Der Adenauer-de-Gaulle-Preis ist eine Auszeichnung, die an Personen verliehen wird, die sich für die deutsch-französische Zusammenarbeit einsetzen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird abwechselnd in Deutschland und Frankreich verliehen. Benannt ist er nach dem deutschen Bundeskanzler a. D. Konrad Adenauer und dem ehemaligen Präsidenten der Republik Frankreich Charles de Gaulle.
Beide Politiker sorgten in der Nachkriegszeit für die Versöhnung der zwei mitteleuropäischen Staaten, die sich in den zwei Weltkriegen ständig als Erbfeinde angesehen hatten. Besiegelt wurde diese Versöhnung durch den Élysée-Vertrag.
Der Preis wurde am 22. Januar 1988 ins Leben gerufen. Zuletzt wurde er 2020 vergeben. mini|Die Preisverleihung 2019 an die Organisation „Une Terre Culturelle“ im Auswärtigem Amt.
Preisträger 1989: Das Bureau International de Liaison et de Documentation (B.I.L.D.) und die Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit (GüZ) 1990: Ludwigsburg und Montbéliard, die die erste Städtepartnerschaft nach dem Zweiten Weltkrieg eingegangen sind 1992: der Mäzen Alfred Toepfer und der Germanist Pierre Grappin 1993: die Partnerstädte Heidelberg und Montpellier 1994: Reimar Lüst und Senator Pierre Laffitte 1996: Hans L. Merkle (Robert Bosch GmbH) und Airbus Industrie 1997: MdB a. D. Hans Stercken und Brigitte Sauzay 1998: Heiko Engelkes und Anne-Marie Denizot 1999: Hanna Schygulla und Patricia Kaas 2000: Ulrich Wickert (NDR) und Daniel Vernet (Le Monde) 2001: Anneliese Knoop-Graf und Hélène Viannay als Vertreterinnen des deutschen und französischen Widerstands 2002: die Regionalpartnerschaft Rheinland-Pfalz / Burgund 2003: DeutschMobil und FranceMobile (Preisverleihung am 22. Januar 2004) 2004: die Schauspieler Audrey Tautou und Daniel Brühl (Preisverleihung am 21. Januar 2005) 2005: Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing (Preisverleihung am 24. Januar 2006) 2006 die Politiker Helmut Kohl und Jacques Delors (Preisverleihung fand aus gesundheitlichen Gründen nicht statt) 2008: die Künstler Anselm Kiefer und Christian Boltanski 2011: der Dirigent Kurt Masur und der Komponist und Dirigent Pierre Boulez (Preisverleihung am 20. Juni 2011) 2012: Edzard Reuter und Jean François-Poncet stellvertretend für die 1992 ins Leben gerufenen Unternehmertreffen von Evian (Preisverleihung am 24. Januar 2012) 2013: Das Deutsch-Französische Jugendwerk (Preisverleihung am 5. Juli 2013) 2014: der deutsch-französische Fernsehsender ARTE 2016: die französische Stadt Verdun 2017: die Beruflichen Schulen Kehl (Preisverleihung am 6. November 2017) 2018: die World HipHop-Band Zweierpasch 2019: die Organisation „Une Terre Culturelle“ 2020: die DRF Luftrettung und Luxemburg Air Rescue
Einzelnachweise
Kategorie:Friedenspreis Kategorie:Konrad Adenauer als Namensgeber Kategorie:Charles de Gaulle Kategorie:Erstverleihung 1989 Kategorie:Deutsch-französische Auszeichnung