Die ORF-Bestenliste ist eine österreichische Liste der nach Ansicht von Juroren besten literarischen Neuerscheinungen aus Österreich und der Welt.
Die Bestenliste wird seit Mai 2003 von einer Jury aus unabhängigen Literaturkritikern und Buchhändlern erstellt. Initiiert wurde sie vom ORF-Literaturjournalisten Günter Kaindlstorfer.
Einmal im Monat werden in der ORF-Sendung Matinee die Top-Ten-Bücher präsentiert. Auch die Zeit im Bild, der Ö1-Hörfunk, ORF-ON und der Teletext berichten regelmäßig über die Bücher des Monats.
Die mehr als 40 Mitglieder der Jury (Stand 2014) auf orf.at, abgerufen am 8. Oktober 2014 vergeben unabhängig voneinander für ihre persönlichen vier besten Titel 7, 5, 3 und 1 Punkte. Die vergebenen Punkte werde addiert und ergeben die Reihenfolge. Jedem Jurymitglied steht es frei, weniger (oder auch gar keinen) Titel zu nominieren. Sobald ein Titel drei Mal auf der ORF-Bestenliste gereiht wurde, kann er nicht mehr berücksichtigt werden. Seit November 2024Start im November: „ORF KIDS Bestenliste“ präsentiert monatlich Literaturtipps für Kinder orf.at wird neben der Bestenliste auch eine ORF KIDS-Bestenliste erstellt.ORF BESTENLISTE orf.at
2003 Mai: Daniel Kehlmann, Ich und Kaminski 2. Platz: Wilhelm Genazino, Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman 3. Platz: Sabine Gruber, Die Zumutung Juni: Jeffrey Eugenides, Middlesex Juli und August: Josef Winkler, Leichnam, seine Familie belauernd September: Norbert Gstrein, Das Handwerk des Tötens Oktober: Raoul Schrott, Tristan da Cunha oder Die Hälfte der Erde November und Dezember: Imre Kertész, Liquidation
2004 Jänner und Februar: Antal Szerb, Reise im Mondlicht März: John Updike, Wie war’s wirklich April: Karl-Markus Gauß, Die Hundeesser von Svinia Mai: Thomas Glavinic, Wie man leben soll Juni: Marlene Streeruwitz, Jessica, 30. Juli: Richard Powers, Der Klang der Zeit August: Lojze Kovačič, Die Zugereisten September: Peter Handke, Don Juan (erzählt von ihm selbst) Oktober: Martin Pollack, Der Tote im Bunker November: Ralf Rothmann, Junges Licht Dezember: Friederike Mayröcker, Gesammelte Gedichte
2005 Jänner: Friederike Mayröcker, Gesammelte Gedichte Februar: John Updike, Sucht mein Angesicht März: Wilhelm Genazino, Die Liebesblödigkeit April: Eva Menasse, Vienna Mai und Juni: Orhan Pamuk, Schnee Juli: Joyce Carol Oates, Ausgesetzt August: Fred Wander, Der siebente Brunnen September: Ian McEwan, Saturday Oktober: Arno Geiger, Es geht uns gut November und Dezember: Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt
2006 Jänner: Margit Schreiner, Buch der Enttäuschungen Februar: Ulrich Weinzierl, Hofmannsthal März: Margriet de Moor, Sturmflut April und Mai: Franz Schuh, Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche Juni: Richard Yates, Elf Arten der Einsamkeit Juli: Péter Esterházy, Einführung in die schöne Literatur August: Thomas Glavinic, Die Arbeit der Nacht September: Paulus Hochgatterer, Die Süße des Lebens Oktober: Peter Waterhouse, Krieg und Welt November: Christoph Ransmayr, Der fliegende Berg Dezember: Imre Kertész, Dossier K.
2007 Jänner: Orhan Pamuk, Istanbul Februar: Silvia Bovenschen, Älter werden März: Anna Mitgutsch, Zwei Leben und ein Tag April und Mai: Karl-Markus Gauß, Zu früh, zu spät Juni: Werner Bräunig, Rummelplatz Juli: Ilija Trojanow, Nomade auf vier Kontinenten August: Richard Ford, Die Lage des Landes September: Thomas Glavinic, Das bin doch ich Oktober: Michael Köhlmeier, Abendland November: Gerhard Roth, Das Alphabet der Zeit Dezember: Ferdinand Schmatz, Durchleuchtung
2008 Jänner: Mircea Cartarescu, Die Wissenden Februar und März: Peter Handke, Die morawische Nacht April: Philip Roth, Exit Ghost Mai: Franz Schuh, Memoiren – Ein Interview gegen mich selbst Juni: Thomas Pynchon, Gegen den Tag Juli: György Dragomán, Der weiße König August: Reiner Stach, Kafka. Die Jahre der Erkenntnis September und Oktober: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Herzzeit – Briefwechsel November: Gerbrand Bakker, Oben ist es still Dezember: Aravind Adiga, Der weiße Tiger
2009 Jänner: Juri Andruchowytsch, Geheimnis Februar: Thomas Bernhard, Meine Preise März: Philip Roth, Empörung April: Sibylle Lewitscharoff, Apostoloff Mai: Thomas Stangl, Was kommt Juni: Cees Nooteboom, Nachts kommen die Füchse Juli: Thomas Wolfe, Schau heimwärts, Engel August: Gernot Wolfgruber, Auf freiem Fuß September: Gerhard Roth, Die Stadt. Entdeckung im Inneren von Wien Oktober: Terézia Mora, Der einzige Mann auf dem Kontinent November: Herta Müller, Atemschaukel Dezember: David Grossman, Eine Frau flieht vor einer Nachricht
2010 Jänner und Februar: Thomas Bernhard und Siegfried Unseld, Der Briefwechsel März und April: Arno Geiger, Alles über Sally Mai und Juni: Anna Mitgutsch, Wenn du wiederkommst Juli: Friederike Mayröcker, ich bin in der Anstalt August und September: Karl-Markus Gauß, Im Wald der Metropolen Oktober: Jonathan Franzen, Freiheit November und Dezember: Peter Handke, Immer noch Sturm
2011 Jänner: Péter Esterházy, Ein Produktionsroman (Zwei Produktionsromane) Februar, März und April: Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil Mai, Juni und Juli: Gerhard Roth, Orkus August: Sabine Gruber, Stillbach oder Die Sehnsucht September: Josef Haslinger, Jáchymov Oktober: Sabine Gruber, Stillbach oder Die Sehnsucht November: Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts Dezember: Edmund de Waal, Der Hase mit den Bernsteinaugen
2012 Jänner und Februar: Julian Barnes, Vom Ende einer Geschichte März: Walter Kappacher, Land der roten Steine April und Mai: Péter Nádas, Parallelgeschichten Juni: Bettina Balàka, KassiopeiaDie besten 10 im Juni 2012 Juli: Iwan Gontscharow, OblomowDie besten 10 im Juli 2012 August: Gerhard Roth, PortraitsDie besten 10 im August 2012 September: Vea Kaiser, Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kamDie Beste im September 2012: Vea Kaiser Oktober: Clemens J. Setz, IndigoGewinner 2012.10 Clemens J. Setz November: Christoph Ransmayr: Atlas eines ängstlichen MannesGewinner 2012.11 Christoph Ransmayr
2013 Jänner: Mark Twain, Meine geheime AutobiographiePeter Fritz: Gewinner 2013.01 Mark Twain März: Eva Menasse, QuasikristalleJudith Hoffmann: Gewinnerin 2013.03 Eva Menasse Mai: Péter Esterházy, EstiSusanne Schaber: Gewinner 2013.05 Péter Esterházy Juni und Juli: Andrea Winkler, König, Hofnarr und VolkCornelius Hell: Gewinnerin 2013.07 Andrea Winkler August: Fernando Pessoa, Mein Blick ist offen wie eine Sonnenblume... September: Karl-Markus Gauß, Das Erste, was ich sah Oktober: Terézia Mora, Das Ungeheuer November: Thomas Stangl, Regeln des Tanzes Dezember: Christoph W. Bauer, In einer Bar unter dem Meer
2014 Jänner und Februar: Wolfgang Herrndorf, Arbeit und StrukturDER BESTE IM JÄNNER 2014: WOLFGANG HERRNDORF März: Antonio Fian, Das Polykrates-Syndrom April: Katja Petrowskaja, Vielleicht Esther Mai: Krisztina Tóth, Pixel Juni: Angelika Reitzer, Wir Erben Juli: Erich Hackl, Drei tränenlose Geschichten August und September: Marlene Streeruwitz, Nachkommen Oktober: Gerhard Roth, Grundriss eines Rätsels November und Dezember: Lydia Davis, Kanns nicht und wills nicht
2015 Jänner: Lydia Davis, Kanns nicht und wills nicht Februar: Ian McEwan, Kindeswohl März: Arno Geiger, Selbstporträt mit Flusspferd April: Valerie Fritsch, Winters Garten Mai: Péter Esterházy, Die Mantel-und-Degen-Version Juni und Juli: Siri Hustvedt, Die gleißende Welt August und September: Anna Baar, Die Farbe des Granatapfels Oktober: Clemens Setz, Die Stunde zwischen Frau und Gitarre November: Karl Ove Knausgård, Mein Kampf (Originaltitel: Min Kamp) Dezember: Drago Jančar, Die Nacht, als ich sie sah
2016 Jänner: György Dragomán, Scheiterhaufen Februar: Christoph W. Bauer, stromern. gedichte März: Hans Platzgumer, Am Rand April und Mai: Dževad Karahasan, Der Trost des Nachthimmels Juni: Antoine Leiris, Meinen Hass bekommt ihr nicht Juli: Ann Cotten, Verbannt! August, September und Oktober: Sabine Gruber, Daldossi oder Das Leben des Augenblicks November: Teresa Präauer, Oh Schimmi Dezember: Christoph Ransmayr, Cox oder Der Lauf der Zeit
2017 Jänner: Terézia Mora, Die Liebe unter Aliens Februar: Andrei Platonow, Die Baugrube, aus dem Russischen von Gabriele Leupold März: Anna Kim, Die große Heimkehr April: Julian Barnes, Der Lärm der Zeit Mai und Juni: Brigitta Falkner, Strategien der Wirtsfindung Juli: Karl Ove Knausgård, Kämpfen August: Oswald Egger, Val di Non September: Paulus Hochgatterer, Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war Oktober: Robert Menasse, Die Hauptstadt November: Daniel Kehlmann, Tyll Dezember: Peter Handke, Die Obstdiebin
2018 Jänner: Peter Handke, Die Obstdiebin Februar und März: Arno Geiger, Unter der Drachenwand April: Esther Kinsky, Hain. Geländeroman Mai: Norbert Gstrein, Die kommenden Jahre Juni und Juli: George Saunders, Lincoln im Bardo August und September: Erich Hackl, Am Seil Oktober: Michael Köhlmeier, Bruder und Schwester Lenobel November und Dezember: Philipp Weiss, Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen
2019 Jänner und Februar: Judith Schalansky, Verzeichnis einiger Verluste März: Laura Freudenthaler, Geistergeschichte April: Karl-Markus Gauß, Abenteuerlichen Reise durch mein Zimmer Mai: Saša Stanišić, Herkunft Juni: Undiné Radzevičiūtė, Das Blut ist blau Juli: Thomas Stangl, Die Geschichte des Körpers August und September: Norbert Gstrein, Als ich jung war Oktober: Drago Jančar, Wenn die Liebe ruht November und Dezember: Mircea Cărtărescu, Solenoid
2020 Jänner: Olga Tokarczuk, Die Jakobsbücher Februar: Sigrid Nunez, Der Freund März und April: Monika Helfer, Die Bagage Mai: Birgit Birnbacher, Ich an meiner Seite Juni: Xaver Bayer, Geschichten mit Marianne Juli: Melitta Breznik, Mutter. Chronik eines Abschieds und Zsófia Bán, Weiter atmen August: Iris Hanika, Echos Kammern September: Lydia Mischkulnig, Die Richterin Oktober: Leander Fischer, Die Forelle und Annie Ernaux, Die Scham November und Dezember: Clemens J. Setz, Die Bienen und das Unsichtbare
2021 Jänner: Karl-Markus Gauß, Die unaufhörliche Wanderung Februar: David Schalko, Bad Regina März: Monika Helfer, Vati April: Christoph Ransmayr, Der Fallmeister. Eine kurze Geschichte vom Töten Mai und Juni: Anna Baar, Nil Juli: Mathias Énard, Das Jahresbankett der Totengräber August: Ferdinand Schmalz, Mein Lieblingstier heißt Winter September: Eva Menasse, Dunkelblum Oktober: Alois Hotschnig, Der Silberfuchs meiner Mutter November: Jonathan Franzen, Crossroads Dezember: László Krasznahorkai, Herscht 07769
2022 Jänner: Abdulrazak Gurnah, Das verlorene Paradies Februar: Damon Galgut, Das Versprechen März und April: Esther Kinsky, Rombo Mai: Imre Kertész: Heimweh nach dem Tod Juni: Tomas Venclova: Variation über das Thema Erwachen Juli: Gerhard Roth: Die Imker August: Rebecca Solnit: Orwells Rosen September: Norbert Gstrein: Vier Tage, drei Nächte Oktober: Helena Adler: Fretten November und Dezember: Robert Menasse: Die Erweiterung
2023 Jänner: Mohamed Mbougar Sarr: Die geheimste Erinnerung der Menschen Februar: Arno Geiger: Das glückliche Geheimnis März: Clemens J. Setz: Monde vor der Landung April: Teresa Präauer: Kochen im falschen Jahrhundert Mai und Juni: Karin Peschka: Dschomba Juli: Ali Smith: Gefährten August und September: Sabine Gruber: Die Dauer der Liebe Oktober: Laura Freudenthaler: Arson November: Daniel Kehlmann: Lichtspiel Dezember: Zadie Smith: Betrug
2024 Jänner: Barbi Marković: Minihorror Februar: Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen März: Iris Wolff: Lichtungen April: Valerie Fritsch: Zitronen Mai und Juni: Karl-Markus Gauß: Schiff aus Stein Juli und August: Helena Adler: Miserere. Drei Texte September: Arno Geiger: Reise nach Laredo Oktober: Barbara Zeman: Beteigeuze November: Thomas Köck: Chronik der laufenden Entgleisungen