Tadeusz Dębicki (* 31. August 1945 in Kalisz) ist ein polnischer Politiker (Samoobrona, RLN, PL). Er gehörte von 2005 bis 2007 dem Sejm in der V. Wahlperiode an.

Leben und Beruf Dębicki schloss 1970 die Fachschule für Landtechnik in Lipno ab. Von 1970 bis 1988 arbeitete er in einem Gartenbaubetrieb in Posen. Anschließend bewirtschaftete er einen 35 Hektar großen Bauernhof. Zeitweise war er Abgeordnetenmitarbeiter des Sejm-Abgeordneten Wojciech Mojzesowicz. 2010 wurde er Mitinhaber und Aufsichtsratsmitglied des Verlages der Zeitung „Myśl Polska“. Er ist verheiratet.

Politik Von 1973 bis 1976 war Dębicki Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei. 1993 trat er der linksnationalen Landwirtegewerkschaft „Samoobrona“ bei, deren stellvertretender Vorsitzender er von 1999 bis 2006 war. 2000 wurde er Woiwodschaftsvorsitzender der mit dieser korrespondierenden Partei Samoobrona Rzeczpospolitej Polskiej in der Woiwodschaft Großpolen. Zeitweise war er auch stellvertretender Parteivorsitzender auf gesamtpolnischer Ebene. Auf Vorschlag der Gewerkschaft wurde er 2004 Aufsichtsratsmitglied der Landwirtschaftsagentur „Agencja Nieruchomości Rolnych“.„Odpowiedź sekretarza stanu w Ministerstwie Skarbu Państwa - z upoważnienia ministra - na zapytanie nr 2856 w sprawie Rady Nadzorczej Agencji Nieruchomości Rolnych“ auf orka2.sejm.gov.pl, abgerufen am 19. August 2026.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er in den Gemeinderat von Kleszczewo gewählt. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 kandidierte er für das Wahlbündnis Przymierze Społeczne, an dem sich Teile der Samoobrona beteiligten, erfolglos zum Sejmik der Woiwodschaft Großpolen. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 wurde er für die Samoobrona in den großpolnischen Sejmik gewählt.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. Dort war er bis zu seiner Wahl in den Sejm Fraktionsvorsitzender.

Bei den Sejmwahlen 1993, als die Samoobrona mit 2,8 % der Stimmen an der 5-%-Hürde scheiterte,Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 611. 1997, als die Partei ebenfalls scheiterte und im Wahlkreis Posen gar nur 0,1 % der Stimmen erhielt,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. und 2001, als der Samoobrona zwar erstmals der Sprung in den Sejm gelang, sie jedoch im Wahlkreis Posen kein Mandat errang,Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. kandidierte er jeweils erfolglos für das polnische Parlament. Von 25. September 2005 bis 2007 war er Abgeordneter der Samoobrona im Sejm. Er wurde bei der Parlamentswahl 2005 mit 10.027 Stimmen im Wahlkreis 36 Kalisz gewählt.Sejm-Wahlen 2005 Kalisz Er leitete dort die Unterausschüsse für das Pflanzenschutzgesetz und Wasserwirtschaft. Im September 2006 trat er aus Protest gegen die Ablösung von Wojciech Mojzesowicz als Landwirtschaftsausschussvorsitzender aus der Samoobrona aus.„Dębicki i Pilarz rezygnują z członkostwa w klubie Samoobrony“ auf wiadomosci.wp.pl, abgerufen am 19. August 2026. Daraufhin schloss er sich der Ruch Ludowo-Narodowy an.„Uciekinierzy z Samoobrony i LPR liczą na o. Rydzyka“ auf wiadomosci.wp.pl, abgerufen am 19. August 2026. Er war fünf Jahre lang stellvertretender Vorsitzender dieser Partei.„Kongres RLN będzie kongresem zjednoczeniowym“ auf mercurius.myslpolska.pl, abgerufen am 19. August 2026. Bei der Parlamentswahl 2007 kandidierte er nicht und schied aus dem Sejm aus.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 2010 kandidierte er für RLN erfolglos auf der Liste der Prawo i Sprawiedliwość (PiS) zum Sejmik der Woiwodschaft Großpolen.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. Bei der Parlamentswahl 2011 kandidierte er für die RLN auf der Liste der Polska Jest Najważniejsza.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. Diese scheiterte jedoch mit 2,2 % der Stimmen an der 5-%-Hürde.Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. 2012 verließ er die RLN und wurde Vorsitzender des Nationalrates der Vereinigung „Samopomoc RP“.Website der Samopomoc RP, abgerufen am 19. August 2026. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014 (auf der Liste der PiS)Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. und 2018 (als Mitglied der Partia Chłopskiej auf der Liste Sojusz Lewicy Demokratycznej / Lewica Razem)Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. August 2026. kandidierte er jeweils erneut erfolglos für den großpolnischen Sejmik.

Weblinks Abgeordneten-Biographie des Sejm (polnisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Dritte Republik) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:PZPR-Mitglied Kategorie:Samoobrona-Mitglied Kategorie:Person (Kalisz) Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Mann