Die Liste der Denkmäler in Heilbronn vermittelt eine Übersicht über die Denkmäler und Mahnmale in Heilbronn. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und zählt lediglich die Denkmäler und Ehrenmale in der Kernstadt auf. Denkmäler in den eingemeindeten Stadtteilen sind in den Stadtteilartikeln abgehandelt.

Für weitere Kunst- und Kulturdenkmäler der Stadt siehe auch Liste Heilbronner Bauwerke, Liste der Brunnen in Heilbronn und Skulpturen in Heilbronn.

Liste der Denkmäler und Mahnmale Bezeichnung Baujahr Beschreibung Bild Gedenkstein für das Maria-Theresia-Ordensfest von 1815 1861 / 1953 Der einst auf der Theresienwiese befindliche, aber seit dem Bau des Neckarkanals südlich der Karlsruher Straße an der Ecke Karlsruher/Theresienstraße aufgestellte Stein erinnert an das 1815 gefeierte Maria-Theresia-Ordensfest, das der Theresienwiese ihren Namen gab. Der Original-Gedenkstein von 1861 wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1953, als die Umgebung beim Weiterbau des Neckarkanals umgestaltet wurde, durch eine Kopie ersetzt. 130px Krieger-Denkmal für 1870/71 1873 Das 1873 im Alten Friedhof errichtete Denkmal ist das älteste Kriegerdenkmal in Heilbronn und soll an 16 Landser erinnern, die während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 in Heilbronner Lazaretten verstorben sind. Das Denkmal wurde von Robert von Reinhardt im Stil eines Sarkophags gestaltet. Der Sarkophag trägt Plaketten mit den Namen von Kriegsschauplätzen, umgeben von Bekränzung und gekreuzten Schwertern. Die Namen der 16 Verstorbenen sind auf Steinplatten in Bodenhöhe eingraviert. Die Gräber der Verstorbenen befanden sich einst um das Denkmal herum. 130px Robert-Mayer-Denkmal 1892 Das Kunstwerk stammt von Wilhelm von Rümann. Das Denkmal zeigt auf einem Sockel die sitzende und überlebensgroße Bronzefigur Robert Mayers. Flankiert wird der Wissenschaftler von zwei Brunnen mit den Figuren eines Knaben mit einem Gewicht (Kilo) und einem kleinen Mädchen mit einer Fackel (calorie), eine Anspielung auf die Kilokalorie. Das Denkmal wurde 1892 auf dem Marktplatz enthüllt, 1939 auf die südliche Allee verlagert und befand sich ab 1959 im Stadtgarten. Im Zuge der Umgestaltung der Harmonie und des Baus der Stadtbahn-Trasse ab dem Jahr 2000 wurde das Denkmal wieder auf den Marktplatz gestellt. 130px Kaiser-Wilhelm-Denkmal 1893 Die Idee zur Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. in Heilbronn kam unmittelbar nach dessen Tod im März 1888 auf. Nachdem man zunächst Entwürfe von Otto Rieth favorisierte, die Wilhelm als Soldatenkaiser glorifiziert hätten, nahm sich 1889 der Dichter und Demokrat Ludwig Pfau, der Sache an, nach dessen Ideen das Denkmal schließlich von dem Münchner Bildhauer Wilhelm von Rümann und den Architekten Ludwig Eisenlohr und Carl Weigle in Bronze, Granit und Marmor ausgeführt wurde. Das Denkmal ist 5,90 m hoch 2,90 m breit und 3,70 m tief und weist ein komplexes Figurenprogramm auf, dessen Hauptaussage der inneren Einigung Deutschlands gilt. Eine sitzende Frau, die mit ihren Händen zwei Knaben zusammenzubringen versucht, steht für die allegorische Figur Germania, die Kinder für Nord- und Süddeutschland. Auffällig ist die in sich gekehrte Haltung der Germania, wie sie zu jener Zeit nur sehr selten dargestellt wurde. Über der Sitzenden wird Wilhelm I. in einem Porträtmedaillon abgebildet. Das Denkmal wird von der geflügelten Siegesgöttin Viktoria gekrönt, die die deutsche Kaiserkrone in Händen trägt. Schrifttafeln benennen außerdem die wichtigsten Ereignisse des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Das Denkmal wurde am 2. September 1893Friedrich Dürr: Heilbronner Chronik. 1. Teil. Fotomechanischer Nachdruck. Stadtarchiv Heilbronn, Heilbronn 1986. S. 474. vor der Festhalle Harmonie an der Heilbronner Allee enthüllt. Seit 1959 steht es im Alten Friedhof an der Stelle des 1944 zerstörten alten Leichenhauses, das ab 1916 das Robert-Mayer- und ab 1935 das Alfred-Schliz-Museum beherbergt hatte. 130px Bismarck-Denkmal 1903 Kurz nach dem Tode Bismarcks am 30. Juli 1898 bildete sich in Heilbronn ein Komitee zur Errichtung eines Bismarck-Denkmals unter Vorsitz des damaligen Oberbürgermeisters Paul Hegelmaier. Die bronzene Figur ist 4,20 m hoch und wurde von Bildhauer Emil Kiemlen 1903 gestaltet und in der Gießerei Paul Stotz in Stuttgart gefertigt. Den Sockel entwarf der Berliner Architekt Prof. Otto Rieth. Das Denkmal wurde am 30. Juli 1903 in der 1871/72 angelegten Neckarlust-Anlage bei der Neckarbrücke (heute: Kurt-Schumacher-Platz) feierlich enthüllt. Um das eigentliche Denkmal befand sich dort ein um einige Treppenstufen erhöhter Ehrenhof, dessen Eckpfosten die Reliefs einer gekrönten und einer geflügelten Germania zeigten. Später wurde der Ehrenhof entfernt, nach 1987 kam das Denkmal in den Bismarckpark. 130px Regiments-Denkmäler für 1914–1918 ? Für die Toten der in Heilbronn stationierten Infanterie- und Füsilier-Regimenter wurden nach dem Ersten Weltkrieg Denkmäler im Kaiser-Wilhelm-Park (heute: Friedenspark) errichtet: Hirsch-Plastik: mit der Inschrift Hie gut Württemberg alleweg – Den Gefallenen des Füsilier-Regiments Kaiser Franz Joseph, 4. Württ. Nr. 122 Landwehrmänner-Plastik: Diese Plastik stellt zwei Soldaten des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 121 dar. 130px130px Krieger-Ehrenmal im Hafenmarktturm ? Der historische Hafenmarktturm wurde 1929–1936 zum Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges nach Entwürfen des Architekten Paul Bonatz und der Bildhauer Erwin Scheerer, Wilhelm Schäffer und Karl Dübbers umgestaltet. Neben der Inschrift 1914–1918 / 2080 Söhne der Stadt starben für Deutschland sind insgesamt 2082 Namen im Ehrenmal aufgelistet, darunter auch die während des Dritten Reichs entfernten Namen von 27 jüdischen Soldaten. Ein Relief an der Nordwand des Turms erinnert an die Vermissten der 215. Infanterie-Division. Auf einer anderen Erinnerungstafel wird der I. Abteilung des Artillerie-Regiments 71, des Infanterie-Regimentes 34 und des Festungs-Pionierstabs 10 gedacht.Uwe Jacobi: Das Kriegsende. 1. Auflage. Heilbronn 1986. 130px Mahnmal für die Heimatvertriebenen 1985 Im Mai 1985 wurde rechts neben dem Ausgang des Hafenmarktturms hin zur Hafenmarktpassage ein Mahnmal für die Heimatvertriebenen des Zweiten Weltkriegs errichtet. 130px Trümmerräumungs-Ehrenmal 2003 Vor dem Hafenmarktturm befindet sich das Ehrenmal für die an der Trümmerräumung beteiligten Frauen und Männer, eine zweiteilige Bronzeskulptur von Sabina Grzimek aus dem Jahr 2003. 130px Denkmal für polnische Kriegsopfer 1946 Errichtet von ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern im DP-Lager der früheren Priesterwaldkaserne (später: Wharton Barracks) zum Gedenken ihrer im Zweiten Weltkrieg gefallenen Landsleute. Das aus Trümmermaterial errichtete Metallkreuz auf einem Backsteinsockel wurde 1998 als Kulturdenkmal eingestuft. Es ist an der Charlottenstraße von einer Grünanlage umgeben. Auf dem Hauptfriedhof befindet sich bei den Gräbern verstorbener Polen ein weiteres Ehrenmal. 130px Denkmale im Hauptfriedhof ? Ein Stein im Hauptfriedhof hinter einer exponiert angelegten Reihe aus Grabmalen erinnert an die 13 dort begrabenen Heilbronner Lehrer und Schüler, die am Karfreitag 1954 beim Heilbronner Dachsteinunglück tödlich verunglückt sind.Über dem Massengrab von Euthanasie-Opfern in der Abteilung 31 befindet sich eine Grabplatte mit der Inschrift: Ihr Tod ist eine Verpflichtung für uns alleUwe Jacobi: Die vermißten Ratsprotokolle. 1. Auflage. Heilbronn 1981, S. 85. 130px Denkmale im Jüdischen Friedhof ? Auf dem Jüdischen Friedhof befinden sich ein Gefallenen-Denkmal für die 30 Heilbronner jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs, ein Gedenkstein von 1984 für die Opfer der Judenverfolgung von 1933 bis 1945, ein weiterer Gedenkstein von 1984 für mehrere unbekannte Personen, die im Frühjahr 1943 dort bestattet wurden, sowie ein Mahnmal von 1987 mit den Namen der 235 während des Nationalsozialismus umgekommenen Heilbronner Juden. 130px130px130px130px Synagogen-Gedenktafel 1966 Eine Tafel an der Allee erinnert an die Zerstörung der Heilbronner Synagoge. 130px Kuppel-Mahnmal 1993 Denkmal für die Zerstörung der Synagoge am 10. November 1938. Die Kuppel von Bettina Bürkle befindet sich nahe der Gedenktafel für die Heilbronner Synagoge an der Allee und soll die ausgebrannte Synagogenkuppel nachempfinden. Die Kuppel besteht aus COR-TEN-Stahl und ist eine Leihgabe des Deutsch-Jüdischen Freundeskreises Heilbronn. 130px Gedenkstein auf der Waldheide ? / 1998 Auf der Waldheide erinnert eine Gedenktafel auf einem Findling an den Pershing-II-Raketenunfall am 11. Januar 1985, der drei Tote sowie 16 Verletzte forderte. Während des Abzugs der US-Armee ging die Tafel unter bis heute ungeklärten Umständen verloren. Daraufhin beauftragte die Stadt Heilbronn eine Rekonstruktion, die im Juni 1998 enthüllt wurde.