel reduziert die Zahlungen an die afghanischen Stammesführer und entzieht so deren Unterstützung für die britische Besetzung. Im Laufe des Jahres mehrt sich die Unruhe, genährt von Steuererhöhungen durch König Schah Schudscha und das ausschweifende Leben einiger britischer Offiziere, allen voran Alexander Burnes. Am 9. Oktober werden Soldaten der 35th Native Infantry unter Oberst Monteath am Khoord Kabul Pass angegriffen. Daraufhin wird eine Brigade unter Robert Henry Sale nach Dschalalabad verlegt, die am 12. Oktober losmarschiert. 2. November: In Kabul versammelte sich eine Menschenmenge vor Alexander Burnes Haus und tötet ihn bei einem Fluchtversuch. Die dabei gezeigte Untätigkeit der Briten ermutigt die Einheimischen zu einem allgemeinen Aufstand und zur Belagerung der britischen Garnison. 12. November: Die Brigade unter Robert Henry Sale trifft in Dschalalabad ein und beginnt mit der Belagerung der Stadt. Am 23. November unternimmt die britische Garnison in Kabul einen Ausfall, um zwei afghanische Geschütze zu zerstören. Bei einem anschließenden Angriff auf eine in der Nähe gelegene Siedlung erleidet sie starke Verluste und zieht sich zurück. Die Ankunft von Mohammed Akbar, einem Sohn Dost Mohammeds, mit 6.000 Mann in Kabul verschärft die Situation. Mittlerweile stehen etwa 30.000 afghanische Kämpfer rund 4.500 britisch-indischen Truppen gegenüber. 23. Dezember: Bei Verhandlungen mit Mohammed Akbar wird der Kolonialbeamte William Macnaghten erschossen. Erneut reagiert der britische Kommandeur Elphinstone nicht. Eldred Pottinger wird neuer britische Verhandlungsführer und akzeptiert die Kapitulation. Einige britische Offiziere sollen nach dem Abzug der Garnison als Geiseln in Kabul verbleiben.
Australien
26./27. August: Beim Rufus-River-Massaker ermorden weiße Siedler und Schafzüchter 35 Aborigines im Zuge einer „Strafexpedition“.
Nordamerika
4. März: William Henry Harrison wird als neunter US-Präsident in sein Amt eingeführt. Er löst den seit 1837 amtierenden Präsidenten Martin Van Buren ab. 4. April: Mit William H. Harrison stirbt der erste US-Präsident im Amt und in der bisher kürzesten Amtsdauer. Todesursache ist eine Lungenentzündung, die sich Harrison bei seiner Inaugurationsrede geholt hat, weil er keinen Mantel als Kälteschutz trug. John Tyler wird als zehnter US-Präsident sein Nachfolger. Mit seiner Haltung, dass er vollwertiger Präsident sei und nicht, wie von manchen angenommen, nur als Vizepräsident präsidiale Vollmachten übernehme, schafft er einen Präzedenzfall für die Nachfolgeregelung für den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der Schweizer Abenteurer Johann August Sutter gründet nach seiner Ankunft in Kalifornien auf Land, das er vom mexikanischen Gouverneur zur landwirtschaftlichen Nutzung erhalten hat, die Privatkolonie Neu-Helvetien. Dazu vertreibt er die Ureinwohner von dem Land und erwirbt für 30.000 Piaster die russische Kolonie Fort Ross.
Südamerika
18. November: In der Schlacht von Ingavi besiegen die Bolivianer unter General José Ballivián Segurola die ins Land eingedrungene peruanische Armee mit Präsident Agustín Gamarra an der Spitze. Nach 50 Minuten ist der Peruanisch-Bolivianische Krieg zu Ende.
