Jester-Helene Naefe (* 12. September 1924 in Wien; † 6. Juli 1967 in Geretsried) war eine deutsche Filmschauspielerin. Sie war vor allem in den 1950er-Jahren als Darstellerin aktiv.

Leben Naefe wurde als Tochter eines Lkw-Fahrers in Wien geboren. Im Alter von 16 Jahren ging sie nach Berlin, um eine Theaterschule zu besuchen. Bald darauf trat sie im Schauspielhaus Breslau und im Intimen Theater in Hamburg auf. Im Jahr 1948 entdeckte sie der Hamburger Theaterdirektor Rolf Meyer für den Film. Hier machte sie rasch Karriere und wirkte in insgesamt sechzehn Filmen mit. Ihre bekannteste Rolle war 1955 die der Lydia in Der Kongreß tanzt.

Naefe war zweimal verheiratet. Aus ihrer zweiten Ehe entstammten zwei Töchter, darunter die spätere Filmregisseurin Vivian Naefe. Sie lebte von 1951 bis 1953 in Rom, kehrte jedoch nach der Trennung von ihrem zweiten Mann nach Deutschland zurück und lebte in München. Im Jahr 1959 wurde bei Naefe Multiple Sklerose diagnostiziert. Sie zog sich vom Filmgeschäft und aus der Öffentlichkeit zurück und starb nach qualvollem Verlauf der Krankheit im Juli 1967. Sie wurde auf dem Friedhof Gartenberg in Geretsried beigesetzt.

Filmografie 1949: Diese Nacht vergess ich nie! 1949: Der Bagnosträfling 1949: Das Fräulein und der Vagabund 1949: Wer bist du, den ich liebe? 1954: Die kleine Stadt will schlafen gehn 1954: Das Kreuz am Jägersteig 1954: Das Bekenntnis der Ina Kahr 1955: Sonnenschein und Wolkenbruch 1955: Mamitschka 1955: Der Kongreß tanzt 1955: Die spanische Fliege 1955: Stern von Rio 1955: Ihr Leibregiment 1956: Die goldene Brücke 1956: Das Liebesleben des schönen Franz 1956: Lumpazivagabundus 1957: Mädchen und Männer (La Ragazza della Salina)

Weblinks

Glamour Girls of the Silver Screen Les gens du cinéma Informationen über Jester Naefe in Englisch

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