Diese Diskografie ist eine Übersicht über die musikalischen Werke der deutschen Punk- und Rockband Die Toten Hosen sowie ihrer Pseudonyme wie Die Roten Rosen und Tangobrüder. Den Quellenangaben zufolge verkaufte sie mehr als 18 Millionen Tonträger. Die Band verkaufte laut Schallplattenauszeichnungen alleine in ihrer Heimat über 14,5 Millionen Tonträger und zählt damit zu den Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern des Landes. Ihre erfolgreichste Veröffentlichung ist die erste Kompilation Reich & sexy mit über 1,1 Millionen verkauften Einheiten. Das Album avancierte alleine in Deutschland, genauso wie das neunte Studioalbum Opium fürs Volk, zum Millionenseller. Damit zählen beide Tonträger zu den meistverkauften Musikalben des Landes der 1990er-Jahre. Darüber hinaus zählt das Videoalbum Nur zu Besuch: Unplugged im Wiener Burgtheater mit über 100.000 verkauften Einheiten zu den meistverkauften Videoalben in Deutschland.

Die Band veröffentlichte bis Juni 2026 16 Studioalben und neun Livealben. Daneben kamen neun Kompilationen auf den Markt, von denen drei für das Ausland produziert wurden, wobei Love, Peace & Money und Crash-Landing zwar eine Sammlung von Titeln der Band darstellen, diese jedoch mit neuen englischsprachigen Texten versehen wurden. Neben den angeführten Alben wurden auch mehr als 77 Singles und zwei EPs herausgegeben. Die Bandmitglieder traten zudem in verschiedenen Alben befreundeter Künstler und in zahlreichen Samplern in Erscheinung und wirkten in Rundfunk-, Fernseh- und Filmproduktionen als Gastmusiker oder Statisten mit. Es erschienen zudem acht Liederbücher, die Noten und Texte enthalten. Die Band veröffentlichte bis Dezember 2017 insgesamt 365 eigene Kompositionen und mehr als 168 Coverversionen.Die Toten Hosen: Bis zum bitteren Ende – Das Songbook mit allen Texten und allen Liedern. Bosworth 2017, ISBN 978-3-86543-980-2.

Zum 30-jährigen Bandjubiläum wurde das Studioalbum Ballast der Republik im Mai 2012 veröffentlicht. Dieses avancierte auf Anhieb zum Nummer-eins-Album in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Mai 2017 landete die Band mit Laune der Natur ihr zehntes Nummer-eins-Album in Deutschland, inzwischen sind es zwölf, womit die Band zu den erfolgreichsten Musikern zählt. Das erste Chartalbum erzielten Die Toten Hosen im Jahr 1987 unter dem Pseudonym Die Roten Rosen mit dem Album Never Mind The Hosen – Here’s Die Roten Rosen. Im Jahr 1990 kam Auf dem Kreuzzug ins Glück als erstes Studioalbum auf den ersten Platz der deutschen Albumcharts. Mit Auswärtsspiel erreichte die Band im Jahr 2002 auch erstmals in Österreich die Chartspitze. Die kommerziell erfolgreichste Single war bis ins Jahr 2012 Zehn kleine Jägermeister (1996) mit Nummer-eins-Platzierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Single wurde in Deutschland für mehr als 500.000 Verkäufe mit Platin ausgezeichnet. Das Lied Tage wie diese erreichte im Jahr 2012 Platz eins der deutschen Singlecharts und wurde für mehr als 990.000 verkaufte Tonträger in den D-A-CH-Staaten ausgezeichnet.

Die Toten Hosen spielen seit ihrer Gründung im Jahr 1982 in nahezu derselben Besetzung: Gesang Campino, Gitarren Andreas von Holst und Michael Breitkopf und am Bass Andreas Meurer. Einen Schlagzeugerwechsel gab es 1986, als Gründungsmitglied Trini Trimpop von Wolfgang Rohde abgelöst wurde. Rohde spielte bis 1999 in der Band. Er wechselte sich auf dem Album Unsterblich bereits mit Vom Ritchie ab und ist nur noch in vier Titeln vertreten. Danach übernahm Vom Ritchie den Posten als Schlagzeuger der Gruppe. Produzent aller Alben von 1982 bis 2005 war Jon Caffery; einzige Ausnahme war das Album Never Mind The Hosen – Here’s Die Roten Rosen, das Die Toten Hosen selbst produziert haben. Beginnend mit dem Album In aller Stille im Jahr 2008 produziert Vincent Sorg die Musik der Band.

