Eine Entscheidung nach einem Unentschieden muss fallen, wenn beispielsweise ein K.O.-Spiel im Fußball Unentschieden ausgeht, um einen Sieger zu ermitteln. Auch in allen anderen Sportarten muss so eine Entscheidung fallen.

Die Methoden sind: Sportart Verlängerung Shootout Losentscheid andere Methoden Baseball Extra Inning - Auslosung (Sport), Münzwurf (abgeschafft) American Football Overtime (American Football) - Basketball Overtime (Basketball) - Hockey - Shoot-Out (Hockey) Eishockey Overtime (Eishockey) Penaltyschießen Curling Zusatz-End - Billard Verlängerung (Billard) Respotted Black Fußball Verlängerung (Fußball) Elfmeterschießen Fair-Play-Wertung, UEFA-Fünfjahreswertung Handball Verlängerung (Handball) Siebenmeterwerfen Darts - Tie-Break Schach - Tennis Match-Tie-Break Volleyball - Beachhandball - Penaltywerfen Feldhandball Verlängerung (Feldhandball) Vierzehnmeterwerfen

Baseball: Extra Inning

Da es im amerikanischen Baseball kein Unentschieden gibt, werden bei Gleichstand nach den regulären Innings so viele Extra Innings angehängt, bis ein Sieger feststeht oder das Spiel wegen Dunkelheit oder schlechten Wetters abgebrochen und an einem späteren Termin zu Ende gespielt werden muss.

Im japanischen Profibaseball sind Unentschieden möglich, je nach Liga (Pacific- bzw. Central-League) werden Spiele spätestens nach dem 12. bzw. dem 15. Inning beendet.

Der Rekord der Baseball-Bundesliga (Deutschland) ist eine 19-Innings-Partie (das Spiel war auf 7 Innings angesetzt) zwischen den Saarlouis Hornets und den Fürth Pirates (2–1) in der Saison 2004, das somit zwölf Mal verlängert werden musste.

Im Baseball gibt es kein Shootout. Statt durch diese Regelung wurden die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

American Football: Overtime

Sollte nach der regulären Spielzeit ein Punktegleichstand herrschen, folgt eine Overtime, denn im American Football gibt es kein Shootout. Dabei unterscheiden sich die Regeln von NFL und NCAA voneinander.

NFL: Bei der NFL wird eine 10-minütige Verlängerung gespielt, die seit der Saison 2025 nicht mehr nach dem Sudden-Death-Prinzip ausgetragen wird (zuvor gewann die zuerst angreifende Mannschaft durch einen Touchdown automatisch ohne Konterchance für den Gegner). Zuerst erfolgt der Münzwurf (Toss). Der Gewinner entscheidet, ob er angreift (Offense) oder verteidigt (Defense) bzw. in welche Richtung er spielen möchte. Es folgt der Kickoff. Jedes Team hat zwei Time-outs, die Coach’s Challenge (der Videobeweis) kann nur durch den Oberschiedsrichter bzw. den Spielbeobachter veranlasst werden. Sollten nach Ende der 10 Minuten keine Punkte erzielt worden sein (oder immer noch Gleichstand bestehen, weil beispielsweise beide Mannschaften in ihrem jeweils ersten Ballbesitz ein Field Goal erzielt haben), so endet das Spiel unentschieden.

In den Play-offs sind die Regeln geringfügig modifiziert, da die Spiele nicht unentschieden enden können.

NCAA: Nach den NCAA-Regeln hat jedes Team in der Overtime einen Drive, der an der gegnerischen 25-Yards-Linie gestartet wird. Sollte nach einer Overtime Gleichstand herrschen, werden so lange Overtimes angehängt, bis es eine Entscheidung gibt. Ab der dritten Overtime ist ein PAT nicht mehr zulässig. Nach einem Touchdown muss daher eine Two-Point Conversion gespielt werden.

Statt durch diese Regelung wurden die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Basketball: Overtime

Steht es am Ende des vierten Viertels unentschieden, gibt es Verlängerungen zu je fünf Minuten (engl. ), bis eine Mannschaft als Sieger feststeht. Auch im Basketball gibt es kein Shootout. Ursprünglich spielte man zwei Halbzeiten mit je zwanzig Minuten. Die neue Zeiteinteilung ist eine Übernahme aus der NBA, in der schon länger vier Viertel gespielt werden. Eine Ausnahme bildet die US-amerikanische Collegeliga der NCAA, bei der nach wie vor zwei Halbzeiten gespielt werden. Anders als z. B. beim Fußball wird hier nur die reine Spielzeit gezählt, die Zeit wird bei Spielunterbrechungen gestoppt, sobald der Schiedsrichter das Spiel unterbricht (z. B. bei Fouls oder Ausbällen). Die tatsächliche Dauer eines Spieles beträgt in der Regel 80 bis 100 Minuten. Nach jedem Viertel und jeder Verlängerung gibt es eine Pause von zwei Minuten, die Halbzeitpause nach dem zweiten Viertel dauert fünfzehn Minuten (FIBA).

