mini|Eröffnungsfeier im Olympiastadion Berlin am 26. Juni 2011 mini|Teilnehmerplatzierungen
Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 (engl.: FIFA Women’s World Cup Germany 2011) war die sechste Ausspielung des bedeutendsten Turniers für Frauenfußball-Nationalmannschaften und wurde vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 im Land des Titelverteidigers Deutschland ausgetragen.Frauen-WM 2011 in Deutschland Spiegel Online, 30. Oktober 2007dfb.de: FIFA Frauen-WM 2011 wurde in neun Städten ausgetragen, 30. September 2008 Das Motto für die Endrunde lautete „20elf von seiner schönsten Seite!“.dfb.de: Nach der Weltmeisterschaft 2003 in den USA war dies die zweite Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, die im Land des Titelverteidigers ausgetragen wurde.Bei den Herren wurde noch keine Fußball-Weltmeisterschaft im Land des Titelverteidigers durchgeführt. Im Juniorenbereich traf dies bislang auf die Junioren-Fußballweltmeisterschaft 1991 in Portugal und die U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2009 in Nigeria zu.
Es traten 16 Nationalmannschaften zunächst in der Gruppenphase in vier Gruppen und danach im K.-o.-System gegeneinander an. Weltmeister wurde zum ersten Mal die japanische Nationalmannschaft.Kaihori beschert Japan ersten WM-Titel. In: kicker.de, 17. Juli 2011, abgerufen am 18. Juli 2011. Vizeweltmeister wurden die USA. Den dritten Platz belegte das schwedische Nationalteam. Titelverteidiger Deutschland schied im Viertelfinale aus. Die Teams aus Österreich und der Schweiz konnten sich nicht für die Endrunde qualifizieren.
Vergabe DFB-Präsident Theo Zwanziger kündigte am 26. Januar 2006 die Bewerbung für das Turnier an, Ursprünglich in: fussball.com, 26. Januar 2006. nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel schon im Dezember 2005 dem DFB die volle Unterstützung der Bundesregierung zugesagt hatte. In: deutschland.de.
Neben Deutschland hatten die Fußballverbände Australiens, Frankreichs, Kanadas, Perus und der Schweiz bis zum 1. März 2007 fristgerecht ihr Interesse an der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2011 angemeldet. Die sechs Verbände hatten bis zum 3. Mai 2007 Zeit, der FIFA eine Bestätigung über die Bewerbung zukommen zu lassen. Die endgültigen Bewerbungsunterlagen mussten der FIFA bis zum 1. August 2007 vorgelegt werden.FF Magazin Nr. 20, Seite 18 Am 29. Mai 2007 zog die Schweiz ihre Bewerbung zurück, denn „weil sich alles in Europa auf die Bewerbung von Deutschland und Frankreich fokussiert, ergibt eine dritte europäische Bewerbung keinen Sinn“. Am 27. August 2007 zog auch Frankreich seine Bewerbung zurück. In: dfb.de. Als Ausgleich hat der DFB den französischen Verband bei der Bewerbung für die Europameisterschaft der Männer 2016 unterstützt.WM 2011: Frankreichs Rückzug offenbar beschlossene Sache. In: womensoccer.de. Später schieden auch Australien (am 12. Oktober) und Peru (am 17. Oktober) freiwillig aus dem Rennen um die Austragung aus, so dass bei der endgültigen Vergabe des Turniers nur noch Deutschland und Kanada Kandidaten für die Ausrichtung des Turniers waren. Am 30. Oktober 2007 vergab der Weltverband FIFA in Zürich die Weltmeisterschaft schließlich an Deutschland.
Spielorte Auswahl der Stadien Es bewarben sich insgesamt 23 Städte um die Ausrichtung von Spielen. Zu den ursprünglichen Bewerbern zählte auch das als Hochburg im deutschen Frauenfußball geltende Duisburg. Die Stadt hatte jedoch ihre Bewerbung aus finanziellen Gründen zurückgezogen. Weiterhin beworben hatten sich Aachen, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Mannheim. Diese wurden aber nicht vom DFB in die Bewerbung aufgenommen. Die Bewerbungen aus Dortmund, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln und Leipzig wurden nicht berücksichtigt, da in diesen Städten Spiele der Männer-Weltmeisterschaft 2006 ausgetragen wurden.dfb.de: 23 Städte bewerben sich um die WM 2011 in Deutschland Bereits im Oktober 2007 sicherte DFB-Präsident Theo Zwanziger Berlin für das Eröffnungsspiel und Frankfurt für das Endspiel die Teilnahme zu.faz.net: Von den 23 Bewerbern wurden zunächst zwölf Städte für das offizielle Bewerbungsdossier des DFB für die Ausrichtung der WM ausgewählt.dfb.de: DFB benennt zwölf Städte und Stadien für Frauen-WM 2011 Als weitere Stadt bekam Wolfsburg im Mai 2008 vom DFB die Zusage für die WM.dfb.de: Wolfsburg als dritte WM-Stadt für 2011 benannt Von der Liste der zwölf Bewerber wurde jedoch im Juli 2008 Essen aufgrund der fehlenden Zusicherung für einen Stadionneubau wieder gestrichen.
