Mühlen ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark.

Geografie 280px|mini|Hörfeld Moor Mühlen liegt ca. 28 Kilometer südöstlich von Murau. Der tiefste Punkt der Gemeinde ist im Nordwesten an der Olsa, in einer Höhe von 800 Meter über dem Meer. Nach Osten steigt das Land zu einer Hochfläche mit rund 1000 Meter Seehöhe an. Dies ist das bewohnte Gebiet, das im Süden zur Grenze nach Kärnten von knapp 1500 Meter hohen bewaldeten Bergen begrenzt wird. Weiter nach Osten steigt das Gemeindegebiet zum Zirbitzkogel auf 2396 Meter an.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 50,8 Quadratkilometer. Davon wird ein Viertel landwirtschaftlich genutzt, fast sechzig Prozent sind bewaldet und vierzehn Prozent sind Almen.

Mühlner Badesee Der Mühlner Badesee ist ein aufgestauter Teich, der sich ungefähr einen Kilometer nördlich von Mühlen befindet. Er hat eine Wasserfläche von ca. 7 Hektar. Der Badesee ist bei Fischern sehr beliebt, da jedes Jahr zahlreiche Fische eingesetzt werden. Der Fischbestand beläuft sich auf Karpfen, Hechte, Zander, Schleien, Barsche, Rotfedern und Welse. 2004 wurde ein Rundweg um den Teich angelegt, der es Spaziergehern ermöglicht, sich den Teich von allen Richtungen aus anzusehen.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Jakobsberg () Mühlen () Noreia () Sankt Veit in der Gegend ()

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Jakobsberg, Mühlen, Noreia und St. Veit.

Nachbargemeinden

Geschichte Das früheste Schriftzeugnis ist lateinisch 1200 und lautet „aput Molendium“. Der Name geht auf den althochdeutsch mulî (Mühle) zurück.

Die politische Gemeinde Mühlen wurde 1849/50 errichtet.Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378. Mit 1. Jänner 1965 wurden die vormals eigenständigen Gemeinden Mühlen, Jakobsberg, Noreia (diese Gemeinde hieß vor 1930 Sankt Margarethen am Silberberg) und Sankt Veit in der Gegend zur Gemeinde Mühlen vereint.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 21. Dezember 1964 über die Vereinigung der Gemeinden Jakobsberg, Mühlen, Noreia und Sankt Veit in der Gegend (politischer Bezirk Murau).

→ siehe auch: Noreia (Noricum)

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Noreia

Katholische Pfarrkirche Noreia hl. Margareta Katholische Pfarrkirche St. Veit in der Gegend

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Betriebe und der Beschäftigten in den Wirtschaftssektoren: WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige20212011 2001 20212011 2001Land- und Forstwirtschaft 1)5077 82 5359 61Produktion1110 7 3420 18Dienstleistung3233 24 6996 72 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021

Tourismus Die Gemeinde ist Mitglied im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen.

Politik

Gemeinderat

Seit dem Jahr 2015 hat der Gemeinderat 9 Mitglieder, davor waren es 15. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1985 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 6 Roman Scheuerer Heimatliste Zukunft für Mühlen und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 SPÖ, 5 Heimatliste Scheuerer und 1 FPÖ. (15 Mitglieder) Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 8 SPÖ, 5 ÖVP und 2 FPÖ. (15 Mitglieder) Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 SPÖ, 2 ÖVP und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 6 SPÖ und 3 ÖVP.

Bürgermeister

2003–2024 Herbert Grießer (SPÖ) († am 19. Jänner 2024) 2024–2025 Christian Steibl (SPÖ) seit 2025 Mario Pichler (ÖVP)

Wappen Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. April 1985.Wappenbeschreibung: In Rot ein herschauender silberner Löwe, in den Vorderpranken ein silbernes Mühlrad haltend.Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 35/36, 1985/86, S. 63.

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1982 Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter

Söhne und Töchter der Gemeinde

Arnold Plankensteiner (1824–1878), Mühlen- und Realitätenbesitzer, Politiker, Mitglied des Abgeordnetenhauses 1867–1869

Literatur Walter Brunner: Mühlen. Geschichte einer obersteirischen Gemeinde. Eigenverlag der Gemeinde, Mühlen 1990. Karin Erika Haas-Trummer: Noreia. Von der fiktiven Keltensiedlung zum mittelalterlichen Adelssitz. Eine historische und archäologische Spurensuche bis 1600. Böhlau, Wien u. a. 2007, ISBN 978-3-205-77584-3.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Murau