Hans-Günther Bücking (* 20. September 1951 in Bleicherode; † 24. April 2025 in Sollstedt-Wülfingerode) war ein deutscher Kameramann und Regisseur.

Leben und Wirken Der in der DDR geborene Bücking kam 1961 in die Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Steinmetz und Bildhauer. Später wirkte er bei Rainer Werner Fassbinder als Beleuchter und auch als Kameraassistent.

Seit 1983 drehte Bücking etwa 60 Kinofilme, mehr als 50 Fernseh- und zahlreiche Werbefilme. Einer seiner bekanntesten Filme ist Jennerwein, eine Biographie über einen bayerischen Wilderer, gedreht 2003 im Auftrag des Bayerischen Fernsehens. Weitere bekannte Filme sind Schneeland (Kamera), für welchen er unter anderem den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis gewann, Lebewohl, Fremde und Justiz, der als bester fremdsprachiger Film 1994 für den Golden Globe Award nominiert war.

Auch für Filme wie Todesspiel und Solo für Klarinette stand er hinter der Kamera. Jedoch konzentrierte er sich immer mehr auf Regie und Kamera, so zum Beispiel bei Blackout – Die Erinnerung ist tödlich, wo er für die Folge Licht den Deutschen Kamerapreis erhielt.

Bücking war Mitglied im Bundesverband Regie (BVR).Hans-Günther Bücking beim BVR, abgerufen am 27. September 2023.

Bücking lebte mit seinen beiden Söhnen in München. 1999 starb seine Frau. Am 30. September 2011 heiratete er die österreichische Schauspielerin Marion Mitterhammer. Bücking starb am 24. April 2025 im Alter von 73 Jahren im Sollstedter Ortsteil Wülfingerode.

Filmografie (Auswahl) Regie und Kamera 1991: Einmal Arizona 1999: Die Häupter meiner Lieben 2001: Polizeiruf 110: Fluch der guten Tat 2002: Jennerwein 2004: Der Elefant – Mord verjährt nie (Fernsehserie, eine Folge) 2005–2006: Blackout – Die Erinnerung ist tödlich (Fernsehserie, zwei Folgen) 2007–2008: GSG 9 – Ihr Einsatz ist ihr Leben (Fernsehserie, acht Folgen) 2008: Familie ist was Wunderbares 2009: Der Teufel mit den drei goldenen Haaren 2009: Schatten der Gerechtigkeit 2009–2012: Wilsberg (Fernsehreihe, zehn Filme) 2010: Ihr mich auch 2011: Die Tänzerin – Lebe Deinen Traum 2015: K-10 Stunden Angst 2015: Vanessa 2018: Loybner 2019: Frida 2020: Lotti oder der etwas andere Heimatfilm 2022: Taktik

Kamera 1983: Reise in ein verborgenes Leben 1985: Gefahr für die Liebe – AIDS 1987: Der gläserne Himmel 1989: Jenseits von Blau 1990: Nie im Leben 1991: Lebewohl, Fremde 1992: Gudrun 1992: Wir Enkelkinder 1993: Justiz 1995: Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde 1997: Todesspiel 1998: Die Cellistin (Liebe und Verhängnis) 1998: Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit 1998: Vickys Nightmare 1998: Widows – Erst die Ehe, dann das Vergnügen 1999: Solo für Klarinette 2000: Harte Jungs 2000: Falling Rocks 2001: Betty – Schön wie der Tod 2001: Der Tanz mit dem Teufel 2002: 17. Juni – Der große Aufstand 2003: Zwei Tage Hoffnung 2002: Tauerngold 2002: 666 – Traue keinem, mit dem du schläfst! 2003: Schneeland

Auszeichnungen (Auswahl) Deutscher Kamerapreis 1988 für Der gläserne Himmel 2002 in der Kategorie Fernsehspiel für Der Tanz mit dem Teufel 2007 in der Kategorie Fernsehserie für Blackout – Die Erinnerung ist tödlich (Folge: Licht)

Bayerischer Filmpreis 2005 für Bildgestaltung in Schneeland (Auszeichnung am 13. Januar 2006)

Deutscher Filmpreis 2005 in Gold für Beste Kamera/Bildgestaltung in Schneeland

Weblinks

Hans-Günther Bücking bei castforward.de Website von Hans-Günther Bücking

Einzelnachweise

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