Jr. Walker, auch Junior Walker, eigentlich Autrey DeWalt Mixon (* 14. Juni 1931 in Blytheville, Arkansas; † 23. November 1995 in Battle Creek, Michigan) war ein US-amerikanischer Tenorsaxophonist.
Leben Mit seiner Band Jr. Walker and the All-Stars war er der einzige bei dem stilbildenden Soul-Label Motown Records unter Vertrag stehende Instrumentalmusiker, der bei dieser (ansonsten ausschließlich für ihre Sänger berühmten) Firma Aufnahmen unter eigenem Namen einspielen konnte. Der größte Erfolg der Band Jr. Walker and the All-Stars war ihr Erstling Shotgun, der im Jahr 1965 Platz 1 der Billboard R&B-Charts erreichte. Im weiteren Verlauf der 1960er Jahre konnte die Band einige kommerziell ähnlich erfolgreiche „Party-Hits“ lancieren, darunter eigene Stücke wie I'm A Road Runner (1966), aber auch Coverversionen von beliebten Motown-Sängern wie Marvin Gaye, etwa How Sweet It Is (To Be Loved By You), ebenfalls aus dem Jahr 1966.
Die All Stars waren – abgesehen von den Anfangsjahren, die nicht auf Tonträger dokumentiert sind – keine Band mit fester Besetzung, sondern sie setzten sich aus verschiedenen, bei der jeweiligen Session verfügbaren Studiomusikern von Motown zusammen. So spielt beispielsweise auf der Einspielung von Shotgun der erst posthum zu weltweitem Ruhm gelangte Bassist James Jamerson.
Jr. Walkers bekanntestes Solo ist jedoch nicht auf einer seiner eigenen Produktionen zu hören: 1981 spielte er (angeblich als sogenannten First Take und ohne mit dem übrigen Stück vertraut zu sein) eine kurze Studiositzung für den Gitarristen und spiritus rector der britisch-amerikanischen Band Foreigner, nämlich Mick Jones, deren Resultat kurze Zeit später als Teil des Songs Urgent um die Welt ging. Von Kollegen wie David Sanborn und Grover Washington, Jr. wurden diese 16 Takte als eines der bedeutendsten Saxophon-Soli im Pop- und Rock-Bereich gewürdigt.
Diskografie
Alben
Weitere Alben These Eyes 1969: Gotta Hold on to This Feeling Greatest Hits Vol 2 1974: Anthology 1976: Sax Appeal 1977: Whopper Bopper Show Stopper 1978: Smooth 1979: Back Street Boogie 1983: Blow the House Down
Singles
Weitere Singles 1962: Twist Lackawanna 1963: Good Rockin’ 1964: Satan’s Blues 1972: Groove Thang 1973: I Don’t Need No Reason 1973: Peace and Understanding (Is Hard to Find) 1974: Dancin’ Like They Do on Soul Train 1976: I’m So Glad 1976: You Ain’t No Ordinary Woman 1977: Hard Love 1979: Back Street Boogie 1983: Blow the House Down
Literatur Dr. Licks (d. i. Allan Slutsky): Standing in the shadows of Motown, Hal Leonard, Milwaukee 1989, ISBN 0-88188-882-6. Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3., überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 724f – ISBN 0-312-02573-4.
Weblinks Kurzbiographie, Übersicht über die wichtigsten Chart-Platzierungen
Quellen
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