Der Aubach ist der größte Zufluss der Aar im Lahn-Einzugsgebiet in Hessen, der deren östliches Einzugsgebiet entwässert. Er ist ein gut 15 Kilometer langer rechter und südöstlicher Zufluss der Aar.

Name Der Name Aubach stammt vermutlich aus der Neuzeit und leitet sich von der verbreiteten Nutzung der teils relativ breit ausgebildeten Aue des Bachs als Dauergrünland ab. Der historische Name des Aubachs ist Strinzbach oder Strinzepha. Sein Mittel- und Unterlauf werden auch als Scheidertal bezeichnet, was nach Vermutungen von Historikern und Geografen durch die jahrhundertelange Grenzlage zwischen der Niedergrafschaft Katzenelnbogen (später Landgrafschaft Hessen) und dem Hause Nassau-Idstein bedingt ist.Weckmüller, F. (1986): Was bedeutet eigentlich der Ortsname Strinz? In: Heimatjahrbuch des Rheingau-Taunus-Kreises 1987. Bad Schwalbach. S. 119. Im Aubachtal existierten früher mehrere Mühlen, u. a. die heute noch existierende Obermühle bei Hennethal, in der es ein Restaurant und ein Hotel gibt.

Geographie Verlauf Der Aubach entspringt auf einer Höhe von etwa südlich von Oberlibbach. Er durchfließt die Orte Hohenstein-Strinz-Margarethä, Hohenstein-Hennethal und Aarbergen-Kettenbach und mündet schließlich auf einer Höhe von ungefähr von rechts in die Aar.

Der 15,1 km lange Lauf des Aubachs endet etwa 229 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 1,5 %.

Einzugsgebiet Das 54,9 km² große Einzugsgebiet des Aubachs ist ein rechtsseitiges Teileinzugsgebiet der Aar. Es liegt im Westlichen Hintertaunus und wird über die Aar, die Lahn und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Zuflüsse Der wichtigste Nebenbach des Aubachs ist der Fischbach, der durch Niederlibbach und Hünstetten-Strinz-Trinitatis fließt und in Hennethal in den Aubach mündet.

Faltersbach (links), 2,8 km, südlich Taunusstein-Niederlibbach AnchebachNach der LiegenschaftskarteNach dem Flurnamen Anchebach [GKZ 25886322] (rechts), 0,7 km, westlich Taunusstein-Niederlibbach WäldersbachNach dem Flurnamen Wäldersbach [GKZ 2588634] (rechts), 1,2 km, zwischen Hohenstein-Strinz-Margarethä und Niederlibbach Hengstbacher Graben (links), 0,9 km, zwischen Strinz-Margarethä und Niederlibbach LampertsbachNach den Flurnamen Lampertsbach, Am Lampertsbach und Ober der Lampertsbach [GKZ 2588638] (rechts), 1,2 km, zwischen Strinz-Margarethä und Niederlibbach Roemersbach (links), 2,6 km, östlich von Strinz-Margarethä WolfertsbornNach dem Flurnamen Wolfertsborn [GKZ 25886512] (rechts), 0,7 km, in Strinz-Margarethä Assbach (links), 1,0 km, in Strinz-Margarethä RembachNach den Flurnamen Rembach und In Rembach [GKZ 25886516] (links), westlich von Strinz-Margarethä HeidenbachNach dem Flurnamen=In der Heidenbach [GKZ 25886594] (links), 0,9 km, nordnordwestlich von Strinz-Margarethä und südlich der Bahnermühle Fischbach (rechts), 5,7 km, am Südrand von Hohenstein-Hennethal Daisbach (rechts), 4,8 km, südwestlich von Aarbergen-Daisbach UntersbachNach dem Flurnamen Untersbach [GKZ 2588694] (rechts), 1,1 km, südwestlich von Daisbach Dorfbach (rechts), 0,7 km, in Aarbergen-Kettenbach EmmerichsgrabenNach dem Flurnamen=Am Emmerichsgraben [GKZ 2588698] (links), 0,9 km, in Kettenbach

Geomorphologie An der Oberläufen und im Unterlauf entspricht die Talform einem Kerbsohlental, im Mittellauf örtlich auch einem Kerbtal. Das Tal könnte sich nach neueren Untersuchungen während der Weichsel-Kaltzeit noch einmal stark vertieft haben.Christian Stolz & Jörg Grunert (2012): Observation on the inclination of clasts in perglacial cover-beds in the Rhenish Massif (Germany). - Zeitschrift für Geomorphologie N.F. Supplement 56, 4, S. 55–76 Besonders an den Hängen des Mittellaufs sind zudem zahlreiche holozäne Runsen ausgebildet, die die Folge früherer nutzungsbedingter Entwaldung sind.Christian Stolz (2008): Historisches Grabenreißen im Wassereinzugsgebiet der Aar zwischen Wiesbaden und Limburg. - Geologische Abh. Hessen, 117. Wiesbaden. 138 S.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Gewässer im Taunus