Die Toten Hosen hatten die ersten beiden Singles und das Debütalbum Opel-Gang für ihr eigenes Label Totenkopf produziert. Für das Independentlabel zeichneten Jochen Hülder und Trini Trimpop verantwortlich.Bertram Job: Bis zum Bitteren Ende… Die Toten Hosen erzählen ihre Geschichte. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1996, S. 80–81, ISBN 3-462-02532-5. Hülder war bis zu seinem Tod im Jahr 2015 Manager der Gruppe. Ab 1983 war die Band bei EMI unter Vertrag, die das Video zu Eisgekühlter Bommerlunder und eine Konzertreise der Musikgruppe finanziert hat. Die Band wechselte jedoch bereits im Jahr 1984 mit dem Album Unter falscher Flagge zu Virgin Records, denen sie bis 1995 verbunden war. Seit Auslauf des Vertrages mit Virgin Records und dem Album Opium fürs Volk veröffentlichen die Band ihre Produktionen unter dem bandeigenen Label JKP.

Allgemeine Hinweise zur Interpretation Diese Diskografie orientiert sich größtenteils an den Angaben der eigenen Internetpräsenz und führt auch die Veröffentlichungsnummern der Tonträger auf, wenn diese vorhanden bzw. bekannt sind. Bis ins Jahr 1994 wurden diesen Nummern die Buchstaben „TOT“ vorangestellt. Die Abkürzung steht für das Unternehmen T.O.T. Musik GmbH, in dessen Namen die Band für das Musiklabel Virgin Records produzierte. Die späteren Produktionen tragen das Vorzeichen „JKP“, dem bandeigenen Label JKP GmbH & Co. KG.

Alle Veröffentlichungen unter dem Pseudonym Die Roten Rosen sind mit DRR gekennzeichnet.

Alben

Studioalben

Livealben

Kompilationen

EPs

Weihnachtsalben

Singles Als Leadmusiker

Als Gastmusiker

Videoalben und Musikvideos Videoalben

Musikvideos Jahr Titel Regie 1982 Reisefieber Jörg Sonntag 1983 Eisgekühlter Bommerlunder Wolfgang Büld 1988 Hier kommt Alex Walter Knofel 1989 1000 gute Gründe Walter Knofel 1990 Azzurro Hanns Christian Müller Alles wird gut Walter Knofel All die ganzen Jahre Walter Knofel 1991 Carnival in Rio (Punk Was) Marcus Herold Baby Baby Walter Knofel 1993 Wünsch Dir was Hans Neleman Alles aus Liebe Hans Neleman 1994 The Return of Alex René Eller Kauf mich! Hans Neleman Sexual Hans Neleman 1995 Nichts bleibt für die Ewigkeit Hans Neleman 1996 Paradies Gabriele Oestreich, Martin Weisz Bonnie & Clyde Ralf Schmerberg Zehn kleine Jägermeister Sabine Huber, Andreas Hykade 1997 Alles aus Liebe (Live) Rudi Dolezal, Sven Offen, Hannes Rossacher 1998 Pushed Again Ralf Schmerberg Weihnachtsmann vom Dach Ralf Schmerberg 1999 Auld Lang Syne Norbert Heitker, Sven Offen You’re Dead Andy Hurst Schön sein Stefan Telegdy 2000 Unsterblich Peter Lindbergh Bayern Peter Thorwarth Warum werde ich nicht satt? Wim Wenders 2001 Was zählt Ralf Schmerberg Only One Flavour 2002 Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)! Peter Thorwarth Steh auf, wenn Du am Boden bist Olaf Heine Nur zu Besuch Olaf Heine Frauen dieser Welt Olaf Heine 2004 Friss oder stirb Daniel Siegler Ich bin die Sehnsucht in dir Philipp Stölzl Walkampf Andreas Hykade 2005 Alles wird vorübergehen Paul Shyvers Freunde Sven Bollinger 2008 Strom Philipp Stölzl 2009 Alles was war Paul Shyvers Auflösen Wim Wenders Ertrinken Martin Carolus Zillmann 2012 Tage wie diese Joern Heitmann Altes Fieber Johannes Grebert 2013 Draußen vor der Tür Johannes Grebert Das ist der Moment Paul Ripke 2014 Do They Know It’s Christmas? (Deutsche Version) Paul Ripke 2017 Unter den Wolken Die Toten Hosen Wannsee Johannes Grebert Alles passiert Johannes Grebert 2018 Laune der Natur Antonin Pevny 2019 Feiern im Regen Johannes Grebert 2020 Kamikaze Paul Dugdale 2021 Respectable David Bruchmann Slow Down David Bruchmann You’re No Good David Bruchmann 2022 Scheiß Wessis Johannes Grebert Wort zum Sonntag David Bruchmann Teufel Johannes Grebert Alle sagen das 2026 Die Show muss weitergehen Johannes Grebert Schlechte Nachbarn Dennis Dierksen Nur nach vorn Johannes Grebert Meine Familie Welt der Wunder Was ist mit uns los Chehad Abdallah

