Pandion, auch Pandion I. genannt, () war ein mythischer König von Attika aus dem Geschlecht der Kekropiden.

Nach der Liste attischer Könige bei Hyginus Mythographus war Pandion der dritte König Athens nach Kekrops und Erichthonios.Hyginus, Fabulae 48 Laut Hellanikos stand er nach Erechtheus an sechster Stelle.Felix Jacoby: Die Fragmente der griechischen Historiker. Teil 1: Genealogie und Mythographie. Weidmann, Berlin 1923, S. 449. Wie Kekrops und Erichthonios wurde die Gestalt später gedoppelt, was zum ersten Mal in der Parischen Chronik aus dem Jahr 264/263 v. Chr. zu fassen ist. Pandion, nun Pandion I., stand in der Folge an fünfter, Pandion II., der Sohn des zweiten Kekrops, an achter Position der Königsliste.

Pandion war der Sohn des Erichthonios mit der Quellnymphe Praxithea.Bibliotheke des Apollodor 3,190 Mit seiner Frau Zeuxippe, der Schwester seiner Mutter, zeugte er die beiden Töchter ProkneBereits bei Hesiod, Werke und Tage 568 als Tochter Pandions genannt; siehe auch Sappho 86 D und Philomele und die Zwillingssöhne Erechtheus und Butes.Bibliotheke des Apollodor 3,192 Zu seiner Regierungszeit sollen Demeter und Dionysos nach Attika gekommen sein.Bibliotheke des Apollodor 3,191

Als es bei Grenzstreitigkeiten zum Krieg mit dem thebanischen König Labdakos kam, erhielt Pandion Verstärkung durch den Thraker Tereus. Als Dank gab er seine Tochter Prokne Tereus zur Frau.Bibliotheke des Apollodor 3,193 Nach dem Tode Pandions wurde sein Sohn Erechtheus sein Nachfolger. Butes wurde oberster Priester der Athena und des Erechtheischen Poseidons.

Nach Pandion wurde die attische Phyle Pandionis benannt, weshalb er sowohl in AthenPausanias, Reisen in Griechenland 1,5,2–4 als auch in DelphiPausanias, Reisen in Griechenland 10,10,1 in der Figurengruppe der eponymen Heroen, den in Athen sogenannten Phylenheroen, zu finden ist. Auf der Athener Akropolis gab es ein Heiligtum des Pandion. Sein Name leitete sich möglicherweise von dem Fest der Pandia, einem Fest des Zeus Pandios, ab.

Literatur

Uta Kron: Die zehn attischen Phylenheroen. Berlin 1976, ISBN 3-7861-2239-3, S. 104–119.

Weblinks

Anmerkungen

Kategorie:Mythologischer König (Athen) Kategorie:Eponymer Heros