Basisdaten Landeskirche: Evangelische Landeskirche in Württemberg Prälat: Ralf Albrecht Fläche: km² Gliederung: 14 Kirchenbezirke Gemeindeglieder: 440.868 (31. Dez. 2023) Adresse derPrälatur: Alexanderstr. 7074074 Heilbronn Karte 200px|Lage der Prälatur Heilbronn innerhalb der Evang. Landeskirche in Württemberg

Die Prälatur Heilbronn, auch Sprengel Heilbronn genannt, ist eine von derzeit (2026) vier Prälaturen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im Gegensatz zum Kirchenbezirk, welcher eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, hat die Prälatur keine Rechtspersönlichkeit. Es handelt sich lediglich um einen kirchlichen Verwaltungsbezirk. Die Leitung der Prälatur obliegt dem Prälaten (der Prälatin), der auch als Regionalbischof (Regionalbischöfin) bezeichnet wird.

Aufgaben Der Prälat hat die Aufgabe die Dekane in seiner Prälatur zu visitieren. Er ist aber auch in der Seelsorge unter den Pfarrerinnen und Pfarrern tätig und wirkt bei der Wiederbesetzung der Gemeindepfarrstellen mit. Er ist Mitglied im Kollegium des Oberkirchenrats.

Gebiet Die Prälatur Heilbronn umfasst den gesamten Norden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, also das Gebiet von Weikersheim im Norden bis Schorndorf im Süden und von Mühlacker im Westen bis Crailsheim im Osten. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Region Heilbronn-Franken, soweit die Gebiete nicht zur Evangelischen Landeskirche in Baden gehören. Ferner gehört der östliche Teil des Enzkreises und der Großteil des Rems-Murr-Kreises zur Prälatur Heilbronn. Die Kirchenbezirke Backnang, Mühlacker, Schorndorf und Waiblingen kamen erst mit der Auflösung der Prälatur Ludwigsburg am 1. Mai 2003 zur Prälatur Heilbronn.

Bis 2020 bestand die Prälatur aus 15 Kirchenbezirken. Nach mehreren Fusionen sind es derzeit (2026) noch sieben. Zum 1. Januar 2028 ist auch die Fusion der drei Kirchenbezirke Schorndorf, Backnang und Waiblingen zum Kirchenbezirk Rems-Murr vorgesehen.Zeitenwende in evangelischer Kirche - ab 2028 kein Dekanat mehr in Schorndorf Waiblinger Kreiszeitung online, 19. Oktober 2025

Zur Prälatur gehören die folgenden Kirchenbezirke: Backnang Crailsheim-Blaufelden (2023 fusioniert aus den Kirchenbezirken Blaufelden und Crailsheim, inkl. des 1976 aufgelösten Kirchenbezirks Langenburg) Heilbronn-Brackenheim (2025 fusioniert aus den Kirchenbezirken Brackenheim und Heilbronn) Hohenlohe (2025 fusioniert aus den Kirchenbezirken Künzelsau, Öhringen und Weikersheim) Mühlacker Weinsberg-Neuenstadt (2020 fusioniert aus den Kirchenbezirken Weinsberg und Neuenstadt am Kocher) Schorndorf Schwäbisch Hall-Gaildorf (2025 fusioniert aus den Kirchenbezirken Gaildorf und Schwäbisch Hall) Waiblingen

Geschichte mini|Kilianskirche, vom Kiliansplatz aus gesehen Die Prälaturen gehen zurück auf die früheren Generalsuperintendenturen (auch Generalate) in Württemberg. Diese wurden schon bald nach Einführung der Reformation an den Standorten der ehemaligen Klöster (Adelberg, Bebenhausen, Denkendorf und Maulbronn) eingesetzt. An der Spitze stand jeweils ein dem Propst der Stiftskirche Stuttgart unterstehender Generalsuperintendent. Das Amt des Generalsuperintendenten war jedoch meist nicht mit dem jeweiligen Klostersitz verbunden, vielmehr trug der Verwaltungsbezirk lediglich deren Bezeichnung. Im Laufe Geschichte wurden die Bezeichnungen der Generalsuperintendenturen mehrmals verändert.

Heilbronn gehörte als Freie Reichsstadt bis 1803 nicht zu Württemberg. Erst seit 1806 gibt es daher eine Generalsuperintendentur Heilbronn. Daneben gab es eine Generalsuperintendentur Schwäbisch Hall, die aus der früheren Generalsuperintendentur Schöntal hervorging. 1913 wurde die Generalsuperintendentur Schwäbisch Hall aufgelöst und das Gebiet der Generalsuperintendentur Heilbronn entsprechend vergrößert. 1924 wurden aus den Generalsuperintendenturen die Prälaturen. Bis 1951 befand sich der Sitz des Prälaten von Heilbronn noch in Schwäbisch Hall. Das Gebiet der Prälatur Heilbronn veränderte sich also mehrmals, insbesondere durch die Neubildung der Prälatur Ludwigsburg im Jahr 1992 sowie deren Wiederaufhebung 2003.

Hauptkirche der Prälatur Heilbronn ist die Kilianskirche in Heilbronn, in welcher der Prälat auch regelmäßig Gottesdienste hält.

Zum 1. Januar 2027 wird die Prälatur mit der Prälatur Stuttgart fusionieren.Zwei statt vier Prälaturen ab 1. Januar 2027 auf der Website der Evangelische Landeskirche in Württemberg.

Generalsuperintendenten und Prälaten seit 1806 1806–1813/14: Christian Friedrich von Duttenhofer 1814: Wolfgang Friedrich von Gess 1814–1820: D. Georg Heinrich von Müller (1750–1820) 1821/23–1841: Jakob Friedrich von Märklin (1771–1841) 1841–1844: Friedrich von Geß (1787–1844) 1844–1852: Gottlob Eberhard von Hafner (1785–1858) 1852–1866: Edmund von Sigel (1805–1866) 1867–1871: Hermann Adolf von Stock (1809–1871) 1871–1880: Friedrich von Brackenhammer (1810–1889) 1880–1888: Karl von Raiffeisen (1820–1888) 1889–1890: Rudolf von Schmid (1828–1907) 1890–1894: Viktor von Sandberger (1835–1912) 1894–1900: Karl von Berg (1837–1921) 1900–1902: Oskar Achilles Gustav von Schwarzkopf (1838–1903) 1903–1912: Paul von Wunderlich (1844–1930) 1913–1917: Karl von Keeser 1917–1925: Hermann Paul von Dopffel 1925–1927: Konrad Hoffmann (1867–1959) 1927–1929: Theophil Wurm (1868–1953) 1929–1945: Karl Gauß (1869–1945); vom 9. Oktober bis 19. November 1934 wurde Wilhelm Ludwig Hermann Krauß (1890–1943) kommissarisch von den DC eingesetzt 1945–1959: Wilfried Lempp (1889–1967); bis 1951 Sitz in Schwäbisch Hall 1959–1983: Albrecht Hege (1917–2017) 1983–1992: Walter Bilger (1930–2009) 1992–1999: Hans Kümmel (1936–2014) 1999–2006: Paul Dieterich (* 1941) 2007–2011: Hans-Dieter Wille (* 1946) 2012–2020: Harald Stumpf (* 1958) 2020–heute: Ralf Albrecht (* 1964)Pressemitteilung vom 8. September 2020 siehe

Weblinks Offizieller Internetauftritt der Prälatur Heilbronn

Einzelnachweise

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