mini|Karim El-Gawhary, 2012 in Frankfurt am Main Karim El-Gawhary (; * 26. November 1963 in München) ist ein deutsch-ägyptischer Journalist. Leben Karim El-Gawhary wurde als Sohn eines Ägypters und einer Deutschen in München geboren und erlernte die arabische Sprache erst im Studium. Er studierte Islamwissenschaft und Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Nahost an der FU Berlin. Der Journalist arbeitet seit 1991 als Korrespondent in Kairo.
Er schreibt für deutschsprachige Zeitungen, u. a. taz (Berlin), Die Presse (Wien), die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Stuttgarter Nachrichten, die Badische Zeitung (Freiburg), die Rheinische Post (Düsseldorf), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen/Rhein) und den General-Anzeiger (Bonn). Für die ARD war El-Gawhary fünf Jahre lang als Korrespondent in Kairo tätig.
Von 2004 bis 2026 leitete er das Nahostbüro des ORF in Kairo. Seine Berichterstattung zum Gaza-Krieg wurde von jüdischer Seite mehrfach kritisiert"ORF trägt zu judenfeindlicher Stimmung bei": Israelitische Kultusgemeinde geht gegen "Weltjournal" vor, der Standard am 12. April 2025»Kindermörder Israel«: Der ORF und seine Experten, mena-watch, Alexander Gruber am 19. April 2025, zuletzt dafür, weil er die völkerrechtlich korrekten Bezeichnungen „Besatzer“ für Israel und „Besetzte“ für die Palästinenser verwendet.Nahost: Wenn »Besatzer« und »Besetzte« gecancelt wird, nd-aktuell, Mithu Melanie Sanyal am 30. Dezember 2025 Daraufhin wurde ihm im Dezember 2025 vom ORF mitgeteilt, dass sein Vertrag mit 30. Juni 2026 ausläuft und das Büro in Kairo aufgelassen wird. Dagegen wurden innerhalb weniger Tage über 20.000 Unterschriften gesammelt.ORF-Aus: El-Gawhary lässt seine Fans entscheiden, Kronen Zeitung am 22. Jänner 2026 Eine weitere Zusammenarbeit als Freelancer wurde ihm jedoch ermöglicht.
El-Gawhary ist Mitglied im Berufsverband Freischreiber und gehört dem Netzwerk freier deutschsprachiger Korrespondenten „weltreporter.net“ an.
Seit Juli 2026 betreibt er einen Podcast namens „Nahost. Nah Dran“.
El-Gawhary ist Vater dreier Kinder.
Bücher Alltag auf Arabisch – Nahaufnahmen von Kairo bis Bagdad. Kremayr & Scheriau, Wien 2009, ISBN 978-3-218-00783-2. Tagebuch der Arabischen Revolution. Kremayr & Scheriau, Wien 2011, ISBN 978-3-218-00829-7. Frauenpower auf Arabisch. Kremayr & Scheriau, Wien 2013, ISBN 978-3-218-00879-2. Mit Mathilde Schwabeneder: Auf der Flucht. Kremayr & Scheriau, Wien 2015, ISBN 978-3-218-00989-8. Repression und Rebellion: Arabische Revolution – was nun? Kremayr & Scheriau, Wien 2020, ISBN 978-3-218-01232-4.
Auszeichnungen 2011 wurde er mit dem Concordia-Preis für Pressefreiheit geehrt. 2011, 2013, 2018 und 2020 wurde er als Journalist des Jahres in Österreich in der Kategorie Außenpolitik geehrt, 2013 erhielt er auch den Hauptpreis.„Die Journalisten des Jahres“, abgerufen am 5. Oktober 2012. 2016 wurde er mit dem Leopold-Kunschak-Pressepreis ausgezeichnet,derStandard.at - Leopold-Kunschak-Preis an El-Gawhary und Seinitz. Artikel vom 11. November 2016, abgerufen am 17. November 2016. 2018 mit dem Axel-Corti-Preis.orf.at: Axel-Corti-Preis für Karim El-Gawhary. Artikel vom 10. April 2018, abgerufen am 10. April 2018.
Im Januar 2023 wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt.
Weblinks
Podcast „Nahost. Nah Dran“ Karim El-Gawhary auf Weltreporter.net. ORF Büro Kairo Seite über die Arbeit El-Gawharys als Auslandskorrespondent beim ORF
Einzelnachweise
Kategorie:Journalist (Ägypten) Kategorie:Person (taz) Kategorie:Concordia-Preisträger Kategorie:ORF-Korrespondent Kategorie:Axel-Corti-Preisträger Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Teilnehmer an der Prominenten-Millionenshow Kategorie:Ägypter Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann