Titus Labienus war ein römischer (Gerichts-)Redner und Geschichtsschreiber zur Zeit des Augustus. Wegen seines energischen Stils wurde er scherzhaft „Rabienus“ (angelehnt an lateinisch rabies „Raserei“, „Tollwut“) genannt. Er beging Suizid, nachdem der Senat seine Bücher – in denen er sich als Anhänger des Pompeius bekannte und Augustus kritisierte – hatte verbrennen lassen. Kaiser Caligula setzte später den Senatsbeschluss außer Kraft und ließ die Bücher des Labienus wiederherstellen. Sie sind allerdings heute spurlos verloren.

Literatur Dieter Hennig: Titus Labienus und der erste Majestätsprozeß de famosis libellis. In: Chiron 3 (1973), S. 245–253.

Ronald Syme: The Allegiance of Labienus. In: The Journal of Roman Studies 28 (1938), S. 113–125

Kategorie:Redner der Antike Kategorie:Deklamatoren Kategorie:Römer Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert v. Chr. oder 1. Jahrhundert Kategorie:Mann