Wirtschaft
mini|hochkant|Penny Red 10. Februar: Die Penny Red ersetzt die One Penny Black als Britische Briefmarke zum Nominalwerd von einem Penny. Der Wechsel von der schwarzen zur rotbraunen Marke hängt unmittelbar mit der Entwertung zusammen. Die Penny Black ist zunächst mit roter Stempelfarbe entwertet worden, üblicherweise durch den Malteserkreuzstempel. Diese roten Entwertungen ließen sich jedoch teilweise chemisch entfernen. Eine schwarze Entwertung ist widerstandsfähiger, auf der schwarzen Marke aber schlecht verwendbar. Mit der Penny Red wird das Farbsystem deshalb umgekehrt: rotbraune Marke und schwarzer Poststempel. 10. April: Die New York Tribune wird von Horace Greeley gegründet. 24. Juni: Die Berliner Schwermaschinenfabrik August Borsig liefert ihre erste Lokomotive aus. 5. Juli: Tourismus-Pionier Thomas Cook organisiert die erste gemeinsame Reise in England für 570 Anhänger der Abstinenzbewegung. 1. September: Mit der Bahnstrecke Köln–Düren–Aachen werden der Königsdorfer Tunnel und der Burtscheider Viadukt in Betrieb genommen. 11. September: Der Maler John Goffe Rand erhält ein US-Patent über die von ihm erfundene Tube, die ursprünglich zum Befüllen mit Farbe gedacht ist.
miniatur|hochkant|Wappen Ecuadors mit dem Schiff Guayas 9. Oktober: Das erste Dampfschiff in Südamerika, benannt nach dem Fluss Guayas, nimmt an der Westküste des Kontinents seinen Betrieb auf. Der Konstrukteur Vicente Rocafuerte war bis 1839 Staatspräsident Ecuadors. Das Schiff ist im Wappen des Landes verewigt. P. T. Barnum übernimmt das American Museum und baut es zu einem der größten Entertainmentkonzerne des 19. Jahrhunderts aus.
Wissenschaft und Technik
16. Oktober: Im kanadischen Kingston (Ontario) wird die Queen’s University gegründet. Das Wasserwerk der Kaiser-Ferdinands-Wasserleitung zur Wiener Wasserversorgung nimmt den Teilbetrieb auf.
Kultur Literatur
Der Doppelmord in der Rue Morgue von Edgar Allan Poe erscheint in der April-Ausgabe von Graham's Magazine in Philadelphia. 17. Juli: Das Satiremagazin Punch erscheint erstmals in London. James Fenimore Cooper veröffentlicht mit Der Wildtöter den fünften und letzten Roman seines Lederstrumpf-Zyklus. Im chronologischen Handlungsablauf der Serie bildet er den ersten Teil.
mini|hochkant|Uli der Knecht, Titelseite der Erstausgabe von 1841 Der Schweizer Pfarrer Jeremias Gotthelf veröffentlicht den episodenhaften Bildungsroman Wie Uli, der Knecht, glücklich wird. Georg Herwegh veröffentlicht das satirische Gedicht Wiegenlied. Die erste Ausgabe der wissenschaftlich-literarischen Zeitschrift Moskwitjanin erscheint in Moskau.
Musik und Theater
21. Januar: Uraufführung der komischen Oper Le Guittarero von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris 11. Februar: Die Uraufführung der Oper Adelia von Gaetano Donizetti findet am Teatro Apollo in Rom statt. Das Libretto verfassten Felice Romani und Girolamo Maria Marini. Die Titelrolle singt Giuseppina Strepponi. Es kommt zu tumultartigen Szenen, da die auf dem Schwarzmarkt verkauften Karten die Sitzplätze bei weitem übersteigen. 6. März: Die Oper Les diamants de la couronne (Die Krondiamanten) von Daniel-François-Esprit Auber mit einem Libretto von Eugène Scribe und Jules Henri Vernoy Marquis de Saint-Georges wird an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt. Sie wird eines der erfolgreichsten Werke des Komponisten. 13. März: Die Uraufführung der Oper Il proscritto von Otto Nicolai findet am Teatro alla Scala di Milano in Mailand statt. Das Libretto stammt von Gaetano Rossi nach der literarischen Vorlage von Frédéric Soulié. Gemeinsam mit Siegfried Kapper arbeitet der Komponist die Oper in den nächsten Jahren beinahe komplett um.