1000 Tage vor der Eröffnung der Weltmeisterschaft wurden am 30. September 2008 im Kanzleramt in Berlin unter den Augen von Kanzlerin Angela Merkel die neun Austragungsorte bekannt gegeben. Neben den neun Austragungsorten waren auch Bielefeld und Magdeburg Teil des Bewerbungsdossiers. Diese Städte wurden vom DFB im letzten Auswahlverfahren ausgeschlossen.
Die neun WM-Stadien Laut DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hatten alle elf Bewerber ausgezeichnete Bewerbungen abgegeben. Weil Magdeburg zu nah an Wolfsburg liegt, wurde Dresden, das außerdem das größere Umland besitzt, als Vertreter des Nordostdeutschen Fußballverbands vorgezogen. In Nordrhein-Westfalen sollten alle drei Landesverbände mit jeweils einem Austragungsort bedacht werden, wodurch Bielefeld gegenüber Leverkusen den Kürzeren ziehen musste.
Die Gesamtzuschauerkapazität der neun Stadien belief sich auf 330.000 Zuschauer, wobei ausschließlich die Nutzung von Sitzplätzen vorgesehen war. Alle Zahlen beruhen auf den offiziellen Angaben des DFB. Die Stadien, bei denen die Namensrechte an Sponsoren abgetreten wurden, wurden für das Turnier umbenannt.
Augsburg: Die SGL arena wurde im Juli 2009 eröffnet. Die Heimat des FC Augsburg bot während des Turniers Platz für 24.605 Zuschauer. Im Stadion wurden drei Vorrundenpartien sowie ein Viertelfinale ausgetragen. Während des Turniers trug das Stadion den Namen FIFA Frauen-WM-Stadion Augsburg. Berlin: Das Olympiastadion war mit einer Kapazität von 73.680 Zuschauern das größte Stadion des Turniers. Im Heimstadion von Hertha BSC fand lediglich das Eröffnungsspiel statt. Das Olympiastadion war 2006 Schauplatz des Finales der Männer-Weltmeisterschaft. Bochum: Mit 20.452 Plätzen (während der FIFA Frauen-WM 2011) war das Ruhrstadion die kleinste Spielstätte der Weltmeisterschaft. Die Heimat des VfL Bochum wurde bis zur WM 2011 renoviert.Ruhrstadion: Fans gegen Umbau zur Frauen WM, ruhrbarone.de Das Stadion war Spielort von vier Vorrundenspielen und trug während des Turniers den Namen FIFA Frauen-WM-Stadion Bochum. Dresden: Das Glücksgas-Stadion, die Heimspielstätte von Dynamo Dresden, fasste zur WM 25.598 Zuschauerplätze. Es wurden drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale in Dresden gespielt. Für die Dauer der Weltmeisterschaft trug das Stadion wieder seinen alten Namen Rudolf-Harbig-Stadion. Frankfurt am Main: Im Waldstadion (gegenwärtige offizielle Bezeichnung: Deutsche Bank Park), der Heimat von Eintracht Frankfurt, wurde das Finale ausgetragen. Mit 48.817 Plätzen war es das zweitgrößte Stadion des Turniers und neben dem Berliner Olympiastadion die einzige Arena, in der auch Spiele der Männer-WM 2006 ausgetragen wurden. Neben dem Endspiel wurden zwei Vorrundenpartien, darunter ein Spiel der deutschen Mannschaft, und ein Halbfinale in Frankfurt ausgetragen. Während des Turniers trug das Stadion den Namen FIFA Frauen-WM-Stadion Frankfurt. mini|314x314px|Alle ursprünglichen Bewerber für die WM 2011Leverkusen: Die Heimat von Bayer 04 Leverkusen, die BayArena, wurde bis 2009 auf 29.870 Plätze ausgebaut. In der BayArena fand das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung statt. In der während des Turniers FIFA Frauen-WM-Stadion Leverkusen heißenden Spielstätte wurden drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen. Mönchengladbach: Drittgrößtes Stadion war der Borussia-Park, in dem Borussia Mönchengladbach seine Heimspiele austrägt. Die Kapazität lag bei 45.867 Plätzen. In Mönchengladbach wurden zwei Vorrundenspiele, davon eines der deutschen Mannschaft, und ein Halbfinale ausgetragen. Mönchengladbach ist die einzige WM-Stadt, in der die deutsche Frauennationalmannschaft vor der WM noch kein Länderspiel ausgetragen hatte. Sinsheim: Die 2009 eröffnete Rhein-Neckar-Arena, Heimat der TSG 1899 Hoffenheim, bot 25.475 Zuschauern Platz. Sinsheim ist mit 35.000 Einwohnern der kleinste Spielort. In der Rhein-Neckar-Arena fanden drei Partien der Vorrunde sowie das Spiel um Platz 3 statt. Wolfsburg: Die Volkswagen Arena fasste 26.067 Zuschauer während der WM. Die Spielstätte des VfL Wolfsburg wurde im Jahre 2002 erbaut. In Wolfsburg fanden drei Vorrundenpartien und ein Viertelfinale statt. Während des Turniers wurde das Stadion in Arena im Allerpark Wolfsburg umbenannt.