Boxsets Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 1995 Musik war ihr HobbyVirgin Records TOT 58 (EMI) Erstveröffentlichung: 21. Juli 1995 1998 Ihre 5 besten SinglesJKP 21 (EastWest) Erstveröffentlichung: 1998 2001 Mehr davon! Die Single-Box 1995–2000JKP 46 (WMG) Erstveröffentlichung: 2001 2007 25 Jahre Die Toten HosenJKP 69 (WMG) Erstveröffentlichung: 16. November 2007

Promoveröffentlichungen + EPs Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 1998 Soul TherapyJKP 15 (EastWest) Erstveröffentlichung: 1998 2002 HelauJKP 04 (JKP) Erstveröffentlichung: 23. Dezember 2002Label-Geschenk

+ Singles Jahr TitelAlbum • Katalog-Nr. Anmerkungen 1987 Liebeslied (Live)Bis zum bitteren Ende • – Erstveröffentlichung: 1987 1992 We Love You / Mehr davonWhole Wide World / Auf dem Kreuzzug ins Glück • – Erstveröffentlichung: 1992Verkäufe: 700 (Limitierte Tour-Single) 1994 All for the Sake of LoveLove, Peace & Money • – Erstveröffentlichung: 1994 1999 You’re DeadYou Are Dead (O.S.T.) • JKP 29/31 Erstveröffentlichung: 1999 2008 Du lässt Dich geh’n DRR– • JKP 90 Erstveröffentlichung: 2008Original: Charles Aznavour 2019 Du lebst nur einmal (Live)Zuhause Live: Das Laune der Natour-Finale • – Erstveröffentlichung: 6. März 2019 Frühstückskorn (Live)Auf der Suche nach der Schnapsinsel – Live im SO36 • – Erstveröffentlichung: 22. März 2019

+ Split-Singles Jahr TitelAlbum • Katalog-Nr. Anmerkungen 1985 If the Kids Are United / IndividualLearning English Lesson One / The A Files • – Erstveröffentlichung: 10. Februar 1998Die Toten Hosen / Sham 69; Teil der „Saw-Blades“-Reihe

Sonderveröffentlichungen Alben + Bonusalben Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 2026 Alles muss raus!JKP (WMG) Erstveröffentlichung: 22. Mai 2026Cover-Duettalbum; Teil von Trink aus, wir müssen gehen! (Deluxe Edition)

+ Livealben Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 2019 Auf der Suche nach der Schnapsinsel – Live im SO36JKP 140 (WMG) Erstveröffentlichung: 29. März 2019Teil von Zuhause Live: Das Laune der Natour-Finale (Deluxe Edition)

+ Kompilationen Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 2010 Największe PrzebojeJKP 111 (WMG) Erstveröffentlichung: 2010Vertrieb nur auf Konzerten in Polen 2012 Die Geister, die wir riefenJKP 118 (WMG) Erstveröffentlichung: 4. Mai 2012Coveralbum; Teil von Ballast der Republik (Deluxe Edition) 2017 Learning English Lesson 2JKP 134 (WMG) Erstveröffentlichung: 5. Mai 2017Coveralbum; Teil von Laune der Natur (Deluxe Edition)

+ EPs Jahr TitelMusiklabel Katalog-Nr. (Vertrieb) Anmerkungen 1989 Amiga QuartettAmiga (Amiga) Erstveröffentlichung: 1989Veröffentlichung nur in der DDR; Teil der „Amiga-Quartett“-Reihe 1992 The Nightmare ContinuesVirgin Records TOT 31 (BMG Ariola) Erstveröffentlichung: 6. April 1992Teilauszug aus Learning English Lesson One als limitierte 12″-Vinyl-EP

Mit Beginn der Machmalauter Tour ließ die Band viele im Rahmen der Tour gegebene Konzerte live aufzeichnen und in Form von MP3-Dateien auf USB-Sticks kopieren. Die Datenträger konnten direkt im Anschluss an das jeweilige Konzert an Merchandise-Ständen erworben werden und kamen als sogenannte „Concert Sticks“ auf den Markt. Die Konzerte können zudem aus dem Internet heruntergeladen werden.