Sowie bei vielen Sportarten wurden statt durch diese Regelung die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Hockey: Shoot-Out

Endet ein Spiel in einem Ausscheidungswettbewerb unentschieden, so wird der Sieger über einen Shoot-Out festgestellt. Mindestens fünf Spieler müssen von der Viertellinie aus startend versuchen, gegen einen Torwart ein Tor zu erzielen. Dazu haben sie jeweils acht Sekunden Zeit. Bei einem Foul des Torwarts am Angreifer wird mit einem Siebenmeter fortgefahren.

Sowie bei vielen Sportarten wurden statt durch diese Regelung die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Eishockey: Overtime/Penaltyschießen Overtime

Die Overtime () bezeichnet die Spielzeit im Eishockey, aber auch in weiteren Sportarten, nachdem die eigentliche Spielzeit bereits verstrichen ist. Wenn ein Spiel nach der eigentlichen Spielzeit nicht entschieden ist, gibt es in der Regel eine Verlängerung (oft Overtime genannt). Die Verlängerung während der Hauptrunde wird allerdings nicht in allen Ligen angewandt. Beinahe jeder Verband und jede Liga hat eigene Regeln bezüglich der Overtime.

Sowie bei vielen Sportarten wurden statt durch diese Regelung die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Penaltyschießen

Penaltyschießen ist dazu da, um ein Eishockeyspiel zu entscheiden, das nach regulärer Spielzeit und evtl. Verlängerung unentschieden steht. Bei diesem Penalty-Schießen (auch Shootout oder Shoot-Out genannt) werden von jeder Mannschaft jeweils drei oder fünf Schützen, je nach Liga oder Turnier, bestimmt, die abwechselnd zum Zuge kommen. Spieler, die noch während der Spielzeit eine Strafzeit erhalten haben, welche über das Ende des Spiels reicht, dürfen am Penalty-Schießen nicht teilnehmen.

Sowie bei vielen Sportarten wurden statt durch diese Regelung die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Billard: Verlängerung/Re-spotted black Statt durch diese Regelungen wurden die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Verlängerung

Verlängerung oder auch Extension/Overtime ist die zeitliche Verlängerung der Stoßzeitbegrenzung im Billard. Wird eine Shot clock eingesetzt, meist ab der Spielklasse Bundesliga aufwärts, so hat der Spieler die Möglichkeit, je nach Turnierregeln, nach Ablauf der regulären Stoßzeit (je nach Turnier unterschiedlich zwischen 30 und 50 Sekunden), diese zwei- oder dreimal um dieselbe Länge zu verlängern. Obwohl falsch im Gebrauch, wird auch oft von Timeout gesprochen. Dies beschreibt jedoch ein Anhalten der Zeitbegrenzung.

Re-spotted black

Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames kommt es zu einer sogenannten Re-spotted black. Hierzu wird der schwarze Ball noch einmal auf seinem Spot aufgesetzt. Der Gewinner eines folgenden Losverfahrens, meist eines Münzwurfs, entscheidet, wer mit Ball in Hand beginnt. Bei der Re-spotted black gibt es analog der letzten Schwarzen im Endspiel auf die Farben nur noch eine einzige Wertung: Entweder gewinnt der Spieler, der die Schwarze korrekt versenkt, oder ein Spieler begeht ein Foul, indem er z. B. den Spielball locht oder den schwarzen Ball verfehlt, und verliert damit das Frame. Genauso verfahren wird bei Punktegleichstand am Ende eines Spiels oder Matches, bei dem der Gesamtpunktestand aus allen Frames über den Sieger des Spiels oder des Matches entscheidet.

Tennis: (Match-)Tie-Break

Anders als beim herkömmlichen Tennisspiel zählt ein Ballwechsel bei einem Tie-Break als genau ein Punkt. Gewonnen hat der Spieler, der zuerst mindestens sieben Punkte und gleichzeitig zwei Punkte Vorsprung erreicht hat.

Das Aufschlagrecht wechselt nach dem ersten Punkt und dann nach jedem zweiten Punkt, so dass bei jedem Spielstand mit einer ungeraden Punktesumme ein Aufschlagwechsel stattfindet.

