Die StEG II 1257–1272 waren Güterzug-Schlepptenderlokomotiven der k.k. privilegierten Österreichisch-ungarische Staatseisenbahn-Gesellschaft (StEG).

Geschichte Da die Betriebsergebnisse der Vorgängerbaureihe (StEG-Reihe Vn – bei den ČSD Baureihe 414.3) nicht befriedigte, wurden von der Lokomotivfabrik der StEG in Wien in den Jahren 1894 bis 1897 zuerst 15 Maschinen (1257–1271), 1897 bis 1900 noch vier Maschinen geliefert. 1897 wurden sie im dritten Bezeichnungsschema der StEG 4401–4419.

Die ersten Maschinen kamen zuerst zum Heizhaus in Veselí nad Moravou, nach der Verstaatlichung wurden sie Eigentum der k.k. Staatbahnen und erhielten die Reihenbezeichnung 175, ihre Tender die Bezeichnung 38.07 bis 25. mini|links|414.404 im Bahnhof Křimov (2026) Im Jahr 1919 wurden die Maschinen Eigentum der ČSD, sie wurden 1925 als 414.4 eingereiht und ihre Tender erhielten die Bezeichnung 312.103 bis 121. Eingesetzt wurden sie in verschiedenen Bahndienststellen, ab 1938 verlagerte sich ihr Einsatzgebiet in den Osten der Tschechoslowakei. Während dieser Einsatzzeit wurden die Maschinen modernisiert durch die Nachrüstung einer Druckluftbremse Bauart Westinghouse, einer Schmierpresse, und zum Ende erhielt sie eine elektrische Beleuchtung.

Vom Personal erhielt sie wegen des Verbrauchs minderwertiger Kohle den Spitznamen „Pracharny“ (deutsch: Pulvermühle). Die erste ausgemusterte Lokomotive war die 414.403 im Jahr 1938, im Jahr 1953 folgte 414.411. Bis Ende der 1960er Jahre wurden die Maschinen kassiert.

Die letzten 1968 ausgemusterten Lokomotiven 414.404 und 407 blieben museal erhalten. Die Lokomotive 414.404 ist heute Exponat des Technischen Nationalmuseums Prag. Sie steht heute als Leihgabe im Eisenbahnmuseum Jaroměř. Die 414.407 wurde vom Verein LOKO-MOTIV erworben. Sie steht heute im Eisenbahnmuseum auf dem Bahnhof Křimov.

Technische Merkmale mini|links|Schlepptender der 414.404 (Křimov, 2026) Wesentliche Veränderungen gegenüber der Reihe Vn erfuhr der Kessel, dessen Kasten um 400 mm gekürzt wurde. Es kam zu einer Verlängerung der Brenn- und Rauchkammer, was das Verhältnis zwischen Rost- und Heizfläche des Kessels günstig veränderte. Die Zahl der Heizrohre blieb unverändert, die Gesamtheizfläche konnte erhöht werden. Die Rostfläche des Stehkessels Bauart Belpaire verkleinerte sich auf 3,24 m², der Kesseldruck wurde auf 12 atm erhöht.

Die Dampfmaschine blieb, von einigen kleineren Änderungen abgesehen, unverändert. Einige Fahrzeuge wurden mit einer Gegendruckbremse Bauart Lechatelier ausgerüstet, die letzten drei Maschinen erhielten eine Saugluftbremse und einen Geschwindigkeitsmesser Bauart Haushälter.

Die Leistung der Lokomotive konnte auf 470 kW gegenüber 430 kW der Baureihe Vn (ČSD-Baureihe 414.3) gesteigert werden. Im Vergleich mit der Reihe kkStB 73 (bei den ČSD Baureihe 414.0) hatte sie eine bessere Reibungsmasse, allein ihr Nachteil war die niedrige zulässige Geschwindigkeit von 35 km/h.

Weblinks Statistik über die KkStB Reihe 175 auf www.pospichal.net Beschreibung der 414.407

Literatur Dieter Zoubek: Erhaltene Dampflokomotiven in und aus Österreich. Eigenverlag, 2004, ISBN 3-200-00174-7 Johann Blieberger, Josef Pospichal: Die kkStB-Triebfahrzeuge, Band 3. Die Reihen 61 bis 380. bahnmedien.at, 2010, ISBN 978-3-9502648-6-9

StEG z2 1257-1271 StEG z2 1257-1271 Kategorie:Schienenfahrzeug (Lokomotivfabrik der StEG)