Otto Birg (* 19. Juni 1926 in Đurđevac, Königreich Jugoslawien; † 23. Mai 2015Todesanzeige in: Badisches Tagblatt, Der Murgtäler Nr. 121 vom 29. Mai 2015.) war ein deutscher Maler, Zeichner und Bildhauer.
Leben Otto Birg stammte aus einer wohlhabenden Bürgerfamilie. Bereits im Alter von 14 Jahren (im Jahr 1940) nahm er Zeichenunterricht beim russischen Maler Hradsenkov. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Werschetz (1944) begann er ein Zeichenstudium in Wien, musste es jedoch aufgrund der Kriegssituation unterbrechen. Nach Kriegsende nahm er das Kunststudium 1947 an der nach Ellingen ausgelagerten Kunstakademie Nürnberg wieder auf. Von 1948 bis 1954 studierte er an der Kunstakademie Karlsruhe bei Karl Hubbuch und Erich Heckel. Die Lehrer ermöglichtem ihm 1952 die erste Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden. Nach seinem Abschluss erhielt er 1955 ein Stipendium für ein dreimonatiges Studium in Paris. Seither folgten zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland.
Er war einer der ersten Preisträger des Kunstpreises der „Freunde der Kunst“ in München.
Zitat: „Mein Wunsch ist es, den Begriff ‚Form‘ zu festigen, ihn mit Farbe zu bereichern und damit den emotionalen Inhalt der Kunst zu vertiefen.“Otto Birg – Malerei BBK Karlsruhe im Kunstportal Baden-Württemberg
Birg lebte in Gernsbach.
Einzelausstellungen 1952: Erste Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden unter anderem zusammen mit Otto Dix.Südkurier Nr. 71, 6. Mai 1952 1957: Volksmuseum Koprivnica / ehemaliges Jugoslawien / Kroatien 1962: Galerie Deutscher Bücherbund, Karlsruhe 1962: Galerie Salzhaus, Offenburg 1963: Galerie Technische Hochschule, Karlsruhe 1969: Pagodenburg Rastatt 1971: Kleines Kunstkabinett, Bernhausen 1972: Staatsgalerie Temeswar / Rumänien 1972: Volksmuseum Werschetz / ehemaliges Jugoslawien / Serbien 1972: Alter Amtshof, Gernsbach 1973: Stiftung Haus der deutschen Heimat, Berlin 1974: Siemens, Erlangen 1977: Kunstverein Coburg 1979: Deutschlandhaus Berlin 1980: Rathaus Gaggenau 1981: Rathaus Gernsbach 1982: Brenners Parkhotel, Baden-Baden 1983: Haus der Donauschwaben, Sindelfingen 1983: Brenners Parkhotel, Baden-Baden 1985: Landratsamt Rastatt 1986: Vantaa, Finnland 1987: Landeskreditbank Karlsruhe 1988: Volksbank Rastatt 1989: Alpirsbacher Galerie, Alpirsbach 1990: Zürich 1992: Freiburg 1992: Rathaus Gernsbach 1996: Künstlerhaus Karlsruhe 1996: Rathaus Gernsbach 1998: Landratsamt Rastatt 1998: Kunstkaufhaus Dengel, Baden-Baden 2004: Rathaus Gernsbach 2006: Künstlerhaus Karlsruhe (zum 80. Geburtstag) 2007: Kroatisches Generalkonsulat der Republik Kroatien in Stuttgart 2008: Ausstellung zu AI in Ulm 2011: 200. Jubiläumsausstellung im Rathaus Gernsbach
Im Ausland: Alexandrien, Aleppo, Santiago de Chile, Bagdad, Amman, Kairo, Dubrovnik, Osijek, u. a.
Werke (kein Anspruch auf Vollständigkeit) In früheren Bonner Ministerien, in den Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe hingen und hängen 40 Ölbilder von Otto Birg. Gernsbach: Stele aus Beton im Innenhof der Realschule, Sgraffito „Lebensbaum“ an der Hauptschule Von-Drais-Straße, Brunnen bei der Ebersteinhalle im Ortsteil Obertsrot, mehrere Wappen an der Außenseite des Gernsbacher Rathauses. Kindertor aus Aluminium an der Augusta-Sybilla-Schule in Rastatt
Literatur Johann Adam Stupp: Meine Wurzel ist der Balkan: der Maler, Zeichner und Graphiker Otto Birg 70 Jahre alt, in: Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München, Jg. 45, 1996, H. 4, S. 302–304. Maler und Graphiker Otto Birg, in: Landkreis Rastatt (Hrsg.): Heimatbuch Landkreis Rastatt, Rastatt: Landkreis Rastatt, 1983 Otto Birg in Kunstkatalog, Otto Birg, Magstadt, 1997
Einzelnachweise
Weblinks Ausstellung Otto Birg beim BBK Karlsruhe
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