Die Spielfeldseite wird alle sechs Punkte gewechselt. Jedoch darf dabei kein Spieler eine Pause einlegen, wie es bei einem Seitenwechsel sonst üblich ist.

Bei der Notation eines Spielergebnisses wird der abschließende Punktestand eines Tie-Breaks üblicherweise in Klammern angegeben, z. B. 6:4, 7:6 (10:8).

Als weitere von der ITF erlaubte Variante gibt es den Match-Tie-Break. Hier werden nicht sieben, sondern zehn Punkte mit gleichzeitig zwei Punkten Vorsprung bis zum Gewinn benötigt. Alle anderen oben für den Tie-Break genannten Regularien gelten dabei auch für den Match-Tie-Break, der insbesondere bei Doppelturnieren der ATP, WTA, ITF und TE sowie bei allen der ITF angeschlossenen Landesverbänden gespielt wird.

Erzielt man während des Tie-Breaks einen Punkt beim Aufschlag des Gegners wird dies als Minibreak bezeichnet. Ein Minibreak kann satzentscheidend sein.

Eine dritte eigene Matchvariante ist das Tie Break Tens, die ausschließlich aus dem Match-Tie-Break besteht.

Sowie bei vielen Sportarten wurden statt durch diese Regelungen die Sieger bei Gleichstand früher durch Losentscheid ermittelt.

Schach: Tie-Break

Bei Schachturnieren mit mehreren Teilnehmern werden bei Gleichstand verschiedene Arten der Feinwertung angewandt. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn der Gleichstand in einem Wettkampf zwischen zwei Spielern auftritt. Dann müssen in der Regel weitere Partien mit verkürzter Bedenkzeit die Entscheidung bringen. Um den Anzugsvorteil auszugleichen, wird zunächst eine gerade Anzahl von Schnell- oder Blitzpartien mit wechselnden Farben gespielt. Ist auch dann noch keine Entscheidung gefallen, wird oft eine einzige Blitzpartie gespielt, bei der Weiß etwas mehr Bedenkzeit (zum Beispiel fünf Minuten gegen vier Minuten) bekommt, dafür aber gewinnen muss, während Schwarz ein Remis zum Wettkampfsieg reicht. Diese Partie wird Sudden Death Game genannt, mittlerweile hat sich dafür auch der Begriff Armageddon-Match etabliert. Meist wird die Farbverteilung dieser Entscheidungspartie ausgelost.

Statt durch diese Regelung wurden die Sieger von Wettkämpfen bei Gleichstand früher auch durch Losentscheid ermittelt, oder es wurde – zum Beispiel in Weltmeisterschaftskämpfen – dem Titelverteidiger der Sieg zugesprochen. Oder es wurde so lange gespielt, bis ein Gegner als Erster eine bestimmte Zahl an Siegen erreicht hatte.

Darts: Tie-Break

Bei den Dartsturnieren der Weltmeisterschaft und dem World Matchplay wird zum Sieg ein Vorsprung von zwei Legs benötigt. Steht es unmittelbar vor Ende der eigentlichen Spieldistanz unentschieden, wird bei diesen Turnieren ein Tie-Break gespielt. So kann die Spieldistanz um bis zu sechs Legs erhöht werden, bis ein Spieler den erforderlichen Zwei-Leg-Vorsprung erreicht. Geschieht dies auch nach Beendigung dieser sechs Legs nicht, wird ein Sudden Death Leg gespielt.

Volleyball: Tie-Break

Bei 2 : 2 Satzgleichstand wird der entscheidende fünfte Satz als Tie-Break bezeichnet und endet, wenn eine Mannschaft mit mindestens zwei Punkten Vorsprung 15 Punkte erreicht hat.Volleyball Spielregeln einfach erklärt! In: volleyballfreak.de

Handball: Verlängerung/Siebenmeterwerfen Verlängerung

Als Verlängerung wird eine der Vorgehensweisen zur Ermittlung eines Siegers beim Hallenhandball bezeichnet, die bei einem Unentschieden am Ende eines Spiels, in der zwingend ein Sieger ermittelt werden muss, zur Anwendung kommt, beispielsweise bei Turnieren im K.-o.-System. Ist nach Ablauf der regulären Spielzeit keine Entscheidung gefallen, kann das Spiel in die Verlängerung gehen.

In Ergebnisdarstellungen wird „nach Verlängerung“ häufig mit „n. V.“ oder „n.V.“ abgekürzt, beispielsweise „32:31 n. V.“.