Die Autocesta A3 (kroatisch für ,Autobahn A3‘), auch Posavska autocesta genannt, ist mit einer Länge von rund 306,4 km die zweitlängste Autobahn Kroatiens und die längste in West-Ost-Richtung.

Auf der A3 verlaufen mehr Europastraßen als auf allen anderen Autobahnen Kroatiens. Darunter vertreten sind die E65 und die E71 zwischen den Knoten Lučko und Ivanja Reka. Die E70 verläuft auf der gesamten Strecke der A3 und die E73 verläuft vom Knoten Sredanci bis nach Velika Kopanica. Die A3 führt in der Ebene der Save von Bregana an der slowenischen Grenze über Zagreb nach Lipovac an der serbischen Grenze und ist damit die derzeit einzige durchgehende fertiggestellte Transitautobahn Kroatiens. Die Autobahn ist Teil des transeuropäischen TEN-Korridors 10. Sie ist im Besitz der staatlichen Autobahngesellschaft Hrvatske autoceste d.o.o. (HAC).

Auf einem Großteil der A3 ist verpflichtend eine Mautgebühr zu bezahlen. Für den Grenzübertritt von oder nach Slowenien zahlt man eine eigene Gebühr. Die eigentliche Mautstrecke verläuft von Ježevo bis Lipovac. Bis 2015 war auch die Anschlussstelle Rugvica mautpflichtig. Die damalige Mautstelle musste aber aufgrund der Erweiterung des Knotens Ivanja Reka um 10 km weiter nach Osten verlegt werden.

Lage im Autobahnnetz Die A3 hat Verbindung zu folgenden anderen Autobahnen:Weiterführung in Slowenien 20x20pxGrenzübergang Obrežje (SLO) – Bregana (HR)Zagorska autocesta 19pxKreuz Zagreb zapad / Jankomir (4)Dalmatinska autocesta 19pxKreuz Zagreb jug / Lučko (5)Sisačka autocesta 19pxKreuz Zagreb center / Jakuševec (7)Varaždinska autocesta 19pxKreuz Zagreb istok / Ivanja Reka (9)Slavonska autocesta 19pxKreuz Sredanci (24)Weiterführung in Serbien 20x20pxGrenzübergang Bajakovo (HR) – Batrovci (SRB)

Geschichte mini|links|Anschlussstelle in Samobor

In der jugoslawischen Zeit war diese Strecke Teil des Autoput Bratstvo i jedinstvo (‚Autobahn der Einigkeit und Brüderlichkeit‘) und trug die Nummer 1. Wie auch in Slowenien erhielt nach dem Zerfall Jugoslawiens eine andere Autobahn diese Nummer. Bis zum Zerfall Jugoslawiens galt die Strecke als wichtigste Transitroute zwischen Westeuropa und der Türkei. Beim Ausbau wurden entlang der Strecke im Osten Slawoniens historische Gegenstände gefunden, dies verzögerte die endgültige Fertigstellung kurzzeitig.

Die Kosten werden mit 7 Milliarden Kuna beziffert.

Trivia Vor dem Zerfall Jugoslawiens wiesen die Wegweiser entlang dieser Autobahn in Richtung Osten nach Belgrad. Während des Unabhängigkeitskrieges wurde auf allen Wegweisern Belgrad durch Lipovac ersetzt, was bei Autofahrern oft zu Verwirrung führte, da der sonst wenig bedeutsame Grenzort Lipovac auf weniger detaillierten Straßenkarten u. U. nicht eingezeichnet ist. Heute wird überwiegend Slavonski Brod, Županja oder Osijek (Abzweig über A5) und östlich von Slavonski Brod vermehrt Belgrad als Richtungsangabe verwendet.

Verkehrsfreigaben Teilstück Länge Freigabe Baubeginn - 1977 Jankomir - Lučko 5,85 km 1979 Ivanja Reka - Lipovljani 76,52 km 1980 Lučko - Ivanja Reka 22,15 km 1981 Lipovljani - Okučani 35,82 km 1985 Okučani - Prvča 7,50 km 1986 Prvča - Brodski Stupnik 40,56 km 1988 Brodski Stupnik - Slavonski Brod-zapad 8,80 km 1989 Slavonski Brod-zapad - Slavonski Brod-istok 11,40 km 1991 Slavonski Brod-istok - Oprisavci 10,90 km 1996 Oprisavci - Velika Kopanica 16,9 km 1999 Bregana - Jankomir 13,67 km 2000 Velika Kopanica - Županja 25,95 km 2003 Županja - Lipovac 29,43 km 2006 Lipovac - Grenze 0,99 km 2006 Gesamt 306,44 km 2006

Siehe auch Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation in Kroatien

Weblinks Kroatische Autobahngesellschaft (PDF; 1,64 MB) Motorways-Exits (A3 (Kroatien))

Einzelnachweise

03 Kategorie:Verkehrsbauwerk in der Gespanschaft Zagreb Kategorie:Verkehrsbauwerk in Zagreb Kategorie:Verkehrsbauwerk in der Gespanschaft Sisak-Moslavina Kategorie:Verkehrsbauwerk in der Gespanschaft Brod-Posavina Kategorie:Verkehrsbauwerk in der Gespanschaft Vukovar-Syrmien Autocesta A003 Autocesta A003 Autocesta A003