Arborn ist seit 1977 ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geographie Arborn liegt am Südhang des Westerwaldes. In der Gemarkung liegt der Knoten, mit einer der höchsten Berge im hessischen Teil des Westerwaldes.

Geschichte Ortsgeschichte Die erste bekannte urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1391 unter dem Namen Alborn. Am 17. Juni des genannten Jahres belehnte Bischof Eckard von Worms den Ritter Conrad von Essershausen mit der Burg Essershausen, sowie Zehnt- und anderen Grundrechten Weilmünster, Mengerskirchen und Arborn. Damit lernen wir die Grundherren kennen, unter denen Arborn zwar nicht gegründet, wohl aber umbenannt wurde. Es sind die Bischöfe von Worms. Die Nassauer Grafen erwarben den Wormser Besitz in der Calenberger Zent, zu der auch Arborn gehörte und waren infolgedessen Rechtsnachfolger der Bischöfe geworden. Außerdem zeigen Verkäufe und Verpfändungen, dass die Beilsteiner Grafen nahezu die ganze Arborner Dorfmark als Eigentum in Anspruch nahmen.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Januar 1977 wurde die Gemeinde Arborn im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit den bis dahin ebenfalls selbstständigen Gemeinden Greifenstein, Beilstein, Nenderoth, Odersberg und Ulmtal kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Greifenstein zusammengeschlossen. Für Arborn wurde, wie für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Greifenstein, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.Hauptsatzung der Gemeinde Greifenstein § 6. Abgerufen im Februar 2019. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Beilstein.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Arborn angehört(e):

14. Jahrhundert: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Dillenburg, Kalenberger Zent 1343–1561: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Beilstein, Amt Beilstein 1562–1606: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Dillenburg, Amt Beilstein 1607–1620: Heiliges Römisches Reich, Nassau-Beilstein, Amt Beilstein ab 1621 Heiliges Römisches Reich, Grafschaft/Fürstentum Nassau-Diez, Amt Beilstein ab 1790: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Diez, Amt Mengerskirchen 1806–1813: Großherzogtum Berg, Département Sieg, Arrondissement Dillenburg, Kanton Driedorf 1813–1815: Fürstentum Nassau-Oranien, Amt Mengerskirchen ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1849: Herzogtum Nassau, Kreisamt HerbornAbtrennung der Justiz (Justizamt Herborn) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Herborn ab 1867: Norddeutscher BundDer Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs., Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, DillkreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Usingen) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Dillkreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Dillkreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Dillkreis ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde GreifensteinAm 1. Januar 1977 schlossen sich die Gemeinden Ulmtal (mit ihren Ortsteilen) und Beilstein (mit den Ortsteilen Beilstein, Rodenroth und Rodenberg) mit den Orten Arborn, Greifenstein, Nenderoth und Odersberg zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammen. ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Lahn-Dill-Kreis, Gemeinde Greifenstein

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Arborn 576 Einwohner. Darunter waren 6 (1,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 99 Einwohner unter 18 Jahren, 246 waren zwischen 18 und 49, 114 zwischen 50 und 64 und 117 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 364 Haushalten. Davon waren 74 Singlehaushalte, 81 Paare ohne Kinder und 81 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 63 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 168 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Religionszugehörigkeit 1885: 434 evangelische (= 99,77 %), ein katholischer (= 0,23 %) Einwohner 1961: 429 evangelische (= 91,47 %), 35 katholische (= 7,46 %) Einwohner

Ortsbeirat Für den Ortsteil Arborn gibt es einen fünfköpfigen Ortsbeirat mit Ortsvorsteher. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2021 ist der Ortsvorsteher Gilbert Held.Ortsbeiräte der Gemeinde Greifenstein, abgerufen im Januar 2022.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke Arborn besitzt einen Ortskern aus mehreren Fachwerkhäusern, die zum Teil aus dem 17. Jahrhundert stammen. Dieser Ortskern wird von dem historischen Schulhaus geprägt, einer 1717 erbauten Kapellenschule mit Dachreiter, die vom örtlichen Heimatverein zu einem Museum ausgebaut wurde. Im Obergeschoss des Schulhauses befand sich ein Betsaal. Gemeinsam mit dem Backes aus dem Jahr 1800 begrenzt das Schulhaus einen kleinen Platz.

Regelmäßige Veranstaltungen In Arborn wird alljährlich von den Jugendlichen, die in diesem Jahr ihren 13. Geburtstag feiern, der Pfingstbaum aufgestellt, ein Brauch, den es in dieser Form nur in diesem Ort im Westerwald gibt.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks Ortsteil Arborn. In: Webauftritt der Gemeinde Greifenstein.

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