Bochum Wolfsburg Berlin Dresden Ruhrstadion(FIFA Frauen-WM-Stadion Bochum)Kapazität: 20.452 Volkswagen Arena(Arena im Allerpark Wolfsburg)Kapazität: 26.067 Olympiastadion BerlinKapazität: 73.680 Rudolf-Harbig-StadionKapazität: 25.598 210px 200px 210px 210px 4 Vorrundenspiele 3 Vorrundenspiele1 Viertelfinale 1 Vorrundenspiel(Eröffnungsspiel) 3 Vorrundenspiele1 Viertelfinale Mönchengladbach Leverkusen Frankfurt am Main Sinsheim Augsburg Borussia-ParkKapazität: 45.867 BayArena(FIFA Frauen-WM-Stadion Leverkusen)Kapazität: 29.870 Commerzbank-Arena(FIFA Frauen-WM-Stadion Frankfurt)Kapazität: 48.817 Rhein-Neckar-ArenaKapazität: 25.475 SGL arena(FIFA Frauen-WM-Stadion Augsburg)Kapazität (WM): 24.605 210px 210px 210px 210px 210px 2 Vorrundenspiele1 Halbfinale 3 Vorrundenspiele1 Viertelfinale 2 Vorrundenspiele1 HalbfinaleFinale 3 VorrundenspieleSpiel um Platz 3 3 Vorrundenspiele1 Viertelfinale
Qualifikation
Diskussion um die Größe des Teilnehmerfeldes Die FIFA dachte im Vorfeld des Turniers über eine Ausweitung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 20 oder 24 Mannschaften nach, um der wachsenden Popularität des Frauenfußballs und der Frauenfußball-Weltmeisterschaft gerecht zu werden. Noch während der WM 2007 setzte sich FIFA-Präsident Sepp Blatter für eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 24 Mannschaften ein. Die Erweiterung des Teilnehmerfeldes war jedoch umstritten. Besonders der 11:0-Sieg der deutschen Mannschaft bei der WM 2007 gegen Argentinien entfachte eine Diskussion darüber, ob es überhaupt 24 etwa gleich starke Nationalmannschaften gibt.zdf.de: Am 6. Februar 2008 kam daher auch die Fußballkommission der FIFA zu dem Schluss, das Teilnehmerfeld nicht aufzustocken, da die beträchtlichen Niveauunterschiede zwischen den Teams keine Erweiterung des Teilnehmerfeldes zuließen. Eine Aufstockung auf 20 Mannschaften wurde aus spielplantechnischen und logistischen Gründen abgelehnt.dfb.de: Ferner vergab die FIFA die U-20-WM 2010 nach Deutschland. In Zukunft soll im Jahr vor der Frauen-Weltmeisterschaft im gleichen Land eine U-20-Weltmeisterschaft stattfinden. Vorbild ist hier die Ausrichtung des Konföderationen-Pokals durch den Gastgeber der Männer-Weltmeisterschaft.dfb.de: FIFA vergibt U 20-Frauen-WM 2010 an Deutschland
Teilnehmer Das FIFA-Exekutivkomitee beschloss auf seiner Sitzung am 23. und 24. Oktober 2008, die Zahl der Startplätze für die Konföderationen neu zu verteilen: Asien erhält statt bisher 2,5 nun drei Plätze in der Endrunde. Dafür wird das europäische Kontingent von fünf auf 4,5 verkleinert. Nordamerika erhält weiterhin 2,5 Plätze, während Südamerika und Afrika jeweils zwei Teilnehmer stellen. Ozeanien kann eine Mannschaft zur Endrunde entsenden. Zwischen dem Fünften der europäischen Zone und dem Dritten der Nordamerikazone werden Entscheidungsspiele in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Dazu kommt der automatisch qualifizierte Gastgeber.